Schüttelfrost
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Schüttelfrost ist im Gegensatz zum allgemeinem Zittern ein starkes Gefühl der inneren und äußeren Kälte, bei der vor allem die Muskulatur schnell und reflexartig bewegt wird, die an ein Zittern erinnern.
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Definition Schüttelfrost
Schüttelfrost hält zumeist mehrere Minuten an, schwächt sich ab und wird dann intervallartig wieder stärker und schwächer. Zumeist sind die Betroffenen danach so sehr erschöpft, dass sie in einen tiefen Schlaf verfallen.
Wie bei normalem Frieren auch, ist der Sinn des Zittern, in der Wärmebildung durch die Muskelkontraktionen zu finden. Häufieg tritt Schüttelfrost im Rahmen einer Infektionskrankheit, wie Erkältung, auf und ist oft an das dabei vorhandene Fieber gekoppelt.
Ursachen für Schüttelfrost
Die Ursache für Schüttelfrost ist, wie bereits angemerkt, häufig ein Fieber im Zusammenhang mit einer Infektionskrankheit (Erkältung, Grippe). Dabei soll die zittrige Muskelkontraktion die Körpertemperatur auf ein Normalwert um 37° Celsius durch das einleiten eines starken Ausschwitzens einleiten.
Weiterhin kann Schüttelfrost auch im Zuge eines Sonnenstichs oder Hitzeschlags auftreten.
Vor allem nach Reisen in tropische Länder sollte bei Schüttelfrost an Krankheiten wie Malaria, Milzbrand, Pocken, Gelbfieber oder Pest gedacht werden. Nach einer übermäßigen oder langen Sonneneinstrahlung sowie großer Hitze kann es aufgrund eines Hitzschlags oder Sonnenstichs zu Schüttelfrost kommen.
Im Folgenden finden sie eine Liste mit Krankheiten, die Schüttelfrost als Symptom haben.
Krankheiten mit Schüttelfrost
- Erkältung
- Grippe
- Lungenentzündung
- Blutvergiftung
- Scharlach
- Wundstarrkrampf
- Pilzvergiftung
- Typhus
- Blutvergiftung
- Sonnenbrand
- Wundrose
- Prostataentzündung (Prostatitis)
- Malaria
- Gelbfieber
- Fleckfieber
Behandlung von Schüttelfrost
Tritt der Schüttelfrost im Rahmen einer einfachen Erkältung oder grippalen Infekts auf, so ist nicht zwangsweise die Behandlung durch einen Arzt notwendig. Hier helfen vor allem wärmende Tees und ein Zudecken durch viele Decken, um das Ausschwitzen des Fiebers zu beschleunigen.
Tritt der Schüttelfrost jedoch mehrere Tage hinweg auf, oder ist der Schüttelfrost sehr stark, so sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Dabei wird der Arzt zunächst eine genaue Befragung der allegemeinen und spziellen Beschwerden vornehmen. Weiterhin wird er wissen wollen, welche Erkrankungen vorliegen und welche Medikamente eingenommen werden. Bei Touristen aus südlichen Ländern, wird er auch hier darauf genau eingehen.
Bei Verdacht auf weitergehende Erreger, sollte eine Blutprobe entnommen werden, der dann auf mögliche Infektioerkrankung schliessen lassen kann. Auch eine Urinuntersuchung, Röntgen, Bronchoskopie und Ultraschalluntersuchung kann gegebenenfalls zur weiteren Untersuchung notwendig werden.
Je nach abschliessender Ursache wird dann die Behandlung bzw. Therapie veranlasst. Bei bestimmten Infektionskrankheiten kann eine Antibiotikatherapie eingesetzt werden. Ist eine andere Grunderkrankung für den Schüttelfrost verantwortlich, so ist diese zunächst zu therapieren.
Bei Hitzschlag oder Sonnenstich sollte der Betroffene mit kalten Wickeln oder Handtüchern gekühlt werden. Dabei sollte ausreichen mineralienhaltige Getränke getrunken werden, um die Flüssigkeitshaushalt und den Kreislauf zu stabilisieren.
Rezeptfreie Medikamente gegen Schüttelfrost
Hier Informieren:
Hausmittel und Kräuter gegen Schüttelfrost
- Eine Schwitzkur hilft gegen Schüttelfrost mit Fieber.
- Kalte Wadenwickel helfen bei Schüttelfrost bei Hitzschlag oder Sonnenstich
Bücher über Schüttelfrost
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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
Gerald kommentierte am 12.12.2011 um 11:23 Uhr
Ich hat gestern in meinen ganzen Leben das erste Mal einen Schüttelfrost. Ich hab mir einfach ein heißes Bad gemacht. Das hat geholfen.
tina kommentierte am 01.01.2012 um 22:02 Uhr
Ich mache mir große Sorgen, weil mein Vater in den letzten Stunden häufig einen Schüttelfrost hatte. Ich weiß nicht, ob ich ihm solche Wadenwickel machen soll, weil es immer nur schlimmer wird, wenn er etwas kaltes anfässt. Er muss morgen wieder in die Arbeit, also bitte ich um Tipps, die schnell helfen und das Fieber senken. Danke.
Monika kommentierte am 16.02.2012 um 13:25 Uhr
Ich werde Nachts aus dem Schlaf gerissen, weil ich Schüttelfrost habe. Das ganze dauert einige Minuten und ist dann wieder vorbei. Weiß jemand warum?
Georg kommentierte am 01.03.2012 um 20:13 Uhr
Um 22 Uhr bekam ich einen heftigen Schüttelfrost und 39 Grad Fieber. Das Ganze dauerte circa 3 Stunden. Morgens bin ich aufgewacht, als wäre nichts gewesen. Ich kann keine Erklärung dafür finden. Was könnte es sein?
