Sauna und Wellness Teil 2
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Dabei hat sich gezeigt, dass die Kreislaufbelastung durch den Wärmereiz in der Sauna ganz gering, bei der plötzlichen Abkühlung etwas größer ist, aber zu keinem Zeitpunkt der Belastung gleichkommt, die 20 Kniebeugen verursachen.
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Inhaltsverzeichnis |
Kreislaufbelastung in der Sauna
Bei unseren Lebensgewohnheiten, die noch so viele Züge eines der wissenschaftlichen Erkenntnis widersprechenden Verhaltens und damit Belastungserscheinungen gerade an jenen Organen hervorrufen, die der Steuerung des vegetativen Nervensystems unterliegen (das zeigt sich in erhöhten und niedrigen Blutdruckwerten, Herzkranzverengung, Migräne, aber auch Zwölffingerdarmgeschwüren usw.) gewinnt diese Art des vorbeugenden Kreislauftrainings und Stoffwechselanteils eine ganz außerordentliche Bedeutung.
Gestörte Funktionen werden durch die Einwirkung auf das vegetative Nervensystem und darüber hinaus auf bestimmte Drüsen mit innerer Sekretion besser reguliert, sofern, auch sonst die gesamte Lebensweise entsprechend umgestellt wird. Insbesondere durch Reduzierung von Übergewicht, Rauchen und Sicherung von ausreichend viel Schlaf.
Gesundheit und Heilwirkung der Sauna
Aber auch bei Kreislauferkrankungen selbst hat die Sauna einen günstigen Einfluss. In der Medizin setzt sich bekanntlich immer mehr die Auffassung durch, dass auch kranke Organe durch Übung in ihrer Leistung gebessert werden können. Die maximale Erweiterung des Blutgefäße, ihr anschließendes Zusammenziehen durch den Kältereiz sind gewissermaßen Trainingsübungen der Gefäße, die auch dem geschädigten Organ erlauben, sich besser veränderten Bedingungen anzupassen.
Selbst Menschen mit Angina pectoris vertragen im allgemeinen einen Gang in die Sauna sehr gut, desgleichen Patienten mit hohem Blutdruck. Doch hier müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der anschließenden Abkühlung beachtet werden.
Es versteht sich von selbst, dass solche Patienten vorher einen Arzt zu Rate ziehen sollen, der mit der Anwendung der physikalischen Heilmethoden, zu denen auch die Sauna gehört, vertraut ist. Ungeeignet sind solche Bäder eigentlich nur bei Herzfehlern, die eine so stark eingeschränkte Anpassungsbreite haben, dass schon bei geringsten Anstrengungen Atemnot auftritt. Selbst Schwangere Frauen vertragen bis in die letzten Monate eine Sauna, allerdings sollte man nicht erst während der Schwangerschaft damit beginnen.
Anfangs sollte man nicht länger als 10 Minuten in der Sauna bleiben, sich dann abkühlen, und nur noch einen zweiten Durchgang machen. Allmählich kann man die Zeit auf 15, eventuell auch auf 20 Minuten steigern und dreimal den Wechsel zwischen Sauna und Abkühlung (Untertauschen oder Übergießen) vollziehen.
In dieser Weise angewendet, werden die gesundheistfördernden Faktoren der Sauna bald spürbar. Mancher Leistungssportler hat ihre konditionsfördernde und leistungssteigernde Wirkung schätzen gelernt. Sie kann noch verstärkt werden durch Massage, die zweckmäßigerweise zwischen den einzelnen Saunagängen und nicht zum Schluss des Saunaganges durchgeführt werden soll. Das in Finnland bekannte Schlagen mit Birkenzweigen während des Saunabades hat den gleichen Effekt.
Wir können nur begrüßen, dass bei uns in Deutschland die Sauna an Popularität gewinnt. So mancher besitzt gar selbst eine eigene Sauna im Haus oder im Garten.
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