Salzhaushalt

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 5. Februar 2017
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Salz ist die chemische Bezeichnung für eine Substanz, die aus der Reaktion einer Säure mit einer Base entsteht. Es gibt drei Arten von Salz, die für das Wachstum des Menschen unersetzbar sind: Magnesiumchlorid, Kaliumchlorid und Natriumchlorid. Aus diesem Grund ist ein gesunder Salzhaushalt unersetzbar für den Körper.

Salze gehören zu den Bodenschätzen und kristallisieren seit Millionen von Jahren in der Erde oder werden aus dem Meer gewonnen. 70% der weltweiten Salzproduktion kommt aus Bergwerken (Steinsalz) und Salinen (Siedesalz – aus Salzsohle durch verdampfen des Wassers). 30% der globalen Salzproduktion stammt aus dem Meer. Meersalz wird als „frisches“ Salz bezeichnet. Im Gegensatz zum Steinsalz, das aufgrund der langen Lagerung „altes“ Salz genannt wird.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Salzhaushalt?

Unser wichtigstes Grundnahrungsmittel wird auch Speisesalz oder Kristallsalz genannt und entsteht aus der Verbindung von Natrium mit dem Gas Chlor = Natriumchlorid (NaCl). Dieses Salz hat den Geschmack, den der Mensch mit dem Begriff salzig bezeichnet. Die handelsüblichen Bezeichnungen lauten auch Tafel- oder Kochsalz. Hierbei handelt es sich um raffiniertes Salz, das gereinigt und gebleicht wurde. Das raffinierte Salz besteht zu 98% aus Natriumchlorid.

Rückstände von Chlor und Aluminium können im Salz verbleiben, die Mengen sind jedoch so gering, dass sie der Gesundheit nicht schaden. Wer aus diesem Grund auf unraffiniertes Salz umsteigt, sollte unbedingt darauf achten, dass eine Prüfung der Inhaltsstoffe erfolgt ist, um Vergiftungen mit schädlichen Stoffen zu vermeiden.

Welche Zusatzstoffe sich im Salz befinden und ob es im natürlichen Zustand belassen werden kann, ist abhängig von der Beschaffenheit des Abbaugebietes. Unbedenklich sind Lehm, Algen, Asche oder Gips sowie Mineralstoffe. Das Himalaya-Salz besteht beispielsweise zu 97% aus Natriumchlorid. Den Rest bilden Mineralstoffe und Spurenelemente. Die raffinierten Produkt sind mit 98% Natriumchlorid um lediglich 1% ärmer an Mineralstoffen und Spurenelementen.

Funktion & Aufgabe

Salz ist für den Menschen lebenswichtig und der am meisten konsumierte Mineralstoff. 150 bis 300 Gramm Salz sollten sich im Organismus eines erwachsenen Menschen befinden, denn es sorgt dafür, dass der Körper gesund bleibt.

Die Bestandteile des Salzes können vom menschlichen Körper nicht selbst produziert werden. Ohne das Chlorid würde unsere Verdauung sowie die Atmung nicht funktionieren. Ohne Natrium wäre unser Organismus nicht im Stande Nährstoffe und Sauerstoff zu transportieren. Es sorgt dafür, dass Nervenreize weitergegeben und Muskeln, einschließlich des Herzmuskels, betätigt werden.

Anfang des 19. Jahrhunderts war bereits in naturwissenschaftlichen Schriften zu lesen, dass nicht nur Blut, Tränen, Schweiß und Urin Salz enthalten, sondern etwa auch Sperma und fast jeder Bestandteil des menschlichen Körpers.

Der Mensch besteht zu 70% aus Wasser und Elektrolyten. Ohne Wasser und Salz könnten die Zellen sich nicht regenerieren beziehungsweise keine Nährstoffe aufnehmen. Sie würden austrocknen und sterben. Die Konzentration der positiv und negativ geladenen und im Wasser gelösten Elektrolyte, wird durch den sogenannten Wasser-Elektrolyt-Haushalt geregelt. Dazu gehört die Aufnahme und Abgabe sowie die Verteilung der Flüssigkeit im Körper.

Es gibt drei Arten von Salz, die für das Wachstum des Menschen unersetzbar sind: Magnesiumchlorid, Kaliumchlorid und Natriumchlorid. Aus diesem Grund ist ein gesunder Salzhaushalt unersetzbar für den Körper.

Durch den Stoffwechsel und Aktivitäten verliert der Mensch ständig Flüssigkeit. Um den Verlust auszugleichen, benötigt ein erwachsener Mensch täglich, je nach Gewicht, mindestens 2,5 Liter Wasser sowie 3 bis 6 Gramm Salz. Diese Mengen sollte oral in Form von Getränken und Nahrung zu sich genommen werden, um auf die Dauer gesund zu bleiben.

Über den Verdauungstrakt wird die Flüssigkeit durch die Darmwand aufgenommen. Den Hauptanteil, circa 60% der Flüssigkeit, benötigen die Zellen, 30% befindet sich in den Gefäßen und der Rest in diversen Körperteilen, wie beispielweise dem Auge und der Tränenflüssigkeit.

Die Ausscheidung wird durch die Nieren geregelt und erfolgt in Form von Urin, Schweiß, Atmung und Stuhlgang. Die Menge ist dabei abhängig von klimatischen Bedingungen. Bei Krankheit oder schweißtreibenden Sportarten kann der tägliche Salz-Verlust bis zu 20 Gramm betragen.

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Krankheiten & Beschwerden

Salzmangel kann zu körperlichen Beschwerden und Mangelerscheinungen führen. Im Extremfall kommt es zum Absinken des Blutdrucks, was zum Tode führen kann. Dies kommt jedoch durch das natürlich eintretende Verlangen nach Salz und aufgrund der Tatsache, dass genug Salz zur Verfügung steht, nur in sehr seltenen Fällen vor.

Andersherum wurde übermäßiger Salzkonsum für Bluthochdruck verantwortlich gemacht, was jedoch inzwischen anhand von Studien widerlegt wurde. Dagegen spricht auch, dass überschüssiges Salz durch Schwitzen den Körper verlässt und sich in den Nieren sammelt, um ausgeschieden zu werden.

Salz als tägliches Nahrungsmittel kann hervorragend zur Prophylaxe gegen Krankheiten eingesetzt werden. Folsäure (Vitamin B9) wird einigen Salzsorten zugefügt. Es kann vom Körper nicht selbst gebildet werden und kommt hauptsächlich in grünen Blättern (lat. folium) vor. Eine ausreichende Versorgung kann Arteriosklerose vorbeugen und ist besonders für Frauen während der Schwangerschaft und nach der Geburt wichtig. Andere Bestandteile können Jod und Fluor sein, die vor Jodmangel in der Schulddrüse und vor Karies schützen können. Dabei gilt jedoch, dass alle Substanzen gleichzeitig nicht übermäßig konsumiert werden sollten.

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