Südseemyrte

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 31. Januar 2017
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Bei der Südseemyrte handelt es sich um eine Pflanzenart, die zur Familie der Myrtengewächse zählt. Mit botanischer Bezeichnung heißt das Gewächs Leptospermum scoparium, weitere Trivialnamen sind Manuka und Neuseelandmyrte. Die Südseemyrte ist in den Gebirgen von Neuseeland und dem Südosten von Australien heimisch. Aus der Süsdeemyrte wird der Manuka-Honig und das Manuka-Öl hergestellt.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Südseemyrte

Die Südseemyrte ist eine circa vier Meter hohe Pflanze, die sowohl in der Form eines Strauchs als auch eines Baums wachsen kann. Die Zweige und Blätter der Südseemyrte weisen eine silberne, relativ dichte Behaarung auf. Mit zunehmendem Alter der Pflanze fällt die Rinde in Streifen ab. Die Laubblätter sind verhältnismäßig fest und steif und verfügen über eine zugespitzte Form.

Sie stehen teilweise waagerecht vom Zweig ab, können entweder eiförmig oder lanzettlich sein und sind zwischen fünf und zwölf Zentimeter lang. Die Blüten der Südseemyrte sitzen in den sogenannten Blattachseln und stehen in der Regel einzeln. Der Blütenbecher weist eine kreiselähnliche Form auf und besitzt dreieckige Kelchzipfel, während die Kronblätter rundlich sind. Sie sind von weißer Farbe, können in seltenen Fällen auch rosa sein.

Die Südseemyrte bildet hölzerne Kapselfrüchte mit fünf kleinen Kammern aus, die maximal einen Zentimeter groß werden. Die Südseemyrte stammt aus dem Norden Neuseelands sowie aus Australien. Erst vor einigen Jahrzehnten wurde sie nach Europa eingeführt. In der Region East Cape existieren besonders große Bestände der Südseemyrte.

Aus diesem Gebiet stammt auch der gesundheitsförderliche Manuka-Honig, der von Bienen zusammengetragen wird, die den Nektar der Südseemyrte sammeln. Der Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen ist bei Exemplaren der Südseemyrte in East Cape am höchsten.

Wirkung & Anwendung

Die Südseemyrte ist schon seit Jahrtausenden bei den australischen und neuseeländischen Ureinwohnern als Heilpflanze bekannt und gilt bei diesen Völkern sogar als Allheilmittel. Europäische Forscher beobachteten im Rahmen von Expeditionen, dass die Maori und Aborigines einen Sud aus der Südseemyrte herstellten. Dieses Mittel diente zur Behandlung von Erkrankungen und Wunden.

Nachdem die Südseemyrte nach Europa gebracht wurde, wurden die Inhaltsstoffe der Pflanze untersucht und ihre starke Heilkraft bestätigt. In der heutigen Zeit kommt insbesondere ein Extrakt aus dem Manuka-Honig zum Einsatz. Das medizinische Potenzial des Honigs wird momentan an mehreren Universitäten erforscht und bereits erfolgreich zu Behandlung von Wunden angewendet.

Der Honig eignet sich auch als gesundes Nahrungsmittel, das als Brotaufstrich oder im Tee verwendet werden kann. Ebenso kann er als Wundverband fungieren, wobei auf zertifizierte Qualität des Manuka-Honigs geachtet werden sollte. Aus der Südseemyrte lassen sich neben Honig weitere gesundheitsfördernde Mittel herstellen.

Die Südseemyrte ist in den Gebirgen von Neuseeland und dem Südosten von Australien heimisch. Aus der Süsdeemyrte wird der Manuka-Honig und das Manuka-Öl hergestellt.

So können die Blüten und Früchte der Pflanze zerkleinert und mit angewärmtem Olivenöl gemischt werden. Wenige Tage später hat sich aus der Mixtur ein Öl gebildet, das beispielsweise zur Hautpflege genutzt werden kann. Auch lässt sich ein Sud aus der Südseemyrte herstellen, der wie Tee zubereitet und auf entzündete Hautbereiche aufgetragen wird. Zudem ist der Sud zum Gurgeln, etwa bei Schmerzen im Hals oder einer Erkältung, geeignet.

Die Südseemyrte enthält diverse ätherische Öle mit antibakterieller und antientzündlicher Wirkung. Der aus der Pflanze gewonnene Manuka-Honig wirkt zudem gegen Helicobacter pylori, Infektionen der Haut und chronische Wunden. Neben dem Honig sind auch die ätherischen Öle der Südseemyrte im Handel erhältlich, wobei auf die Dosierung der heilsamen Substanzen geachtet werden sollte.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die Südseemyrte zeichnet sich durch eine vielseitige Heilwirkung aus. Die Möglichkeit zum Einsatz der Südseemyrte in der Medizin wurde erstmals durch einen Botaniker namens Joseph Banks beobachtet. Dieser war Teilnehmer der Forschungsexpedition um James Cook. Banks bemerkte, dass die Maori verschiedene Pflanzenteile der Südseemyrte zur Behandlung diverser Beschwerden nutzen.

Insbesondere bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und chronischen oder akuten Entzündungen der Harnorgane kommt die Südseemyrte bei besagten Naturvölkern häufig zum Einsatz. Ebenso verschafft die Heilpflanze Linderung bei Symptomen von Erkältungskrankheiten sowie entzündeten Hautbereichen und Wunden.

Hier beschleunigt die Südseemyrte die Heilung und dämmt Entzündungen ein. Zu diesem Zweck stellten die Maori einen teeähnlichen Sud aus der Südseemyrte her. Auf diese Weise erhielt die Südseemyrte einen ihrer englischen Trivialnamen, nämlich „Tea Tree“. Am stärksten sind die heilsamen Effekte bei der Bekämpfung von Keimen und Bakterien. Verantwortlich für die starke antibakterielle Wirkung ist der Stoff Methylglyoxal.

Um die Heilwirkung zu nutzen, kann beispielweise das ätherische Öl der Südseemyrte eingeatmet oder auf entzündete Hautstellen aufgetragen werden. Die starke antibakterielle Wirkung der Pflanze ist insbesondere bei Magenbeschwerden, Erkältungen, Blasenentzündungen und entzündeten Wunden hilfreich.

Möglicherweise besitzen die Wirkstoffe der Südseemyrte die Fähigkeit, die zunehmende Anzahl an resistenten Bakterienstämmen mit natürlichen Mitteln zu bekämpfen. Nachdem die Pflanze nach Europa gebracht und medizinischen Untersuchungen unterzogen wurde, wurde auch ein pflanzliches Antibiotikum in der Südseemyrte entdeckt. Dieses besitzt offensichtlich das Potenzial, gegen diverse Bakterienstämme wirksam zu sein.

Dabei sollen etwa im Hinblick auf die gefährlichen resistenten Krankenhauskeime bereits erfolgreiche Therapien durchgeführt worden sein. Bei einer oralen Einnahme hat die Südseemyrte beispielsweise auch einen positiven Effekt auf die Verdauung nach dem Verzehr verdorbener Speisen.

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