Sägepalme

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 31. Januar 2017
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Die Sägepalme ist eine niedrig wachsende, mehrstämmige Fächerpalme, deren kleine kugelige bis ellipsoide blaue bis schwarze Früchte bis zu drei Zentimeter lang werden. Die Früchte der ausschließlich im Südosten der USA vorkommenden Sägepalme werden von der Pharmaindustrie verwendet, um die Inhaltsstoffe zu extrahieren und in Form von Extrakten gegen milde Prostataleiden und Probleme beim Wasserlassen (Miktionsprobleme) zu vermarkten.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Südseemyrte

Die Sägepalme begründet als einziger Vertreter der Serenoa eine eigene Gattung. Die niedrig wachsende und mehrstämmige Fächerpalmenart verhält sich zu den hochstämmigen Palmen ähnlich wie die Latschenkiefer zu den hochstämmigen Kiefern. Die Stämme sind niedrigliegend oder verlaufen sogar im Boden, so dass sie selten eine Höhe von zwei Metern überschreiten.

Ihren Namen verdankt sie dem Rand ihrer gefiederten Blätter, die einem gezackten Sägeblatt ähnlich sehen. Die Sägepalme kommt ausschließlich im Südosten der USA vor, etwa von Florida bis South Carolina. Sie bevorzugt sandige Böden und Wälder, in denen sie meist die vorherrschende Unterbepflanzung bildet und ist sehr gut an häufige Buschfeuer angepasst, die sie nicht nur übersteht, sondern die sie sogar für Wachstumsvorteile nutzen kann.

Die weißen Blüten der Sägepalme sind mit einem Durchmesser von vier bis fünf Millimeter unscheinbar, verbreiten aber einen angenehmen Duft. Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich kleine kugelige bis ellipsoide Steinfrüchte, die im Herbst reifen und dabei eine dunkelblaue bis nahezu schwarze Färbung annehmen.

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Früchte werden von der Pharmaindustrie zur Herstellung von Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. Sie helfen unter anderem gegen milde Prostatabeschwerden und Probleme beim Wasserlassen.

Wirkung & Anwendung

Die einsamigen Steinfrüchte der Sägepalme enthalten eine große Vielfalt an gesundheitsrelevanten sekundären Pflanzenstoffen, die allerdings meist nicht wasserlöslich sind und deshalb mit Alkohol oder vergleichbaren Substanzen extrahiert werden müssen. Die Früchte enthalten ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe sowie Di- und Triterpene und wertvolle Flavonoide.

Anders als Arzneimittel mit nur einer einzigen Wirksubstanz, die auf einen bestimmten Stoffwechselvorgang abzielt, bieten Heilpflanzen einen ganzen Cocktail von Inhaltsstoffen, die dem Körper und dem Immunsystem angeboten werden, aus denen das Immunsystem die Stoffe herausgreift, die momentan benötigt werden. Dabei ist die Gesamtwirkung der Inhaltsstoffe im Verbund größer als die aufsummierten Wirkungen der isoliert betrachteten Einzelkomponenten.

Probleme mit häufigem Harndrang bei Männern beruhen meist auf einer leichten bis mittleren benignen Hyperplasie (Vergrößerung) der Prostata, die die Harnröhre umringt und durch die Hyperplasie ein wenig einschnürt, so dass beim Wasserlassen Probleme entstehen und zu viel Resturin in der Blase verbleibt. Bei der Entstehung der benignen Hyperplasie der Prostata spielt die Umwandlung des Prohormons Testosteron in das als Sexualhormon wirksame Dihydrotestosteron (DHT) häufig eine entscheidende Rolle.

Die Sägepalme ist eine niedrig wachsende, mehrstämmige Fächerpalme, deren kleine kugelige bis ellipsoide blaue bis schwarze Früchte bis zu drei Zentimeter lang werden.

Die Umwandlung wird durch das Enzym 5-Alpha-Reduktase katalysiert. Genau hier greifen die extrahierten Wirkstoffe der Sägepalmfrüchte. Sie wirken hemmend auf das Enzym 5-Alpha-Reduktase, so dass überschüssiges DHT vermieden wird, das meist ursächlich für die Vergrößerung der Prostata verantwortlich ist. Die Sägepalmextrakte hemmen aber nicht nur das Enzym 5-Alpha-Reduktase.

Sie entfalten außerdem eine abschwellende und entzündungshemmende Wirkung, die dazu beitragen kann, die Verhältnisse im Urogenitaltrakt wieder zu normalisieren. Darüber hinaus wirken die Extrakte hemmend und normalisierend auf einen gesteigerten Austritt von Flüssigkeiten aus den Gefäßen, die beispielsweise in den Nieren zu einer übermäßigen Urinproduktion und zur Dehydrierung führen kann.

Typische Indikationen, die für den Einsatz von Sägepalmprodukten sprechen, sind eine gutartige Prostatahyperplasie, Probleme beim Wasserlassen und Restharn in der Blase sowie Entzündungen im Urogenitalbereich. Auch bei sexueller Dysfunktion, die sich hauptsächlich aufgrund von Prostatabeschwerden eingestellt haben, kann die Einnahme von Sägepalmextrakten hilfreich sein. Als Richtwert für die tägliche Einnahme gilt die Dosierungsempfehlung von 320 Milligramm des Extraktes in Form von Tabletten, Kapseln oder als Tropfen.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Eine regelmäßige Einnahme von Präparaten, die Extrakte der Sägepalmenfrüchte in definierter Menge und Reinheit enthalten, entfalten eine Langfristwirkung. Letztlich bieten die Extrakte dem eigenen Immunsystem und dem Stoffwechsel eine entscheidende Hilfe zur Selbsthilfe. Einerseits sind sekundäre Inhaltsstoffe enthalten, die es dem Stoffwechsel ermöglichen, die Probleme rund um die Prostata – sofern es sich nicht um einen malignen Tumor handelt – und um ein normales Wasserlassen langsam zu verbessern.

Auch im sexuellen Bereich können sich Verbesserungen ergeben aufgrund der Normalisierung des Urogenitalbereichs und aufgrund der Hemmung des DHT. Darüber hinaus verursachen Probleme mit einer eingeengten Harnröhre und daraus folgendem häufigen Harndrang psychische Probleme, weil die betroffenen Männer bei Veranstaltungen sich zunächst vergewissern müssen, wo im Bedarfsfall rasch ein Urinal saufgesucht werden kann.

Die Extrakte der Sägepalme dienen der langfristigen Verbesserung der oben aufgezeigten Problembereiche, aber auch als Vorsorge vor einer Prostatavergrößerung und vor dem Auftreten weiterer Beschwerden im Urogenitalbereich. Der Vorteil einer Langzeiteinnahme gegenüber einer medikamentösen Therapie mit gebräuchlichen Arzneimitteln liegt hauptsächlich darin, dass Sägepalmenextrakte so gut wie keine Nebenwirkungen zeigen.

Selten wurden Magenbeschwerden beobachtet, die aber nicht über das Niveau hinausgingen, die auch bei der Einnahme wirkungsfreier Placebos auftraten. Allerdings muss bedacht werden, dass die Extrakte der Sägepalme eine vorhandene Schwellung der Prostata zum Abklingen bringen kann, sondern vorwiegend auf die Verbesserung der Symptome abzielt. Deshalb sollte auf keinen Fall durch eine Behandlung mit Sägepalmextrakten der notwendige Arztbesuch ersetzt werden.

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