Rollstuhl

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Menschen mit einer Gehbehinderung, die nicht mehr aufrecht stehen und gehen können, steht als Hilfsmittel ein Rollstuhl zur Verfügung.

Ein Rollstuhl ermöglicht einem gehbehinderten Menschen mehr Lebensqualität, da die Beweglichkeit beibehalten oder wiedergewonnen werden kann.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten und Formen von Rollstühlen, dem jeweiligen Zweck und Bedarf des Nutzers angepasst. Im Grundaufbau sind jedoch alle Rollstühle gleich.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Rollstuhl?

Ein Rollstuhl ermöglicht es einem behinderten Menschen, seine Mobilität zu erhalten. Dabei ist er jedoch kein therapeutisches Gerät. Ein Rollstuhl ist eine Hilfe zur Fortbewegung, für den Transport und gegebenenfalls für aktive Vorhaben des betroffenen Nutzers.

Ein Rollstuhl ist ein ergonomisch geformter Stuhl mit zwei großen, seitlichen Rädern und zwei kleinen Stützrädern in der Front. Da jeder Mensch individuell verschieden ist, sollte auch ein Rollstuhl immer individuell fachmännisch angepasst sein. Nach dem persönlichen Bedarf und Nutzungsspektrum sollte das passende Rollstuhlmodell gewählt werden.

Nach den persönlichen Möglichkeiten des Nutzers kann der Rollstuhl entweder manuell angetrieben werden oder durch einen integrierten Elektromotor (Elektrorollstuhl). Am Rückenteil des Rollstuhls gibt es in der Grundausführung zwei Griffe, die das Schieben erleichtern. Weiterhin ist ein Rollstuhl mit Fußstützen versehen, damit der Nutzer dort seine Füße abstützen kann.

Formen, Arten & Typen

Rollstühle gibt es schon seit mehreren Jahrhunderten. 1869 wurde in den USA ein erstes Patent auf einen Rollstuhl ausgestellt. Rollstühle unterscheiden sich nach Rahmenbauart, Antriebsart und spezifischen Verwendungszwecken.

Es gibt Rollstuhlrahmen, die sich entsprechend falten lassen. Der Rahmen ist dann mit einer klappbaren Kreuzstrebe ausgerüstet. In der Konstruktion sind die Lehne und der Sitz aus einem beweglichen Stoffmaterial gefertigt oder die Sitzfläche ist starr und herausnehmbar. Faltrollstühle lassen sich leichter transportieren, sind jedoch deutlich schwerer und haben weniger gute Fahreigenschaften als Rollstühle mit einem starren Rahmen. Bei einem starren Rahmen ist der Rollstuhl schwerer zu transportieren, hat jedoch weniger Gewicht und bessere Fahreigenschaften.

Es gibt Schieberollstühle, die nur für den Transport eines passiven Patienten geeignet sind. Weiter verbreitet sind Greifreifenrollstühle. Sie können durch Handantrieb des Nutzers bewegt werden. Mit einem Trippelrollstuhl ist die Fortbewegung durch das Trippeln der Füße möglich. Zu den Aktivrollstühlen gehören auch die Rollstühle mit Einhandbetrieb. Mit ihnen ist das Selbstfahren mit nur einer Hand möglich. Seltener gebräuchlich sind die Handhebelrollstühle, die durch Hebel- Antrieb funktionieren.

Ist die Funktionsfähigkeit der Arme und Hände eingeschränkt, so kann ein Rollstuhl mit Elektromotorantrieb die Beweglichkeit unterstützen. Neben dem Standardrollstuhl gibt es auch besonders leichte Modelle. Weiterhin gibt es Rollstühle für sportliche Aktivitäten oder spezielle Duschrollstühle für die Körperhygiene. Für besondere Bedürfnisse gibt es außerdem Pflegerollstühle, die ein besonders sicheres oder auch halbliegendes Sitzen ermöglichen.

Aufbau & Funktionsweise

Es gibt sehr viele verschiedene Arten und Formen von Rollstühlen, dem jeweiligen Zweck und Bedarf des Nutzers angepasst. Im Grundaufbau sind jedoch alle Rollstühle gleich.

Ein Rollstuhl besitzt die Funktion, eine Person zu transportieren. Er ist ein Hilfsmittel, das die Restbeweglichkeit des Menschen mit Behinderung so gut wie möglich unterstützen soll. Fahrwerk und Sitzeinheit müssen anhand der individuellen Bedürfnisse des Nutzers gewählt werden.

Ein Rollstuhl besteht aus folgenden Bauteilen: einem Rückengurt und einem Sitzgurt, den Schiebegriffen und den Seitenteilen. Weiterhin besitzt ein Rollstuhl einen Bremshebel beziehungsweise eine Druckbremse, zwei große Antriebsräder und zwei kleinere Lenkräder. An den Antriebsrädern befinden sich gegebenenfalls Greifreifen, wenn ein Handantrieb vorgesehen ist.

Zu den Bauteilen eines Rollstuhls gehören weiterhin eine Fußplatte, Betätigungshebel für die Beinstützenverriegelung, Kreuzstrebe, Radadapter, Steuerkopf und der Rollstuhlrahmen.

Rollstühle können manuell mit Handantrieb fortbewegt werden. Dazu benutzt der Rollstuhlfahrer die Greifreifen, die auf den Antriebsrädern aufgesetzt sind. Gegenüber einem Standardrollstuhl hat ein Leichtgewichtsrollstuhl den Vorteil, mehr Einstellungsmöglichkeiten und verschiedene Ausstattungsmerkmale zu besitzen. Er ist leichter und die Sitzhöhe ist verstellbar.

Weiterhin gibt es Rollstühle mit erweiterten Funktionen und Sondermodelle. Sie können mittels einer Gasdruckfeder zumeist im Rückenwinkel verstellt werden. Oft handelt es sich dabei um reine Schieberollstühle, da sie durch die verschiedenen Komponenten deutlich schwerer sind. Weiterhin werden sie eher für mehrfachbehinderte Rollstuhlnutzer eingesetzt. Diese speziellen Rollstühle sollen die Pflege der Patienten besser ermöglichen.

Die Elektrorollstühle (auch E-Rollis genannt) sind mit einem Motor versehen, mit dem die großen Räder direkt bewegt werden. Sie besitzen zudem eine Steuerung im Hand- oder Kopfbereich, der den Nutzern das Navigieren ermöglicht.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Ein Rollstuhl ist für einen gehbehinderten Menschen oft ein lebensnotwendiges Hilfsmittel, da seine Mobilität gesichert wird und eine entsprechende Fortbewegung überhaupt erst ermöglicht ist. Mittlerweile gibt es Rollstühle für vielfältige Verwendungen, beispielsweise auch Sportrollstühle, Rennrollstühle, Duschrollstühle oder Strandrollstühle.

Jeder dieser Rollstuhltypen ermöglicht es dem Rollstuhlfahrer, so aktiv wie möglich am Leben teilzunehmen. Der Rollstuhl verhindert somit die gefährliche Isolation des gehbehinderten Menschen und spielt deshalb eine enorm wichtige Rolle für die psychische Gesunderhaltung.

Der Rollstuhl kann auch einen therapeutischen Nutzen haben, wenn er vorübergehend als Hilfsmittel eingesetzt wird, bis die Gehfähigkeit eines Patienten wieder hergestellt werden kann. Überwiegend werden Rollstühle jedoch von Menschen genutzt, die dauerhaft gehbehindert sind.

Um sich aktiv mit einem handbetriebenen Rollstuhl fortzubewegen, muss vom Rollstuhlfahrer etwa doppelt so viel Kraft aufgewendet werden wie von einem Radfahrer. In vielen Fällen kommt diese Bewegung und der Kraftaufwand der Gesundheit des Nutzers entgegen.

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