Rispenhirse

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. Dezember 2016
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Die aus Asien stammende Rispenhirse zählt zu den ältesten Getreidearten weltweit. Vor allem in Asien und Nordafrika ist die Rispenhirse heutzutage immer noch eine der wichtigsten Getreidearten. Da sie einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen enthält, wird die Rispenhirse gerne in der Ernährung und auch als Heilmittel angewendet.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Rispenhirse

Die Rispenhirse oder auch Echte Hirse wird der Familie der Süßgräser zugeordnet und gehört zu den ältesten Getreidearten. Sie wurde schon circa 6000 v. Chr. genutzt. Der Name Hirse stammt von dem altgermanischen Wort „hirsi“, welches Sättigung bedeutet. Heute wird sie meist nur noch in Asien und Nordamerika angebaut, da sie in Europa durch den Anbau von Mais und Kartoffeln verdrängt wurde. Im Mittelalter galt diese Getreideart als das „Brot des armen Mannes“ und wurde vielfach verwendet.

Um die Inhaltsstoffe zu entfalten, wird die Hirse erhitzt, gekocht oder geröstet. Die Rispenhirse stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden und kann auch auf sandigen Böden angebaut werden. Sie ist jedoch stark frostanfällig und benötigt wärmere Temperaturen. Die Pflanze wird etwa 0,5 bis 1,5 m hoch und hat herabhängende Rispen, an welchen die Ähren sitzen. Die Körner sind meist weiß oder gelblich gefärbt. Die Blütezeit reicht von Juni bis September.

Wirkung & Anwendung

Die Rispenhirse kann sowohl in der alltäglichen Ernährung als auch als Heilmittel eingesetzt werden. Eine erhebliche Menge der geernteten Hirse wird jedoch auch als Vogelfutter verwendet und in industriell hergestelltem Hunde- und Katzenfutter verarbeitet. Hirse kann sowohl als Schrot, als Korn, als Flocken, als Mehl oder als Spelzen erworben und verarbeitet werden.

Die Rispenhirse enthält Eiweiß, verschiedene Aminosäuren und Fettsäuren, welche über 50 Prozent ungesättigt sind. Vor allem aber ist die Hirse für ihren hohen Anteil an Eisen und Kieselsäure bekannt. Die Kieselsäure stärkt die Knochen, das Bindegewebe und die Haut, sorgt für Nachschub an Hormonen und reguliert den Wasserhaushalt, wodurch der ganze Stoffwechsel positiv unterstützt wird. Zudem verjüngt und entgiftet sie den Körper. Ungeschälte Hirsekörner enthalten wesentlich mehr Vitalstoffe als geschälte Hirse.

Der Name Hirse stammt von dem altgermanischen Wort „hirsi“, welches Sättigung bedeutet.

Da die Hirse keinen Kleber enthält, ist es nicht möglich aus ihr alleine Brot oder Gebäck herzustellen. Sie kann jedoch in Brot oder Gebäck zu anderem Mehl beigemengt oder als Brei zubereitet werden. Dort dient sie meist als Nahrungsergänzung oder wird zur Linderung bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Zudem findet sie auch Verwendung in Wärmekissen. Als Heilpflanze wird sie heutzutage meist gegen Alterserscheinungen und Zivilisationskrankheiten eingesetzt.

Die Braunhirse , welche die rotorangene Form der Rispenhirse darstellt, wird meist ungeschält verkauft und dient als Nahrungsergänzungsmittel bei unterschiedlichen chronischen Leiden. Vor allem bei Arthrose wird Braunhirse meist sehr erfolgreich eingesetzt. Die Braunhirse findet man im Handel meist in Form von Mehl. In einem speziellen Mahlverfahren werden die Randschichten so fein zerkleinert, dass sie gut verdaulich sind. Die Inhaltsstoffe werden dabei nicht zerstört und bleiben somit enthalten. Flocken oder Flakes können über Müslis oder Obstsalaten verstreut werden.

In der Braunhirse sind insgesamt mehr Nährstoffe enthalten als in Goldhirse. Da die Braunhirse sehr fein zermahlen wird, muss sie nicht gekocht oder erhitzt werden und kann somit roh verzehrt werden. Die Braunhirse liefert mit dem enthaltenen Silicium einen sehr wichtigen Mineralstoff, der zum Wachstum der Haare und Fingernägel beisteuert, jedoch auch günstig auf die Gelenke wirkt.

100g Hirse enthalten in etwa 50 mg Silicium. Andere Getreidearten wie Roggen oder Weizen kommen gerade mal auf 9mg Silicium auf 100g. Durch die hemmende Wirkung auf Entzündungen, kann das enthaltene Silicium auch bei entzündlichen Phasen innerhalb von unterschiedlichen Erkrankungen eingesetzt werden.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Da Hirse glutenfrei ist, kann sie vor allem von Personen, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, gezielt eingesetzt werden. Zudem kann die Hirse dadurch, dass sie kein Gluten enthalten, zur diätetischen Ernährung eingesetzt werden. Die Hirse glänzt jedoch nicht nur mit seiner guten Verträglichkeit, sondern auch mit seinem hohen Mikronährstoffgehalt.

Vor allem das enthaltene Silicium, welches sich positiv auf Gelenke, Haut und Haare auswirkt, ist für den Körper von großer Bedeutung. Um langfristig eine Unterversorgung von Silicium zu vermeiden, sollte Hirse in den alltäglichen Speiseplan eingebaut werden. Durch die regelmäßige Einnahme von Hirse, vor allem Braunhirse, können sich bei vielen Menschen unterschiedliche chronische Krankheiten verbessern. Auch Cellulite kann vorgebeugt und die Zahngesundheit verbessert werden.

Die Braunhirse wird jedoch immer wieder als schädlich bezeichnet, da in ihr auch sekundäre Pflanzenstoffe enthalten sind, welche nicht für den Verzehr geeignet sind. Bei diesen Stoffen handelt es sich hauptsächlich um Polyphenole und die Phytinsäure. Allerdings haben diese Stoffe nur negative Auswirkungen, wenn sie in hohen Dosen aufgenommen werden. Werden sie jedoch nur als eine kleine Komponente der Ernährung beigefügt, sind sie unbedenklich.

Zudem sind Polyphenole antioxidativ wirkende Substanzen und tragen somit dazu bei, den Menschen vor freien Radikalen zu schützen. Nach neueren Erkenntnissen soll Phytinsäure außerdem einen krebsschützenden Effekt haben und den Blutzuckerspiegel regulieren. Um die Ernährung zu unterstützen und eine Überdosierung zu vermeiden, sollten in etwa ein bis vier Esslöffel Hirse in Form von Mehl, Flocken oder Flakes pro Tag in das Essen integriert werden.

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