Rippenfellentzündung (Pleuritis)

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Eine Rippenfellentzündung wird auch als Brustfellentzündung oder Pleuritis bezeichnet. Bei dieser Erkrankung entsteht eine Entzündung innerhalb einer dünnen Gewebsschicht zwischen Lunge und Brusthöhle. Diese Schicht nennt man Brustfell bzw. Pleura. Ursache für eine Rippenfellentzündung sind meist vorausgegangene Lungen- oder Bronchialerkrankungen. Typische Anzeichen für eine Rippenfellentzündung sind Schmerzen beim Ausatmen und Einatmen und daraus resultierende Kurzatmigkeit oder gar Atemnot.

Inhaltsverzeichnis

Definition Rippenfellentzündung (Pleuritis)

Von einer sogenannten Rippenfellentzündung – in der medizinischen Fachsprache Pleuritis genannt – spricht man, wenn sich das hauchdünne Gewebe (Pleura genannt) entzündet, welches sich zwischen dem Brustkorb und der Lunge befindet.

Dieses Gewebe umfasst aber nicht nur die Lunge selber, sondern findet sich weitreichend im gesamten Brusthöhlen- und Rippenbereich. Daher verspüren Betroffene bei einer Rippenfellentzündung nicht immer nur im Lungenbereich starke Schmerzen, sondern im gesamten Brustbereich. In manchen Fällen kommt es zu anhaltender Kurzatmigkeit oder sogar zur Atemnot.

Ursachen für Rippenfellentzündung (Pleuritis)

Eine Rippenfellentzündung tritt in den häufigsten Fällen als Folge einer vorhergegangenen Krankheit auf, die den inneren Brustbereich oder die Lunge betraf – beispielsweise nach einer schweren Lungenentzündung, einer schwerwiegenden Bronchitis oder auch einer Tuberkulose, da diese immer sehr viel Zeit zum gänzlichen Ausheilen benötigt.

Während der Krankheitsdauer sammelt sich, aufgrund des bestehenden Krankheitsbildes und der vorkommenden Symptome, meistens Wasser im gereizten Brustraum. In diesem sehr häufigen Fall spricht man medizinisch von einer feuchten Rippenfellentzündung. Jedoch trennen Mediziner diese Art der Rippenfellentzündung strickt von einer sogenannten trockenen Rippenfellentzündung, bei der das Gewebe eher aufgrund der atemtechnischen Anstrengungen und der bestehenden Entzündung befallen wird.

Eine Rippenfellentzündung tritt so gut wie nie als vollkommen eigenständige Erkrankung, also ohne eine entsprechende Krankheit im Vorfeld, auf. Leidet man als Patient unter einer solchen Erkrankung, kann man einer Rippenfellentzündung vorbeugen, indem man während des Krankheitsverlaufs das Immunsystem stärkt.

Symptome

Krankheitsverlauf Rippenfellentzündung (Pleuritis)

Patienten, die unter einer Rippenfellentzündung leiden, klagen meistens zunehmend über Schmerzen beim Husten und Atmen. Dabei beginnt der Schmerz eher unauffällig und steigt dann langsam mit dem Krankheitsverlauf an. In der Anfangsphase der Rippenfellentzündung können viele Betroffene den punktgenauen Schmerzherd noch deuten, später weitet sich der Druck allerdings, oftmals gemeinsam mit der Rippenfellentzündung, auf den gesamten Brustraum aus.

Sprich: Die Patienten klagen über starke Beschwerden in der ganzen Brust und nicht mehr nur im Lungenbereich. Mit dem Voranschreiten der Rippenfellentzündung verstärkt sich auch das Schmerzgefühl. Zu einem späteren Krankheitszeitpunkt klagen viele Menschen, die unter einer Rippenfellentzündung leiden, ebenfalls unter stets anhaltendem Druck im Rippenbereich.

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Behandlung von Rippenfellentzündung (Pleuritis)

Damit eine Rippenfellentzündung wirklich erfolgreich behandelt werden kann, muss sie so schnell wie möglich diagnostiziert werden. Wird die notwendige Therapie zeitnahe begonnen, heilt eine Rippenfellentzündung meistens ohne große Spätfolgen problemlos ab. Die Therapie bei einer Rippenfellentzündung zielt jedoch weniger darauf ab, die Pleuritis selber zu behandeln, sondern die verursachende Grunderkrankung.

Anders sieht es hingegen bei den Beschwerden selber aus: Die auftreten Schmerzen können, nach Absprache mit dem behandelnden Arzt, zum Beispiel mit sanfter Wärme gelindert werden. Außerdem muss eine strickte Bettruhe und Schonung eingehalten werden, da die Patienten bei einer Rippenfellentzündung meistens sehr kurzatmig sind. Medikamente kommen während einer Rippenfellentzündung immer nur dann zum Einsatz, wenn es sich mit der Grundkrankheit verträgt.

Außerdem werden oft Atemtherapien eingeleitet, die das tiefe Durchatmen – auch während der schmerzhaften Rippenfellentzündung – unterstützen sollen. Denn es muss verhindert werden, dass der Patient aus Angst vor Schmerzen nur kurze Atemzüge nimmt. Dadurch könnte das Rippenfell mit dem Brustkorb verwachsen. Ist dies der Fall, ist eine Operation nach der Rippenfellentzündung meistens unumgänglich.

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