Rhinorrhoe

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 6. Oktober 2017
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Rhinorrhoe ist der medizinische Ausdruck für die allgemein bekannte laufende Nase. Ursachen hierfür gehen von der Erkältung oder Allergie, bis zur schweren Kopfverletzung. Es gibt eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten für die akute Rhinorrhoe.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Rhinorrhoe?

Der Begriff Rhinorrhoe stammt aus dem Griechischen und beschreibt so viel wie: Ausscheidung aus der Nase. Dementsprechend würde man Rhinorrhoe im Allgemeinen als ein Ausscheiden von Flüssigkeiten aus der Nase bezeichnen.

Es ist ein häufig eintretendes Symptom von Heuschnupfen und einer normalen Erkältung oder Grippe. Es ist jedoch auch ein Anzeichen für einen Drogenentzug. Hervorgerufen wird die Rhinorrhoe durch eine Entzündung des Gewebes und Gefäße im gesamten Nasenbereich.

Umgangssprachlich wird die Rhinorrhoe auch gerne einfach als laufende Nase bezeichnet. Abgesehen von allergischen Ursachen oder einer Erkältung kann eine Rhinorrhoe jedoch auch mit der Ausscheidung von zerebralen Gewebe verbunden sein; in der Regel ist dies die Folge einer Schädelfraktur.

Ursachen

Die Rhinorrhoe wird nicht einer einzigen, sondern einer Vielzahl von Ursachen zugeschrieben. Dazu gehören:

Allergien: Menschen mit Heuschnupfen wird die laufende Nase sehr bekannt sein. Doch auch andere Allergene wie Tierhaare, Soja, Latex, Getreide etc. können ihre Wirkung in einer Rhinorrhoe zum Ausdruck bringen. In diesem Fall wird sie auch allergische Rhinorrhoe genannt.

Infektion: Sowohl virale als auch bakterielle Infektionen können eine Rhinorrhoe auslösen.

Bronchiolitis: Ist eine virale Infektion in der Lunge, die vor allem bei Kindern ein häufiger Grund für das Einsetzen von Rhinorrhoe ist.

Nebenhöhlenentzündung: Diese tritt häufig bei Erkältungen auf und führt zu Entzündungen und Schwellungen in den Wänden der Knochenhöhlen rund um Nase und Augen.

Scharfes Essen: Gut gewürzte Speisen oder die Dämpfe bestimmter Speisen (bspw. Zwiebeln) führen bei vielen Menschen vorübergehend zu einer vermehrten Produktion von nasalen Ausfluss.

Kopfverletzungen: Auch diese kann zu Rhinorrhoe führen und ist als besonders ernsthaft einzuschätzen.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Die speziellen Symptome der Rhinorrhoe sind ein Indikator für ihre Ursache. Die ärztliche Untersuchung beinhaltet eine Abtastung der Nase und des Gesichts, insbesondere im Bereich der Nasennebenhöhlen. Schon ein leichter Druck auf entzündete Bereiche löst beim Betroffenen ggf. Schmerzen aus.

Die Farbe und Gestalt des nasalen Ausflusses wird ebenso in die Diagnose miteinbezogen. Eventuell wird der Ausfluss auch im Labor analysiert, um die genaue Ursache festzumachen.

Patienten mit einer ausgeprägten Nebenhöhlenentzündung, Diabetes und Erkrankungen, die in Verbindung mit dem Immunsystem stehen, müssen eventuell einer Computertomografie unterzogen werden, um eine genaue Diagnose zu stellen und herauszufinden, ob es sich um eine abheilende oder chronische Rhinorrhoe handelt.

Komplikationen

In den meisten Fällen kommt es bei dieser Beschwerde nicht zu besonderen Komplikationen. Die Rhinorrhoe tritt dabei vor allem während einer Grippe oder einer Erkältung auf und gehört zu den gewöhnlichen Symptomen. Auch nach der Krankheit kann die laufende Nase anhalten und den Alltag des Patienten erschweren. Komplikationen treten in der Regel nur dann auf, wenn die Beschwerde über einen längeren Zeitraum anhält und nicht wieder von alleine verschwindet.

Dabei kann der Betroffene auch an Diabetes oder an einer Entzündung der Nebenhöhlen leiden. Der weitere Verlauf der Erkrankung hängt damit auch stark von der Grunderkrankung ab, sodass eine allgemeine Prognose in den meisten Fällen nicht gegeben werden kann. Im Falle einer gewöhnlichen Erkältung oder Grippe kann die Krankheit mit einfachen Mitteln behandelt und die Beschwerden gelindert werden.

Auch hierbei kommt es nicht zu besonderen Komplikationen oder zu anderen Beschwerden. Weiterhin ist allerdings auch die Behandlung der Grunderkrankung notwendig, um die Beschwerden vollständig einzuschränken. Auch Nasenspülungen können dabei zu einem positiven Krankheitsverlauf führen. Die Lebenserwartung des Betroffenen wird von der Erkrankung in der Regel nicht negativ beeinflusst.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung der Rhinorrhoe ist abhängig von ihrer Ursache. In der Regel benötigt sie keinerlei Behandlung und geht von allein wieder zurück. Es sei denn, sie ist Symptom eines schweren neurologischen oder physischen Problems.

Medizinisch kann Rhinorrhoe behandelt werden mit der Hilfe von Antihistaminen wie die Handelsmarken Claritin®, Zyrtec®, Tylenol®, Tavist®, und Benadryl®. Dekongestiva wie Oxymetazolin und Pseudoephedrinhaben einen ähnlichen Effekt. Diese Mittel stoppen den Ausfluss oder minimieren ihn spürbar. Neben Dekongestiva und Antihistaminen können auch Sympathomimetika zur Behandlung dienen. Der Einsatz von Nasensprays ist ebenso ein bewährtes Mittel bei akuter Rhinorrhoe, sollte jedoch nicht überdosiert werden, da es sonst einen negativen Effekt haben kann.

Sprays und Antihistamine sind in der Regel nicht verschreibungspflichtig, sollten jedoch in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden, um eine effektive Behandlung zu gewährleisten. Durch eine Verdünnung des Ausflusses setzt ebenso eine Erleichterung für den Betroffenen ein. Dies kann erreicht werden durch regelmäßige Nasenspülungen mit einer leichten Salzlösung und einem feuchten Raumklima.

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Vorbeugung

Eine eventuelle Vorbeugung von Rhinorrhoe ist abhängig von den spezifischen Ursachen. Allergiker sind gut damit beraten, den verursachenden Allergenen aus dem Weg zu gehen. Viralen und bakteriellen Infektionen ist schwieriger vorzubeugen. Regelmäßiges Händewaschen und die Vermeidung von Kontakt mit erkälteten Personen kann hilfreich sein. Die Anfälligkeit für Erkältungen, und der damit verbundenen Rhinorrhoe, reduziert man durch eine gesunde Ernährung und einer guten körperlichen Verfassung.

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Quellen

  • Arnold, W.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2011
  • Probst, R., Grevers, G., Iro, H.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2008
  • Reia, M.: Facharztwissen HNO-Heilkunde. Springer, Heidelberg 2009

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