Rettich

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. Dezember 2016
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Rettich genießt insbesondere in der Küche an Bekanntheit. Dabei weist die Knolle heilende Eigenschaften auf, die mittlerweile fast in Vergessenheit geraten sind.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau des Rettich

Rettich wurde bereits von den alten Ägyptern aus medizinischen Zwecken angewendet. Die Errichter der Pyramiden erhielten neben Zwiebeln und Knoblauch auch Rettich, sollte dieser die Gesundheit bewahren. Der Geschmack des Rettichs ist würzig und scharf, weshalb er von Kindern oft abgelehnt wird. Dabei existieren verschiedene Arten an Rettich. Die schwarze Knolle erweist sich am effektivsten gegen die Behandlung von Erkrankungen.

Ursprünglich stammt der Rettich aus dem Mittelmeerraum. Hier konnte er im Norden Afrikas, Europa, Vorderasien bis Pakistan lokalisiert werden. Mittlerweile ist die Kultivierung von Ackerrettich weltweit verbreitet. Bei dem Rettich handelt es sich um eine krautartige Pflanze, die etwa ein bis zwei Jahre überdauert. Abhängig von der Art sind die Wurzeln mehr oder weniger fleischig. Für medizinische Verwendungen wird normalerweise nur der untere Teil der Pflanze verarbeitet. Der oberirdische Part ist häufig unauffällig.

Einige Arten verfügen über vierblättrige Blüten, die weiß, gelblich, rosa oder rot sein können. Zudem befinden sich an einigen Stellen Schoten, die der Vermehrung dienen und weitere Samen des Rettichs enthalten. Der Rettich weist zudem eine Verwandtschaft mit Senf, Rüben und einigen Kohlsorten auf. Die Knollen können verschiedene Farben annehmen wie weiß, rosa oder schwarz.

Wirkung & Anwendung

Der Rettich wird für verschiedene medizinische Zwecke verwendet. Erstmals für die Linderung von Beschwerden wurde die Knolle wahrscheinlich in China genutzt. Die Geschichte des Rettichs in Europa ist hingegen weitgehend unbekannt. Gesammelt wird die Knolle zwischen Frühling und Herbst. Die verschiedenen Arten reifen zu unterschiedlichen Zeitpunkten heran. Dabei sind die Inhaltsstoffe für die nützlichen Eigenschaften des Rettichs verantwortlich.

Bei diesen handelt es sich um Raphanol, Senföle, Mineralstoffe, Magnesium, Vitamine, Enzyme, Glykobrassicin, Senfölglykoside, Linolensäure, Linolsäure, Bor, Brom, Fluor, Phosphor, Kobalt, Mangan, Schwefel und Zink. Gleichzeitig beinhaltet die Pflanze eine hohe Menge an Vitamin C. Auf diese Weise kann sie als Ergänzung zum Vitaminhaushalt angesehen werden. Bei Husten und Schnupfen wirkt der Rettich sich schleim- und krampflösend aus. Die Senföle erhöhen die Produktion von Gallensaft. Dieser wiederum spielt in der Verdauung eine zentrale Rolle. So hilft er zum Beispiel bei dem Zersetzen von Nahrungsfetten für eine bessere Verdaulichkeit.

Ursprünglich stammt der Rettich aus dem Mittelmeerraum. Hier konnte er im Norden Afrikas, Europa, Vorderasien bis Pakistan lokalisiert werden.

Die Anwendung des Rettichs kann auf verschiedene Weise erfolgen. In der Regel wird er pur gegessen. In dünne Scheiben geschnitten lässt die Knolle sich unmittelbar essen, auf einem Brot oder in Kombination mit einem Salat. Das Hinzufügen von etwas Salz nimmt der Knolle ihre Schärfe. Dabei sollte jedoch nicht zu viel Salz verwendet werden. Gegen Husten und andere Atemwegserkrankungen hilft ein Sirup.

Einige Hustensäfte aus der Apotheke weisen bereits Inhaltsstoffe des Rettichs auf. Der Sirup kann jedoch auch eigenständig hergestellt werden. Bei den Zutaten handelt es sich lediglich um einen schwarzen Rettich, Wasser und Zucker. Der hohe Gehalt an Zucker macht die Flüssigkeit zwar haltbar. Sie sollte dennoch zügig aufgebraucht werden, um die Wirksamkeit zu gewährleisten. Für selbstgemachten Rettichsaft wird die Wurzel gerieben und ausgepresst. Im Rahmen einer Rettichkur sollten zunächst täglich 100 Milliliter auf nüchternem Magen getrunken werden.

Die Menge lässt sich konstant steigern, bis nach 3 Wochen etwa 400 Milliliter getrunken werden. Anschließend sollte eine Reduktion erfolgen. Eine solche Kur ist empfehlenswert für Menschen mit Gicht, Rheuma, Frühjahrsmüdigkeit oder Verdauungsschwäche. Rettich löst normalerweise keine Nebenwirkungen oder unangenehmen Begleiterscheinungen aus. Lediglich Menschen mit einem empfindlichen Magen sollten auf größere Mengen der Knolle verzichten.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Rettich hat zahlreiche nützliche Eigenschaften auf die Gesundheit bezogen. In der Regel kommt er zur Behandlung von bestehenden Beschwerden zum Einsatz. Gleichzeitig kann eine Kur aber auch Erkrankungen vorbeugen, insbesondere in den kühleren Monaten. Der hohe Vitamin C Gehalt unterstützt das Immunsystem und sorgt dafür, dass Erreger seltener Erkrankungen auslösen können. In einem Fall von Skorbut eignet sich die Ergänzung mit Rettich ebenfalls. Ein solcher Vitamin-C-Mangel ist in westlichen Ländern jedoch nur sehr selten anzutreffen.

Die Wurzel regt die Produktion verschiedener Verdauungssäfte an, wie zum Beispiel der Gallenflüssigkeit. Auf diese Weise kann die Verdauung in Schwung gebracht werden, Beschwerden wie Verstopfungen und Blähungen erfahren eine Linderung. Die Wirkung gegen Verdauungsbeschwerden ist wissenschaftlich belegt. Insbesondere bei Fettunverträglichkeiten erweist sich die Anwendung von Rettich als nützlich. Gleichzeitig gelingt es den Inhaltsstoffen, bestimmte Bakterien abzutöten. Bei diesen handelt es sich vor allem um Auslöser von Atemwegserkrankungen.

Bei vorliegenden Entzündungen von Atemwegen oder lang anhaltendem Husten kann die Knolle Abhilfe verschaffen. Der Rettich bietet zahlreiche Vorteile im Vergleich zu chemischen Medikamenten. So sind Nebenwirkungen nicht zu erwarten. Personen mit Gallensteinen sollten jedoch auf eine Alternative ausweichen. Dennoch ist der Rettich ein günstiges, natürliches Heilmittel. Verschiedene Tricks helfen dabei, der Wurzel ihre Schärfe zu nehmen. So kann sie beispielsweise in Wasser oder Essig eingelegt werden.

Eine geringe Dosis kann ebenfalls zur Behandlung von Kindern eingesetzt werden, insofern diese die Aufnahme wegen der Schärfe nicht verweigern. Die heilenden Kräfte des Rettichs sind insbesondere als behandelnde Methode von Bedeutung. Die Vorbeugung von Beschwerden ist ebenfalls möglich, wird jedoch verhältnismäßig selten genutzt.

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