Reproterol

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Bei Reproterol handelt es sich um einen Wirkstoff, der in die Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika einzuordnen ist. Zum Einsatz kann Reproterol als Dosieraerosol oder als Injektionslösung kommen und dient in erster Linie zur Erweiterung der Bronchien sowie in dem Zusammenhang oftmals als Asthmatherapie.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Reproterol?

Reproterol gehört zu den Wirkstoffen, die bei verschiedenen Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. In dem Zusammenhang gehört er der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika an. Per Definition wird Reproterol in erster Linie für solche Atemwegserkrankungen eingesetzt, die durch eine Verengung der Bronchien charakterisiert sind.

Zu diesen Erkrankungen gehören vor allen Dingen schweres Asthma bronchiale oder auch die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, kurz COPD. Falls der Wirkstoff über einen längeren Zeitraum hinweg eingesetzt werden soll, wird von den Experten dazu geraten, die Einnahme stets mit einer entzündungshemmenden Therapie zu kombinieren.

Dies kann beispielsweise mit einem Wirkstoff aus dem Bereich der Glukokortikoide erfolgen. Die wesentliche Eigenschaft von Reproterol besteht darin, die Bronchien sehr schnell zu erweitern und auch das Abhusten bei vorhandenem Schleim zu erleichtern.

Pharmakologische Wirkung

Der Wirkstoff Reproterol kann auf der einen Seite in Form einer Injektion in die Blutbahn gelangen, es ist auf der anderen Seite aber ebenfalls eine Anwendung in Form eines Dosieraerosols möglich.

Bezüglich der Wirkung ist - unabhängig von der Art der Anwendung - zu beachten, dass die Dosierung sich sowohl nach Art der Erkrankung als auch nach deren Ausprägung richtet. Die Hauptwirkung von Reproterol basiert als Beta 2-Sympathomimetika darauf, dass die verkrampfte Muskulatur der Bronchien recht schnell entspannt wird. Die Wirkung wird konkret dadurch erreicht, dass an den sympathischen Beta-2-Adrenozeptoren eine Muskelerschlaffung herbeigeführt wird.

Dies wiederum führt dazu, dass sich die Bronchien erweitern und der Patient im Normalfall keine Atemnot mehr verspürt. Ebenfalls wird bewirkt, dass vorhandener Schleim leichter abgehustet werden kann. Ferner kann sich Reproterol durch eine in gewissem Umfang vorbeugende Wirkung gegen Asthma und COPD auszeichnen. Die Halbwertszeit des Wirkstoffs beträgt rund 1,5 Stunden.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Der Arzneistoff Reproterol wird am häufigsten zur Therapie von Asthma bronchiale eingesetzt.

Der Arzneistoff Reproterol wird am häufigsten zur Behandlung von Asthma bronchiale eingesetzt. Oftmals wird er in diesem Zusammenhang mit Cromoglicinsäure kombiniert, sodass sowohl eine Prävention als auch eine Behandlung bestimmter Atemwegserkrankungen möglich ist.

In diesem Fall besteht die Anwendung zum einen aus der bronchialeerweiternden Therapie sowie zum anderen aus einer Basistherapie, die antientzündlichen ist. Es kann demnach festgehalten werden, dass Reproterol bei solchen Atemwegserkrankungen zum Einsatz kommt, bei denen sich eine Verengung der Bronchien als Symptom zeigt.

Dazu zählen nicht nur schwere Asthmaanfälle, sondern zum Beispiel ebenfalls die chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Demzufolge kann der Wirkstoff auch bei vorhandenen Allergien angewendet werden, die sich negativ auf die Bronchien auswirken. Darüber hinaus wirkt das Mittel bei Erkrankungen der Atemwege, die mit einer stärkeren Verschleierung einhergehen. Bei einer chronischen Bronchitis wird Reproterol ebenfalls häufig angewendet.

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Risiken & Nebenwirkungen

Bei nahezu jedem Wirkstoff, mit dem schwerere Erkrankungen behandelt werden können, kann es während der Einnahme zu Nebenwirkungen kommen. Dies trifft auf den Wirkstoff Reproterol ebenfalls zu, wobei gesagt werden muss, dass selbstverständlich keineswegs alle Patienten Nebenwirkungen verspüren.

Zu denjenigen Nebenwirkungen, die während der Anwendung von Reproterol häufig oder gelegentlich auftreten können, gehören in erster Linie Kopfschmerzen, vorübergehendes Herzklopfen oder eine vorübergehende Unruhe. In gleichem Umfang können ebenfalls Muskelkrämpfe oder Muskelzittern auftreten. Neben diesen kann es noch zu weiteren Nebenwirkungen kommen, die allerdings vergleichsweise selten auftreten. Zu nennen sind hier in erster Linie Probleme beim Wasserlassen.

Ferner gibt es noch einige Nebenwirkungen, die sogar nur sehr selten beobachtet werden. Dazu gehören allergische Reaktionen, wie zum Beispiel Juckreiz oder Hautausschlag, eine Verminderung der Blutplättchen sowie eine Entzündung im Bereich der Nieren. Hauteinblutungen oder Gesichtsschwellungen können ebenfalls auftreten. Zudem kann es zu einer Erhöhung der Blutzuckerwerte oder einem verminderten Kaliumgehalt kommen, wobei es bisher keine Angaben zur Häufigkeit dieser Nebenwirkungen von Reproterol gibt.

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