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Raucherbein (Schaufensterkrankheit)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Raucherbein (Schaufensterkrankheit)

Ein Raucherbein wird auch als Schaufensterkrankheit bezeichnet. Sie sind umgangsprachliche Bezeichnungen für eine Arterielle Verschlusskrankheit und treten, wie der Name bereits vermuten lässt, zumeist bei starken Rauchern auf. Statistiken beweisen, dass jeder zehnte Mann über 55 Jahren von dieser Krankheiten betroffen ist. Aber auch bei immer mehr Frauen lässt sich ein Raucherbein nachweisen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Raucherbein

Beim Raucherbein handelt es sich de facto um eine periphere arterielle Verschlusskrankheit der Becken- oder Beinarterien. Da diese bei Rauchern die zweithäufigste Krankheit ist, wird sie auch umgangssprachlich Raucherbein genannt. Eine andere Bezeichnung ist "Schaufensterkrankheit", da bereits nach kurzem Gehen ein schmerzbedingtes Stehenbleiben erforderlich ist.

Beim Raucherbein, um bei dem Begriff zu bleiben, handelt es sich um eine mangelnde arterielle Durchblutung in den Extremitäten (in 90 Prozent der Fälle in den unteren Extremitäten, den Beinen) aufgrund eines Verschlusses der Aorta, der Hautschlagader. Je nach Schweregrad spüren die Betroffenen keine Beschwerden oder die Symptome sind so gravierend, dass eine Amputation in Erwägung gezogen werden muss.

Ursachen für ein Raucherbein

In fast allen Fällen ist eine Arteriosklerose, eine Arterienverkalkung, die Hauptursache für ein Raucherbein, da sie zu arteriellen Verengungen führt. Entzündliche Gefäßerkrankungen sind eher eine Randerscheinung. Die wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung einer Arteriosklerose mit den genannten Folgewirkungen sind das Rauchen, die Zuckerkrankheit, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen. Vererbung spielt hingegen selten eine Rolle.

Durch die arteriellen Verschlusskrankheiten werden bestimmte Regionen des Körpers (wie die Beine) nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Dadurch entstehen Schmerz- oder Schwächegefühle, Taubheitsgefühle oder eine blasse Haut. In diesen Fällen sind die Arterien bereits zu 90 Prozent verkalkt. Daher resultieren auch die unterschiedlichen Wahrnehmungen an Symptomen, denn häufig bemerken die Betroffenen nichts von ihrem Leiden - bis das simple Gehen zur Schmerzquelle wird.

Gefährlich ist, dass sich die arterielle Verengung auch auf Gehirn und Herz auswirken kann. Sehr häufig sind daher Schlaganfälle und Herzinfarkte die Folge, die zum Tod führen können.

Behandlung von Rauchbeinen

Raucherbein

Die Behandlung der Schaufensterkrankheit zielt darauf ab, der Verschlimmerung des Raucherbeins entgegenzuwirken und so Amputationen, Schlaganfälle, Herzinfarkte oder den Tod zu verhindern. Dabei wird an den Ursachen angesetzt: Es wird dringend zum Verzicht auf Nikotin geraten, eine vorliegende Zuckerkrankheit muss behandelt und die Cholesterinwerte gesenkt werden.

Außerdem wird konsequentes Gehtraining verschrieben: Dies bedeutet ein regelmäßiges Gehen bis zur Schmerzgrenze, um diese immer weiter zu hinauszuschieben. Durch das Gehen verbessert sich die Durchblutung des Körpers und es werden neue Kapillare und Blutgefäße gebildet, die das betroffene Bein wieder versorgen können.

Außerdem wirkt die Bewegung auf alle anderen Risikofaktoren positiv: Auf die Diabetes, auf das Cholesterin, den Blutdruck und auf die Lebensqualität durch zunehmende Schmerzlosigkeit. Das Gehen gilt daher als eine der wichtigsten Therapien. Auch medikamentöse oder operative Behandlungsmethoden kommen in Frage: Zum Beispiel das Legen eines Bypasses, Medikamente zur Gerinnungshemmung oder Gefäßdehnungen.

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Vorbeugung von Raucherbeinen

Durch den Verzicht auf Nikotin und fett- oder zuckerreiche Speisen, durch konsequentes Training und die Behandlung bereits gegebener Vorerkrankungen wie Bluthochdruck kann ein Raucherbein gebessert oder schon im Vorfeld vermieden werden.

Die regelmäßige Bewegung durch Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Nordic Walking sind einer der besten Mittel für Gesundheit, da sie auf alle anderen Risikofaktoren positiv einwirken und auch Übergewicht entgegensteuern.

Treten Symptome auf, sollten sich Betroffene umgehend zum Arzt begeben und auf ein mögliches Raucherbein hinweisen.

Je früher die Behandlung einsetzt, umso besser sind die Heilungschancen.

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