Radiologe

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Der Radiologe arbeitet in einem medizinischen Bereich, der mittels elektromagnetischer Strahlen und/oder mechanischer Wellen Diagnosen ermöglicht. Für wissenschaftliche Zwecke sowie im Bereich der Forschung kommt die Radiologie zum Einsatz.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Radiologe?

Der Radiologe ist in der heutigen Zeit ein wichtiger Facharzt im medizinischen Bereich. Durch spezielle Gerätschaften können Diagnosen einfacher abgesichert und therapeutische Maßnahmen schneller eingeleitet werden.

Ursprünglich wurden ausschließlich Röntgenstrahlen zur Diagnostik verwendet. Im Laufe der Jahre hat sich die Technik jedoch weiterentwickelt und heute werden neben den Röntgenstrahlen auch weitere Strahlen wie Elektronen, Gammastrahlen oder andere ionisierenden Strahlen eingesetzt.

Radiologen arbeiten in verschiedenen Teilgebieten wie die diagnostische Radiologie, welche sich in die Neuroradiologie und in die Kinderradiologie unterteilt. Die Strahlentherapie und die Interventionelle Radiologie sind ebenfalls Teilbereiche.

Im Anschluss an ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium kann eine fünfjährige Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie erfolgen. Diese umfasst eine bestimmte Anzahl an Untersuchungen an Kindern und Erwachsenen und schließt mit einer Prüfung zum Neurologen ab.

Behandlungen

Radiologen arbeiten in verschiedenen Teilgebieten wie die diagnostische Radiologie, welche sich in die Neuroradiologie und in die Kinderradiologie unterteilt. Die Strahlentherapie und die Interventionelle Radiologie sind ebenfalls Teilbereiche.

Radiologen arbeiten in den meisten Fällen diagnostisch. Mithilfe von bildgebenden Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen können Krankheitsbilder und deren Ursachen erkannt und entsprechend therapiert werden.

Eine wichtige Rolle spielt der Radiologe in der Notfallmedizin. Gerade bei schweren Verletzungen oder Schlaganfällen muss schnell und gezielt gehandelt werden. Ein Radiologe kann durch die bildgebenden Verfahren die Grundlage für operative Eingriffe schaffen.

Außerhalb der Notfallmedizin erfolgt eine Behandlung durch einen Radiologen meist durch die Überweisung des Hausarztes oder anderer Fachärzte. Liegt beispielsweise der Verdacht einer Tumorerkrankung nahe, wird der Radiologe zur genaueren Abklärung hinzugezogen. Nach Unfällen mit Knochenbrüchen entscheidet der Radiologe, ob eine Operation notwendig ist oder nicht.

Ein weiterer wichtiger Bereich wird durch die Strahlentherapie abgedeckt. Sie wird beispielsweise in der Krebstherapie eingesetzt. Radiologen arbeiten aber nicht nur mit Patienten, sondern auch wissenschaftlich wie beispielsweise in der Forschung. Dies macht ein Fortschreiten der Technik und damit bessere Behandlungsoptionen möglich.

Diagnose- & Untersuchungsmethoden

Radiologen nutzen eine Vielzahl an Geräten zur Diagnostik. Das Bekannteste ist der Röntgenapparat, welcher vorwiegend zur Darstellung des Skelettes genutzt wird. Hiermit lassen sich beispielsweise Frakturen erkennen oder Fremdkörper darstellen. Zur genaueren Diagnostik können Kontrastmittel injiziert werden. Durch diese Substanzen lassen sich festgelegte Bereiche wie Gefäße besser darstellen.

Die wichtigsten Untersuchungen sind hier die Mammographie, die Angiographie (Darstellung der Gefäße), die Urographie (Darstellung der Harn ableitenden Gefäße) und die Durchleuchtung. Die Computertomographie (CT) ist ein weiteres wichtiges Gerät zur Diagnostik. Sie ermöglicht eine präzisere und differenziertere Darstellung der Gewebeschichten und Gefäße. Auch hier werden teilweise Kontrastmittel benutzt. Eine noch bessere Darstellungsmöglichkeit der Weichteile bietet das MRT, wobei der Aufwand und die Kosten höher sind.

Neben diesen großen Geräten nutzt der Radiologe auch Ultraschall und Sonographie. In der Strahlentherapie werden sogenannte Linearbeschleuniger eingesetzt. Dabei wird ein nur ein bestimmter Bereich des Körpers mit ionisierender Strahlung bestrahlt. Dieser Prozess nennt sich Teletherapie. In der Brachytherapie wird die Strahlungsquelle hingegen direkt am oder im Körper getragen.

Beide Therapiemöglichkeiten werden bei gut- und bösartigen Erkrankungen eingesetzt und durch einen Radiologen durchgeführt.

Worauf sollte der Patient achten?

Die Wahl eines Radiologen wird meist durch einen zeitlichen Aspekt beeinflusst. Gerade in diagnostischer Hinsicht sind die verfügbaren Geräte und Ärzte ausschlaggebend und der Patient hat nicht unbedingt die Möglichkeit, selbst einen Radiologen zu wählen.

Natürlich ist auch das Verhältnis zwischen Arzt und Patient wichtig. Dennoch liegt der Fokus in der Radiologie auf den Gerätschaften und der Auswertung der Untersuchung. Die Radiologie ist fast immer nur eine Zwischenstation zwischen Diagnose und Behandlung. Oftmals bekommt der Patient den Radiologen nicht zu Gesicht, da dieser lediglich die Untersuchungsergebnisse auswertet und an weitere behandelnde Ärzte weiterleitet.

Lediglich die Strahlentherapie ist eine längerfristige Angelegenheit. Auch hier sollte das Wohl des Patienten im Vordergrund stehen. Treten Unstimmigkeiten zwischen Arzt und Patient auf, kann dies den Heilungsprozess gravierend beeinflussen. Im Besten Fall hilft ein direktes Gespräch, andernfalls kann ein Arztwechsel helfen.

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