Radieschen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Das Radieschen entstammt der Familie der Kreuzblütengewächse und ist damit eng mit der Familie der Rettiche verwandt. Die rote Knolle der Radieschen hat aufgrund des in ihr enthaltenen Senföls ein scharfes Aroma und wird roh, in Salaten oder als Brotbelag verzehrt.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Radieschen wissen

Ab März sät man die Radieschen aus; hierbei sollte der Samen nicht tiefer als einen Zentimeter in den Boden eingebracht werden. Die einzelnen Pflanzen benötigen genügend Abstand voneinander; bewährt hat sich hier ein Abstand von etwa 15 Zentimeter.

Die Bodenschicht muss mindestens 15 Zentimeter tief sein, damit sich die Wurzeln der Pflanze ausreichend entfalten können. Das Radieschen kann durchaus auch trotz eher frischer Temperaturen ab zehn Grad gedeihen. Zu viel Sonne ist sogar schädlich für das Wachstum der Pflanze. Bereits nach einer Woche keimen sie, sofern der Boden mit ausreichend Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt ist. Ist dies nicht der Fall,so bilden sich nur unterentwickelte und wenig schmackhafte Knollen aus. Grundsätzlich gilt das Radieschen, dessen Name sich vom Lateinischen radix (Wurzel) ableitet, als anspruchslose Pflanze, die kein besonderes Boden-Profil braucht, um zu wachsen.

Radieschen sind ein sehr kalorienarmes Gemüse: 100 Gramm enthalten gerade einmal 14 Kalorien. Größtenteils besteht das Radieschen aus Wasser, aber auch Ballaststoffe sind in der Knolle enthalten, weswegen sie zur Sättigung beiträgt.

Ausreichendes Wässern ist dennoch obligatorisch. Etwa einen Monat nach der Aussaat können die Radieschen-Knollen bereits geerntet werden, so dass die Radieschen mit ihrer Erntezeit ab April in Deutschland zu den ersten regional verfügbaren Gemüse-Sorten des Jahres gehören. Bis September kann das Beet mit Radieschen immer weiter bestellt werden, indem man nach der Ernte einige neue Pflanzen sät. An Anbaunachbarn für Radieschen sind Pflanzen wie Mangold, Bohnen oder Spinat zu empfehlen. Lediglich mit Gurken harmoniert die Radieschenpflanze nicht optimal: Da beide Pflanzen sehr ähnliche Nährstoffe und viel Feuchtigkeit beim Wachsen aufbrauchen, hindern sie sich gegenseitig an der optimalen Entwicklung. Wird das Radieschen nachdem es etwa vier bis sechs Wochen nach der Aussaat reif ist nicht rechtzeitig geernet, so macht sich dies im unangenehmen Geschmack der überreiften Knollen bemerkbar.

85 Prozent der deutschen Radieschen-Ernte stammt aus dem Bundesland Rheinland-Pfalz. Seit dem 16. Jahrhundert gehören Radieschen in Europa auf den Speiseplan, begonnen hat diese Entwicklung im Gebiet des heutigen Frankreichs. Ursprünglich kommt das Gewächs wohl aus China. Am bekanntesten ist die weinrote Sorte, welche wohl als Zierpflanze bereits vor Jahrhunderten in China angebaut wurde. Neben dem roten Radieschen gibt es allerdings auch noch zahlreiche andere Sorten, die man hin und wieder auf dem Markt kaufen kann: Es gibt unter anderem auch gelbe oder weiße Varianten des scharfen Gemüses.

Bedeutung für die Gesundheit

Bei Erkältungen helfen die scharfen, ätherischen Öle des Radieschens den Schleimhäuten bei der Regeneration. Husten und Heiserkeit wird durch den Verzehr gelindert.

Ihre antibakterielle Wirkung kann grippale Infekte sogar vorbeugen und tötet auch weitere Keime ab, die sich im Verdauungstrakt befinden. Da Radieschen die Tätigkeit von Leber- und Galle anregen, können sie einer trägen Verdauung auf die Sprünge helfen. Zudem trägt der Verzehr von Radieschen zur Senkung des Cholesterin-Spiegels bei. Die in Radieschen enthaltenen Senföle stehen zudem im Verdacht, Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen. Je kleiner ein Radieschen ist, desto höher ist die Konzentration des enthaltenen Senföls, und desto mehr gesundheitsförderliche Substanzen nimmt man beim Verzehr auf. In Radieschen aus Freilandanbau ist die Konzentration von Senfölen am höchsten.

Senföle wirken entwässernd und senken somit den Blutdruck; gleichzeitig binden die Senföle Fette, so dass diese unverdaut wieder ausgeschieden werden. Wer Gewicht verlieren möchte, dem steht mit dem Radieschen nicht nur ein kalorienarmer Snack zur Verfügung, sondern er nimmt auch gleichzeitig wichtige und bei der Abnahme unterstützende Substanzen auf.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Radieschen sind ein sehr kalorienarmes Gemüse: 100 Gramm enthalten gerade einmal 14 Kalorien. Größtenteils besteht das Radieschen aus Wasser, aber auch Ballaststoffe sind in der Knolle enthalten, weswegen sie zur Sättigung beiträgt.

Pro 100 Gramm sind gerade einmal zwei Gramm Kohlenhydrate in dem Produkt enthalten und noch weniger Fett. Radieschen sind stattdessen reich an Calcium, Kalium und Phosphor. Auch Eisen und verschiedene weitere Vitamine, wie Vitamin C, sind in Radieschen reichlich enthalten. Für Schwangere stellt das Radieschen einen Folsäure-Lieferanten dar.

Unverträglichkeiten & Allergien

Nur in seltenen Fällen tritt eine Nahrungsmittel- oder gar eine Kontaktallergie zum Radieschen auf. Oft leiden Patienten, die auch auf Rettich allergisch reagieren, auch an einer Radieschenallergie. Hier ist ein vollständiger Verzicht auf das Nahrungsmittel angebracht.

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Einkaufs- & Küchentipps

Radieschen sind das ganze Jahr über verfügbar; zu diesem Zweck pflanzt man in den unterschiedlichen Jahreszeiten unterschiedliche Sorten, die trotz der jeweiligen Witterungsbedingungen gedeihen können.

Teilweise findet der Anbau auch im Gewächshaus statt. Am wohlschmeckendsten sind Radieschen aus dem Freilandanbau: Sie haben das intensivste Aroma. Wer auf Bio-Radieschen setzt, minimiert das Risiko, beim Verzehr der Knollen giftige Substanzen wie Pestizide aufzunehmen. Die Haltbarkeit von Radieschen ist begrenzt; schon nach wenigen Tagen beginnen die Blätter der Pflanze zu welken, die Radieschen bilden aufgrund der Austrocknung Dellen. Der Verzehr sollte bereits vor diesen Erscheinungen erfolgen, vom Kauf bereits gealterter Knollen ist abzuraten.

Die Alterungserscheinungen bei der Knolle lassen sich nach dem Kauf etwas hinauszögern, wenn man die Radieschen im Kühlschrank in ein feuchtes Tuch einschlägt oder aber in eine kleine Schale mit Wasser legt. So trocknet das Gemüse nicht aus und bleibt länger frisch. Auch die Blätter sollte man im Zuge der Lagerung vollständig entfernen, damit diese der Knolle ebenfalls keine Flüssigkeit mehr entziehen können. Spätestens drei Tage nach dem Kauf haben die Radieschen das Ende ihrer Mindesthaltbarkeit jedoch erreicht.

Zubereitungstipps

Radieschen können unverarbeitet und roh gegessen werden. Ein Schälen der Knolle ist nicht erforderlich; lediglich sollte die Knolle vor dem Verzehr gründlich abgewaschen werden. Etwas Salz mildert die Schärfe und macht Radieschen aromatischer. Fein geschnitten, kann Radieschen auf ein belegtes Brot gegeben werden.

Auch in Salaten macht sich die weinrote Knolle gut: Am besten schmeckt sie hier in gehobelter oder dünn geschnittener Form mit etwas Essig, Öl, Pfeffer und Salz. Gekocht werden sollten Radieschen jedoch nie, sie verlieren dann ihren Geschmack. Höchstens ein kurzes Anbraten im Wok verkraften sie; dann aber ergänzen sie viele asiatische Gerichte gut. Auch die Blätter der Radieschenpflanze können als Salat verzehrt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Verarbeitung des Radieschens in einem Smoothie.

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