Rückenschule

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 24. November 2016
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Der Begriff Rückenschule bezeichnet spezielle Kurse und Seminare, in denen den Teilnehmern vermittelt wird, wie sie auf Dauer Rückenschmerzen reduzieren und/oder vorbeugen können. Diese Kurse richten sich an unterschiedliche Zielgruppen und werden so beispielsweise auf Kinder, Rentner oder Menschen mit chronischen Rückenerkrankungen zugeschnitten. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen einmal jährlich die Teilnahme an einer Rückenschule.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Rückenschule?

Eine Rückenschule ist ein Kurs, der sich an Menschen richtet, die an chronischen Rückenbeschwerden leiden oder Rückenschmerzen effektiv vorbeugen wollen.

In diesem Rahmen werden beispielsweise Übungen durchgeführt, die im Alltag anwendbar sind und das Risiko regelmäßig auftretender Rückenprobleme minimieren sollen. Auch Ratschläge für bestimmte Alltagssituationen wie das Einkaufen oder das Sitzen im Büro werden in einer Rückenschule erteilt. Geleitet wird ein solcher Kurs aus einem Leiter, der über eine fachgerichtete Ausbildung verfügen sollte (beispielsweise eine ärztliche oder physiotherapeutische Laufbahn).

Angeboten werden Rückenschulen entsprechend von Ergo- oder Physiotherapeuten oder auch von Fitnessstudios. Sie sind auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtet und werden dementsprechend inhaltlich auch auf diese abgestimmt. Die Teilnahme an einer solchen Rückenschule wird einmal jährlich von den gesetzlichen Krankenkassen mit bis zu 80 % bezuschusst.

Funktion, Wirkung & Ziele

Rückenschulen haben den Zweck, die Rückengesundheit der Kursteilnehmer dauerhaft zu erhalten oder wiederherzustellen bzw. Rückenprobleme zu lindern, wenn bereits chronische Beschwerden vorliegen.

Experten empfehlen die Teilnahme an einem entsprechenden Kurs, wenn bereits Rückenschmerzen in der Krankengeschichte aufgetreten sind, wenn Risikofaktoren wie Übergewicht oder eine besonders schwere körperliche berufliche Tätigkeit bestehen oder wenn regelmäßige bzw. bereits chronische Rückenschmerzen auftreten. Daran orientiert, an welche Zielgruppe sich der jeweilige Kurs richtet, werden dabei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.

Grundsätzlich haben allen Rückenschulen aber gemeinsam, dass die Teilnehmer im Hinblick auf Rücken schädigende Haltungen oder Bewegungsabläufe im Alltag sensibilisiert werden sollen. Auch eine Verbesserung des individuellen Körpergefühls soll auf diese Weise erreicht werden. Besonders bei Personengruppen, die beruflich oder auch privat viel sitzen, soll das Bewusstsein vermittelt werden, dass Bewegung wichtig und notwendig ist, um die Gesundheit nicht nur des Rückens, sondern des gesamten Organismus zu erhalten bzw. das Befinden zu verbessern.

Der Begriff Rückenschule bezeichnet spezielle Kurse und Seminare, in denen den Teilnehmern vermittelt wird, wie sie auf Dauer Rückenschmerzen reduzieren und/oder vorbeugen können.

Aus diesem Grund werden bei einer Rückenschule nicht nur körperliche Übungen durchgeführt, sondern auch theoretische Beratungen vorgenommen. Welche Inhalte im einzelnen Kurs genau vermittelt werden, hängt von der Zielgruppe und der Qualifikation des Kursleiters ab. Rückenschulen für Kinder werden beispielsweise spielerischer aufgebaut, während solche für Senioren etwa auf altersbedingte körperliche Einschränkungen Rücksicht nehmen.

Oftmals gibt die Teilnahme an einer Rückenschule Anlass dazu, die Lebensgewohnheiten des Einzelnen zu ändern. Nicht selten werden daher auch Entspannungsmethoden oder Methoden zur Stressbewältigung vermittelt, da die Ursachen für Rückenbeschwerden nicht immer organischer Natur sind.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die Teilnahme an einer Rückenschule soll dazu beitragen, Schmerzen bzw. Risikofaktoren zu verringern und das Wohlbefinden der jeweiligen Personen zu verbessern.

Wenn bereits Schädigungen durch vorhergehende Rückenerkrankungen bestehen, muss allerdings bei körperlichen Übungen genauestens darauf geachtet werden, dass diese auch für den einzelnen Teilnehmer geeignet sind. Die Bewegungsabläufe und die Intensität der Übungen müssen daher auf das Krankheitsbild abgestimmt sein, damit es nicht zu einer Verschlimmerung der Beschwerden kommt.

Das Risiko einer solchen Fehlbelastung und eventueller danach auftretender zusätzlicher Rückenbeschwerden wird deutlich verringert, wenn die Rückenschule tatsächlich von einer entsprechend ausgebildeten und erfahrenen Person geleitet wird. Daher werden auch nur Kurse von den Krankenkassen bezuschusst, bei denen nachgewiesen werden kann, dass sie von einem Arzt, einem Sportlehrer oder einem Therapeuten mit entsprechender Zusatzqualifikation durchgeführt werden.

Übungen, die von unausgebildeten Personen veranlasst werden, können mehr Schaden im Rückenbereich der Teilnehmer anrichten, als einen tatsächlichen Nutzen zu haben. Wer an einer Rückenschule teilnehmen möchte, sollte daher vorab genau in Erfahrung bringen, wer den jeweiligen Kurs leitet und über welche Qualifikationen er genau verfügt. Nur fachgerecht durchgeführte Übungen können den Rücken wirklich entlasten und so das Befinden des Teilnehmers entscheidend verbessern.

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