Quendel-Sandkraut

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. Dezember 2016
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Das Quendel-Sandkraut zählt zur Gattung der Sandkräuter. An welchen Standorten gedeiht das Quendel-Sandkraut besonders gut? Wie findet es in unserer Gesellschaft Anwendung?

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau von Quendel-Sandkraut

Das Quendel-Sandkraut ist häufig auch unter dem Namen Thymianblättriges Sandkraut oder Wilder Thymian bekannt. Das Sandkraut wird in die Familie der Nelkengewächse und Lippenblütler eingereiht. Beheimatet ist die Pflanzenart in den größten Teilen von Europa und teilweise in Asien. Aber auch in Nordamerika und Australien ist das Quendel-Sandkraut vereinzelt zu finden. Am besten gedeiht es an trockenen und sandigen Stellen, wie an Wegrändern, auf Mauern oder an Ackerrändern.

In alpinen Lagen gedeiht sie gut und ist für eine Auspflanzung an einer vollen Sonnenlage geeignet. Die ein- bis zweijährige Pflanze wächst bis in den Winter, bevorzugt aber im Herbst. Der Stängel ist stark verzweigt und sie erreicht eine Wuchshöhe von zehn bis 15 Zentimetern, in wenigen Fällen bis zu 30 Zentimetern. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet und haben die Form von einem Ei. Die gesamten Teile der Pflanze sind kurz und rau behaart.

Am Ende des Stängels bilden sich kurze, gestielte Blüten, die zwischen Mai und September erblühen. Meist sind nur wenige der Blüten gleichzeitig geöffnet. Eine der Blüten besteht aus fünf Kronblättern und die Farbe der Blütenblätter variiert von Weiß bis zartrosa und violett. Aus den Blüten entwickeln sich im Herbst Kapselfrüchte, die den Samen enthalten.

Wirkung & Anwendung

Das thymianblättrige Sandkraut ist der „wilde Bruder“ des Thymians, wie der Name schon vermuten lässt. So ist auch die Heilwirkung des Quendel-Sandkrautes der des Thymians sehr ähnlich. Die Wirkung des Quendel-Sandkrautes ist sehr umfangreich, aber vor allem bei einer Erkrankung der Atemwege kommt das Heilkraut zum Einsatz.

So hat schon im Mittelalter die Verwendung eine große Rolle gespielt und Hildegard von Bingen behandelte schon Menschen mit Erkrankungen der Bronchien oder bei Unterleibsbeschwerden.

Verwendete Pflanzenteile sind ausschließlich die Blätter. Die antibiotische und entzündungshemmende Wirkung des Sandkrautes bekämpft somit Husten und Erkältungen. Die Blätter der Quendel-Sandkrautes werden mit kochendem Wasser übergossen. Bevor der Tee abgeseiht wird, ziehen die Blätter fünf Minuten. Der Tee kann zusätzlich mit etwas Honig gesüßt werden.

Das Sandkraut wird in die Familie der Nelkengewächse und Lippenblütler eingereiht.

Ein besseres Ergebnis der Behandlung wird aber erzielt, wenn der Tee ungesüßt getrunken wird. Getrunken wird der Tee in kleinen Schlucken. Eine Tasse dieses Tees kann bis zu dreimal am Tag getrunken werden. Eine andere Möglichkeit zur Heilung ist, die Dämpfe, die nach einem Aufguss entstehen, zu inhalieren. Da auch eine krampflösende Wirkung besteht, eignet sich eine Anwendung auch bei Reizhusten und Asthma. Der Schleim löst sich und kann besser abgehustet werden.

Enthalten sind im Quendel-Sandkraut auch ätherische Öle und in Kombination mit den Bitterstoffen stärkt die Einnahme die Verdauungsorgane. Bei Blähungen und Sodbrennen erzielt das Trinken des Tees eine positive Wirkung. Bei Krämpfen während der Menstruation wirkt die Einnahme krampflösend.

Bestehen Verletzungen des Bewegungsapparates, wie zum Beispiel eine Verstauchung oder eine Quetschung, so wird das Quendel-Sandkraut in Form von einer Tinktur auf die betroffene Stelle gerieben. Bei Rheuma oder einem Hexenschuss hilft ebenfalls ein Einreiben der betroffenen Körperregion. Bei der Herstellung der Tinktur wird das Quendel-Sandkraut mit Schnaps übergossen und zieht zwischen sechs und zehn Wochen in einem dunklen Glas.

Ab und zu wird die Tinktur umgerührt und nach der Ziehzeit in Fläschchen abgefüllt. Äußerliche Hautprobleme, wie entzündete Wunden und Ekzeme, können mit Quendel-Sandkraut behandelt werden. Ein Bad mit dem Sandkraut oder als Kompresse auf die Stelle aufgelegt, erzielt es eine schnelle und sanfte Therapie.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Bei einer möglichen Einnahme von Quendel-Sandkraut sollten Sie ausreichend informiert sein. Während einer bestehenden Schwangerschaft sowie in der Stillzeit ist es nicht ratsam Quendel-Sandkraut anzuwenden. Das gilt auch für Kinder unter 12 Jahren. Hier sollte im Vorfeld ein Arzt oder ein Apotheker über eine mögliche Behandlungsmethode konsultiert werden.

Ausschließen sollten Sie ebenfalls allergische Reaktionen oder Überempfindlichkeiten gegenüber Thymian, da eine Kreuzallergie bestehen könnte. Nebenwirkungen, die eintreten könnten, sind unter anderem Hautausschläge, Luftnot oder Schwellungen. Bei einer überhöhten Dosis können Magen- und Darmbeschwerden, sowie Übelkeit und Erbrechen auftreten. Grundsätzlich ist es empfohlen nach einer Therapie, die schon über sechs Wochen andauert, eine Pause einzulegen. So kann sich der Körper erholen. Bei der Einhaltung des vorgegeben Gebrauches sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Bei Beschwerden, die nach der Therapie andauern, oder die sich verschlimmern, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um mögliche andere Erkrankungen auszuschließen. Wird das Quendel-Sandkraut als Küchenkraut verwendet, sind keinen Nebenwirkungen erkennbar, da die Dosierung sehr gering ist. Eine besondere Bedeutung hat das Quendel-Sandkraut in Form von Tees eingenommen. Gekauft werden können diese in der Drogerie, in der Apotheke oder in Reformhäusern.

Über viele Online-Shops wird das Quendel-Sandkraut ebenfalls vertrieben. Die frostresistente Pflanze kann auch als Samen erworben werden. Besonders in Steingärten ist das Quendel-Sandkraut vorzufinden, da dort die perfekten Bedingungen für das Überleben gegeben sind. Da das Quendel-Sandkraut in der Heilmedizin häufiger eingesetzt wird als der Thymian, ist er als Saatgut und als Pflanze verbreiteter und nicht schwer auf dem Markt zu finden. Achten Sie beim Kauf stets auf sehr gute Qualität.

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