Pulsuhr

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Als Pulsuhr wird ein Herzfrequenzmessgerät bezeichnet. Es ist in der Lage, die Anzahl der Schläge, die das Herz pro Minute abgibt, zu messen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Pulsuhr?

Bei Pulsuhren handelt es sich um spezielle Geräte zur Messung der Herzfrequenz. Sie wurden 1983 eingeführt und sind auch als Brustgurte oder Pulsmesser bekannt.

Zum Einsatz kommen die Pulsuhren in erster Linie bei Profi- und Freizeitsportlern. Sie dienen dazu, die Qualität des Trainings zu steigern. Aber auch für den Gesundheitsbereich sowie Fitness und Wellness sind Pulsuhren von großem Interesse. So tragen die Herzfrequenzmessgeräte zu einem positiven Ablauf des sportlichen Trainings bei und wirken einer Gefährdung der Gesundheit entgegen.

Formen, Arten & Typen

Die gebräuchlichste Form einer Pulsuhr ist der Brustgurt. Dabei handelt es sich um einen Gurt, den der Träger um die Brust herum anlegt. Die Messung der Herzfrequenz erfolgt durch zwei integrierte Hautelektroden. Der Brustgurt nimmt die Impulse auf, deren Abgabe über die Haut stattfindet.

Damit der Hautwiderstand möglichst gering bleibt, bedarf es zwischen der Haut und den Elektroden etwas Feuchtigkeit. Diese wird im Rahmen von sportlichen Betätigungen durch die Ansammlung von Schweiß unterhalb des Gurtes gebildet. Geschieht dies nicht, ist es möglich, die Elektroden mit ein wenig Wasser oder Elektrodengel zu befeuchten. Zur Anwendung kommt der Brustgurt in erster Linie bei Ausdauersportarten zur Vermeidung von Überbelastungen.

Eine Alternative zum mobilen Brustgurt stellen stationäre Herzfrequenzmesser dar, die in Sportgeräten eingebaut sind. Sie nehmen die Herzfrequenz mithilfe von zwei Elektroden auf. Dazu muss der Sportler sie jedoch mit seinen Händen umfassen. Bei anderen Pulsuhren wird die Herzfrequenz über die Ohrläppchen registriert. Allerdings eignen sich diese beiden Verfahren nicht für Bereiche, die sich an sportlicher Höchstleistung orientieren.

Da der Brustgurt die Bewegungsfähigkeit des Benutzers beschränkt, gibt es mittlerweile auch Pulsuhren ohne Brustbefestigung. Die Präzision der Messgeräte ist ähnlich hoch wie bei den Brustgurten. Das Messen wird durch das Auflegen des Daumens oder Fingers auf einen Sensor vorgenommen. Sinnvoll sind diese Geräte jedoch eher für die Verwendung an einem Heimtrainer.

Seit 2013 gibt es auch eine Pulsuhr, die optisch tatsächlich einer Armbanduhr ähnelt. Wie eine Uhr wird sie ebenfalls um den Arm geschnallt. Das Gerät kann die Messung kontinuierlich ohne einen Fingersensor oder einen Brustgurt vornehmen und die Herzfrequenz angeben. Allerdings gilt das neue Modell noch nicht als zuverlässig genug.

Aufbau & Funktionsweise

Zum Einsatz kommen die Pulsuhren in erster Linie bei Profi- und Freizeitsportlern. Sie dienen dazu, die Qualität des Trainings zu steigern.

Pulsuhren sind mittlerweile mit zahlreichen verschiedenen Funktionen ausgestattet. Neben der Messung der abgegebenen Herzschläge in der Minute können sie zum Beispiel die verbrauchten Kalorien berechnen, Schritte zählen, den zurückgelegten Höhenunterschied messen, sowie Temperaturen und Belastungen ermitteln. Wird der gewünschte Herzfrequenzbereich überschritten oder unterschritten, löst die Pulsuhr auch einen akustischen Alarm aus.

Die Energieversorgung von Brustgurten findet in der Regel durch eine Lithium-Knopfzelle statt. Zur Übertragung des jeweiligen Herzfrequenzwertes erfolgt die Abgabe eines VLF-Funksignals, das über eine geringe Reichweite verfügt. Zum Empfangen und Auswerten der Daten verfügt die Pulsuhr normalerweise über einen Kleinstrechner, der die Form einer Armbanduhr aufweist. Des Weiteren gibt es hochwertige Fahrradcomputer, die das Signal des Brustgurtes empfangen und analysieren können.

Bei der Auswahl einer Pulsuhr gilt es, auf das Vorhandensein wichtiger Grundfunktionen zu achten. So sollten sich in das Gerät persönliche und biometrische Daten eingeben lassen. Dazu gehören Geschlecht, Lebensalter, Trainingshäufigkeit, Trainingsziele und Fettanteile. Des Weiteren muss der Pulsmesser über eine EKG-genaue Anzeige verfügen und die Herzfrequenz in einen Minimalpuls und einen Maximalpuls unterteilen können. Ebenfalls von Bedeutung sind die Bestimmung der Trainingsdauer, die Anzeige der Kalorien in kcal, sowie das Aufzeichnen der unterschiedlichen Trainingseinheiten. Wichtig ist, dass der Benutzer über sämtliche relevanten Daten für ein effektives Training verfügt und sich diese analysieren lassen.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Der gesundheitliche Nutzen von Pulsuhren ist unterschiedlich, da sie zu den verschiedensten Zwecken zum Einsatz gelangen. Die meisten Benutzer verwenden Pulsmesser für eine optimale Fettverbrennung beim Laufen. Dagegen nutzen Profis die Geräte eher dazu, eine Leistungsdiagnostik zu erstellen.

In den warmen Sommermonaten sind Pulsuhren sehr nützlich, da sie das ungesunde Übersteigen der Leistungsgrenze verhindern können. So fällt die körperliche Belastung bei höheren Temperaturen deutlich stärker aus als wenn es weniger warm ist. Dies gilt auch bei gleichen Wegstrecken. Im Falle einer Überlastung wird jedoch rechtzeitig von der Pulsuhr Alarm gegeben.

Besonders zu empfehlen ist eine Pulsuhr für Sportanfänger oder Menschen, die nur ein geringes Gespür für ihren Körper haben. Ebenso kann ein Herzfrequenzmessgerät für untrainierte Personen, Läufer, die nur gelegentlich unterwegs sind, oder Übergewichtige sinnvoll sein. Andererseits eignet sich ein Pulsmesser auch für fortgeschrittene Läufer, die ihre Leistung weiter steigern möchten.

Mithilfe einer Pulsuhr lassen sich die Grenzen verschiedener Belastungsbereiche positiv beeinflussen. Dabei kann es sich um das Verbrennen von Fett, eine maximale Belastung oder das Erzielen einer wettkampfspezifischen Ausdauer handeln.

Bei allem positiven Nutzen von Pulsuhren sollte jedoch bedacht werden, dass die Reaktionen des Körpers auf physische Belastungen überaus unterschiedlich ausfallen. Außerdem lassen sich durch das Messen der Herzfrequenz nur in beschränktem Maße Rückschlüsse auf den Verbrauch von Fett und Energie ziehen. So können die Messgeräte das sorgfältige Beobachten des Organismus nicht ersetzen. Dennoch hilft die Pulsuhr ungeübten Sportlern dabei, riskante Fehleinschätzungen zu vermeiden.

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