Puls messen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Puls im Auge behalten. Erhöhter Puls bedeutet erhöhtes Risiko.

Der Puls beschreibt in der Medizin die, vorrangig qualitativen, Auswirkungen von Herzaktionen auf die direkte Umgebung und weiter entfernte Regionen vom Körper, welche wiederum durch das Gefäßsystem erreicht werden. Damit können unter anderem Rückschlüsse auf die Effektivität der Herzaktionen und ihre Regelmäßigkeit getroffen werden, aber auch auf das Füllvolumen der Gefäße und den absoluten Druck in diesen. Nicht nur wird der Puls dabei in insgesamt drei Variationen unterschieden, auch differenzieren Mediziner zwischen der Qualität und der Quantität des Pulses.

Die Pulsarten & -variationen

Um Variationen und Arten vom Puls unterscheiden zu können, muss man verstehen, dass dieser immer eine Fortleitung von Herzaktionen durch Gefäße beschreibt - auch nicht-Medizinern bekannt durch pochende und klopfende Geräusche. Werden die Herzaktionen rückwärts beziehungsweise gegen den Blutstrom weitergeleitet, spricht man von einem retrograden Puls, während die Vorwärtsbewegung mit dem Blutstrom als anterograder Puls bezeichnet wird.

Eine retrograde Fortleitung hat direkten Einfluss auf den Venenpuls, während der arterielle Puls durch eine anterograde Fortleitung bestimmt wird. In der Medizin wird der Puls in drei offizielle Variationen unterschieden.

Der Puls lässt sich auf unterschiedliche Weise und mit verschiedenen Geräten messen. Die traditionelle Messung findet am Handgelenk daumenseitig oder an der Halsschlagader statt.

Der Venenpuls ist von Natur aus schwächer und wird durch mehrere Faktoren bestimmt, beispielsweise die Körperlage, Atmung und die Auslastung des Körpers. Der Paradoxe Puls ist seltener und tritt nur dann auf, wenn ein unregelmäßiger Abfall der Blutdruckamplitude festgestellt werden kann. Der kann ein Anzeichen für einen lebensbedrohlichen Zustand sein. Der Ruhepuls ist die am meisten "abgenommene" Variante vom Puls. Seine Frequenz variiert je nach Alter, Krankheitsbild und Auslastung.

Ein gesunder erwachsener Mensch verfügt über einen durchschnittlichen Ruhepuls von ungefähr 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Bei trainierten Sportlern liegt dieser bei ungefähr 40 Schlägen pro Minute, da das Lungenvolumen aufgrund regelmäßiger sportlicher Aktivität stark erhöht ist.

Den Puls messen - & warum sich das lohnt

Der Puls lässt sich auf unterschiedliche Weise und mit verschiedenen Geräten messen. Die traditionelle Messung findet am Handgelenk daumenseitig oder an der Halsschlagader statt. Seltener sind Messungen in der Kniekehle, an der Leiste oder an der Bauchaorta.

Durch den Einsatz von Pulsuhren kann sowohl eine dauerhafte als auch eine punktuelle Messung vollzogen werden. Der große Vorteil der praktischen Uhren, die sich optisch kaum von einer klassischen Armbanduhr unterscheiden, ist ihre Handlichkeit und ihr leichtes Gewicht. Daher werden Pulsuhren zum Beispiel von Beurer besonders gern von Sportlern beim Training eingesetzt, um sowohl ihre durchschnittliche als auch die maximale Herzfrequenz zu messen. Die Ergebnisse liefern unter anderem einen Überblick über den Grad der körperlichen Auslastung und über die Fettverbrennung.

Auch für Menschen mit bekannten Herzproblemen sind Pulsuhren empfehlenswert, um extreme Veränderungen bei der Herzfrequenz frühzeitig zu bemerken. Hochwertige Uhren liefern eine EKG-genaue Herzfrequenzmessung und gelten als ausgesprochen verlässlich. Wurde ein zu hoher Puls bemerkt, der nicht durch körperlich starke Auslastung zustande kommt, muss diesem mit einigen wirksamen Methoden entgegengewirkt werden. Dafür bieten sich zum Beispiel die folgenden Mittel an:

  • hinlegen, körperliche Auslastung auf ein Minimum reduzieren und entspannen
  • den Verstand durch angenehme Vorstellungen beruhigen
  • Atmung gezielt verlangsamen

Bleibt der Puls dennoch auf drastischer Höhe, sollte ein Mediziner aufgesucht werden. Bei Patienten mit Herzproblemen (oder derartigen Problemen im Familienstamm) ist besondere Vorsicht geboten.

Pulsuhren können dann als präventives Element und als ein weiteres Instrument zur Überwachung eingesetzt werden. Auch wenn sie eine medizinische Überwachung nicht ersetzen, bieten sie ihren Trägern weitere Sicherheit und können bereits erste Anzeichen liefern, wenn Herzprobleme akut werden können.

Liegt kein bekanntes Herzproblem vor und kann auch nicht diagnostiziert werden, empfehlen sich weitere Untersuchungen durch einen Mediziner. Auch Stress oder psychosomatische Probleme können in einem erhöhten Puls resultieren. Während die Pulsuhren der Allgemeinheit also vorwiegend als ergänzendes Instrument für Sportler, allen voran Läufern und Extremsportlern, bekannt sind, bieten die nützlichen Helfer am Handgelenk durchaus noch zahlreiche andere Vorteile. Die medizinisch nahezu exakte Messung der Uhren trägt maßgeblich dazu bei.

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