Puls

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 10. November 2016
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Ein Mensch wird grundsätzlich ein Leben lang von seinem eigenen Puls bzw. Herzschlag begleitet. Pro Tag leistet das Herz einer gesunden Person mehr als 100.000 Schläge. Für den menschlichen Körper erweist sich der Puls darüber hinaus von wesentlicher Bedeutung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Puls?

In der modernen Medizin bezeichnet man die einzelnen Bewegungen der Gefäßwände als Puls. Sowohl die mechanischen Ausdehnungen als auch die mechanischen Kontraktionen der Gefäßwände werden im Rahmen der Definition einer näheren Betrachtung unterzogen.

Für die einzelnen Bewegungen zeichnen sich in erster Linie relativ große Druckwellen verantwortlich. Diese Druckwellen werden im Rahmen der regulären Herztätigkeit verursacht. Als Puls werden in der modernen Medizin jedoch auch die Gefäßausdehnungen bezeichnet, welche im Bereich von bestimmten Körperregionen erfasst werden können.

Puls messen, auswerten & untersuchen (gesunder Puls)

Damit der Puls zuverlässig bewertet werden kann, wird unter anderem die Pulsfrequenz einer näheren Betrachtung unterzogen. Mit dem Begriff der Pulsfrequenz wird in der modernen Medizin die Anzahl der Schläge pro Minute bezeichnet.

Neben der Pulsfrequenz spielen jedoch auch der Pulsrhythmus sowie die Pulsqualität eine wesentliche Rolle im Rahmen der Pulsmessung. Die eigentliche Pulsmessung kann sowohl manuell als auch elektronisch erfolgen. Sofern eine manuelle Messung in Erwägung gezogen wird, kann diese an verschiedenen Stellen des Körpers in Angriff genommen werden. So ermittelt die untersuchende Person die Tätigkeit einer Arterie beispielsweise im Schläfenbereich durch den Einsatz ihrer Fingerspitzen.

Die manuelle Messung kann aber auch im Bereich der Achselhöhlen oder direkt am Handgelenk durchgeführt werden. Neben dem Hals bieten jedoch auch die Kniekehlen sowie die Rücken der Füße geeignete Stellen zur Pulsmessung. Im Rahmen der elektronischen Pulsmessung kommt in der Regel ein Ohrclip zum Einsatz. Nicht selten wird auch ein Fingerclip verwendet.

Je nach Alter wird ein Puls zwischen 60 und 140 Schlägen als normal angesehen. Medizinischen Studien zufolge ist der Pulsschlag bei Frauen deutlich höher als bei Männern. Gleichermaßen ist der Puls in den Venen deutlich schwacher als in den Arterien. Darüber hinaus kann ein besonders hohes Maß an körperlicher Betätigung den Pulsschlag spürbar verlangsamen.

Funktion, Wirkung & Aufgaben

Dem Puls wird in der modernen Medizin ein besonders hohes Maß an Beachtung geschenkt. So lässt beispielsweise eine veränderte Pulsfrequenz erste Rückschlüsse auf eine schwerwiegende Grunderkrankung zu. Darüber hinaus können sich beispielsweise erhöhte Blutfettwerte negativ auf den Pulsschlag auswirken. Ein veränderter Puls wird in den meisten Fällen auch als ein erstes Anzeichen für eine schwerwiegende Herzerkrankung angesehen.

Krankheiten

Nicht selten wird im Rahmen einer ausführlichen Untersuchung bei zahlreichen Personen ein erhöhter Puls (auch Herzrasen) diagnostiziert.

Grundsätzlich wird ein Puls von mehr als 100 Schlägen pro Minute als äußerst gefährlich angesehen. Ein Puls von mehr als 100 Schlägen tritt nicht selten im Rahmen einer psychischen Belastung oder im Rahmen einer Überfunktion der Schilddrüse in Erscheinung. Da das Gehirn im Rahmen der erhöhten Herzfrequenz nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird, kann es zu mitunter lebensbedrohlichen Begleiterscheinungen wie beispielsweise einem starken Schwindelgefühl oder zu Ohnmachtsanfällen kommen.

Weil ein erhöhter Puls nicht selten auf einer Medikamentenunverträglichkeit basiert, sollte unter Umständen eine veränderte Therapie in Erwägung gezogen werden. Neben einem erhöhten Puls wird von führenden Medizinern auch ein relativ niedriger Puls als äußerst kritisch angesehen. Sofern ein Normwert von 60 Schlägen pro Minute unterschritten wird, sollte möglichst schnell ein Arzt aufgesucht werden. Ein niedriger Puls basiert nicht selten auf einer Unterfunktion der Schilddrüse.

Oftmals gehen auch Erkrankungen wie beispielsweise Typhus oder Gelbfieber mit einem relativ niedrigen Puls einher. Ein relativ niedriger Blutdruck kann oftmals mit schwerwiegenden Begleiterscheinungen einhergehen. So klagen die betroffenen Patienten nicht selten über ein besonders geringes Maß an Belastbarkeit.

In besonders schwerwiegenden Fällen kann es auch zu einer kurzen Bewusstlosigkeit kommen. Unbehandelt für die Bewusstlosigkeit unabhängig von ihrer Dauer oftmals zum Herzstillstand. Nur ein entsprechend ausgebildeter Arzt kann einen veränderten Puls zuverlässig erkennen und ihn frühzeitig behandeln.

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