Postmenopause

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 31. Januar 2017
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Die Postmenopause ist der Lebensabschnitt einer Frau nach vollendeter Menopause. Sie bekommt dann keine Regelblutungen mehr und hat ihre Fruchtbarkeit verloren, befindet sich jedoch noch nicht im letzten Lebensabschnitt, dem Senium.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Postmenopause?

Der Lebenszyklus eines Menschen unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem der meisten anderen Säugetiere. Alternde weibliche Säugetiere sind wenn, dann nur sehr kurze Zeit ihres Lebens zu alt, um zu gebären. Beim Menschen dagegen nimmt die Zeit der Postmenopause Jahrzehnte in Anspruch.

Die Postmenopause setzt ein, wenn die Menopause vorüber ist. Die Frau hatte ihre letzte Regelblutung, es kommt auch nicht mehr zu weiteren Regel-, Zwischen- oder Schmierblutungen. Ihre Eierstöcke sind inaktiv und es wird zu keinem weiteren Eisprung mehr kommen. Dadurch verändert sich auch die Hormonproduktion in der Postmenopause erheblich, der Östrogenspiegel ist ab jetzt konstant sehr niedrig.

Dies birgt auch gesundheitliche Risiken wie das mögliche Einsetzen der Osteoporose, die sich im Laufe der Postmenopause entwickeln kann. Weitere körperliche Veränderungen durch die Postmenopause sind schütter werdendes Haupthaar, Hautalterung, zunehmende Scheidentrockenheit und teils nachlassendes sexuelles Interesse.

Die Postmenopause ist der Lebensabschnitt einer Frau nach vollendeter Menopause. Sie bekommt dann keine Regelblutungen mehr und hat ihre Fruchtbarkeit verloren.

Frauen in der Postmenopause sind nicht mehr fruchtbar - es wird jedoch vermutet, dass sie von nun als Großmutter einen erheblichen positiven Effekt auf das Überleben der Nachkommen ihrer eigenen Kinder haben. Ein solches Großmutter-Verhalten wie beim Menschen ist im Tierreich nahezu unbekannt, weshalb vermutet wird, dass Menschen eine solch lange Postmenopause zu genau diesem Zweck durchlaufen.

Üblicherweise beginnen die Wechseljahre in den 40er Lebensjahren und die Postmenopause setzt ein, nachdem die letzte Menstruation (Menopause) erfolgte. Eine genaue Bestimmung des Beginns der Postmenopause ist somit nur rückblickend möglich, da nach einer Regelblutung nicht genau vorherbestimmt werden kann, ob sie wirklich die letzte Blutung war.

Funktion & Aufgabe

Der Eintritt in die Postmenopause bedeutet für die Frau ein Fortschreiten ihrer individuellen Alterung. Ab dem 40. Lebensjahr ist eine Schwangerschaft für die Frau riskanter. Evolutionsbiologisch betrachtet könnte das Nachlassen der Fruchtbarkeit auch darin begründet sein, das Frauen, ohne den durchlaufenen technischen Fortschritt der letzten Jahrhunderte, in ihren 40er Jahren unter Umständen schon gestorben wären, bevor das Kind dazu in der Lage gewesen wäre, für sich selbst zu sorgen. Heute gibt es, dank der modernen Medizin, noch viele Schwangerschaften ab dem 40. Lebensjahr.

Die Postmenopause scheint dem Menschen durchaus zu nutzen, denn Frauen sind zum Zeitpunkt ihrer Postmenopause immer noch fit genug, bei der Kindererziehung aktiv mitzuhelfen. Das Vorhandensein einer fürsorglichen und erfahrenen Großmutter könnte einer von vielen Evolutionsvorteilen des Menschen gewesen sein.

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Krankheiten & Beschwerden

Die Postmenopause geht, wie die Wechseljahre selbst, mit körperlichen Veränderungen einher. Die meisten dieser Veränderungen sind allerdings schon während der Wechseljahre erstmalig aufgetreten und nun zeigt sich, ob sie bleibend sind oder nicht.

Die Frau lernt in der Postmenopause, ihre natürlichen körperlichen Veränderungen kennen. Einige sind Kleinigkeiten, beispielsweise verändert sich die Struktur des Haares und es wird besonders bei hellen Haarfarben dunkler, da eine helle Haarfarbe viel eng mit dem Östrogenspiegel in Zusammenhang steht. Die Hautalterung tritt stärker in Erscheinung, die Haut wird faltiger und trockener. Viele Frauen nehmen in der Postmenopause etwas zu.

Gewichtiger sind Veränderungen mit pathologischem Wert. Der nun konstant verringerten Hormonspiegel kann auch in der Postmenopause noch zu Herzrhythmusstörungen, erhöhter Brüchigkeit der Knochen mit Osteoporose-Risiko, Hitzewallungen und ähnlichen Erscheinungen führen.

Unter Umständen muss eine während der Wechseljahre begonnene Hormonersatztherapie noch während der Postmenopause fortgeführt werden. Bekanntermaßen steigern derartige Therapien jedoch das Risiko, an verschiedenen Krebserkrankungen wie Brustkrebs zu erkranken.

Medizinisch relevant ist auch die vorzeitig eingetretene Postmenopause. Auch systemische Erkrankungen, die die Funktion der Eierstöcke beeinträchtigen, können für eine verfrühte Postmenopause stehen, von der die Rede ist, wenn die Frau vor dem 40. Lebensjahr beginnt, Anzeichen der Wechseljahre zu zeigen.

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