Plastische Chirurgie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 24. November 2016
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Bei dem Begriff Plastische Chirurgie wird meist zuerst an Schönheitsoperationen gedacht. Diese Eingriffe sind eine Domäne der Plastischen oder Ästhetischen Chirurgie. Ihre Bedeutung hat die Plastische Chirurgie jedoch auch als Rekonstruktive Chirurgie, die kranken Menschen hilft.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Plastische Chirurgie?

Die Plastische Chirurgie ist ein Teilgebiet der Chirurgie. Sie beschäftigt sich damit, formverändernde und wiederherstellende chirurgische Eingriffe vorzunehmen. Die Eingriffe können die Haut, Organe und andere Gewebestrukturen betreffen.

Meist handelt es sich um Korrekturen und die Beseitigung von Fehlbildungen, Folgen von Verletzungen, der Beseitigung von sichtbar gestörten Funktionen des Körpers und der Modulation von Körperformen aus ästhetischen Gründen. Zur Plastischen Chirurgie werden die Bereiche der Brustchirurgie, der plastische Korrekturen und Rekonstruktionen nach Krankheiten und Unfällen, die Ästhetische Chirurgie, die Handchirurgie und die Verbrennungschirurgie gezählt.

Die Plastische Chirurgie beschäftigt sich nicht nur mit operativen Eingriffen, die eine medizinische Indikation haben. Operationen werden auch vorgenommen, weil der Patient Veränderungen an seinem äußeren Erscheinungsbild wünscht. Nach Unfällen oder entstellenden Krankheiten führen auch beide Aspekte zum Einsatz der Plastischen Chirurgie. Dabei geht es um die medizinische Notwendigkeit mit der Beseitigung von Defekten und Funktionseinschränkungen und um die ästhetische Korrektur des Erscheinungsbildes des Patienten. Wer sich „Plastischer Chirurg“ nennen darf, hat eine entsprechende Ausbildung als Facharzt absolviert. Die Bezeichnung „Schönheitschirurg“ ist dagegen keine Bezeichnung, die aus der ärztlichen Weiterbildung entstammt.

Behandlungen & Therapien

Formverändernde und wiederherstellende Eingriffe können aus medizinisch bedingten Gründen für die Patienten eine große Verbesserung der Gesundheit und der Lebensqualität bedeuten. Ein wichtiges Teilgebiet der Plastischen Chirurgie ist die Brustchirurgie. Die Brustchirurgie behandelt nicht nur Frauen.

Dieser Bereich der Plastischen Chirurgie hilft auch Männern, die unter einer krankhaft bedingten Brustvergrößerung (Gynäkomastie) leiden. Ein Schwerpunkt der Operationen aus medizinischem Anlass ist die Entfernung von Tumoren in der Brust. Nicht immer kann brusterhaltend der Krebs herausoperiert werden. Deshalb ist eine weitere Aufgabe der Brustchirurgie, die weibliche Brust nach einer Krebsoperation wieder aufzubauen. Die Plastische Chirurgie hilft auch Menschen, die ein starkes Übergewicht abgebaut haben. Nach einem massiven Verlust an Gewicht kann es notwendig sein, die Körperformen durch einen chirurgischen Eingriff zu harmonisieren.

Die Plastische Chirurgie ist ein Teilgebiet der Chirurgie. Sie beschäftigt sich damit, formverändernde und wiederherstellende chirurgische Eingriffe vorzunehmen.

Ein weiterer wichtiger Zweig der Plastischen Chirurgie ist die Handchirurgie. Patienten, die unter Kompressionen der Nerven im Bereich der Hand (Karpaltunnelsyndrom) leiden, erfahren durch einen chirurgischen Eingriff eine Linderung ihrer Symptome. Die Hand ist anatomisch sehr kompliziert aufgebaut. Wer Eingriffe an der Hand vornimmt, muss differenzierte Kenntnisse über die Strukturen der Hand besitzen. Handchirurgen können durch ihre operativen Möglichkeiten Folgen von schweren Unfällen und Verletzungen oft so gut beheben, dass der betreffende Patient mit keinen Einschränkungen in der Funktion von Hand und Fingern leben muss.

Die Plastische Chirurgie beschäftigt sich auch mit der Versorgung von Patienten, die schwere Verbrennungen und Verbrühungen erlitten haben. Neben der Erstversorgung von schwerverletzten Brandopfern wird mit sekundären chirurgischen Eingriffen und Hauttransplantationen versucht, das Erscheinungsbild der Haut und von Narben zu verbessern.

Brustoperationen, das Absaugen von unerwünschtem Fett und die Korrektur von Körperformen werden auch ohne krankhafte Veränderungen von den Plastischen Chirurgen vorgenommen. Viele gesunde Menschen sind unzufrieden mit ihrem Körper und möchten ihr individuelles Bild von Schönheit durch einen oder mehrere operative Eingriffe erreichen. Hierbei geht es häufig um eine Verkleinerung, Vergrößerung oder Straffung der weiblichen Brust. Zum Aufgabengebiet der Ästhetischen Chirurgen gehören Eingriffe wie Faltenbehandlungen, Bauchdeckenstraffungen, Facelifting, Bodylifting und Fettabsaugung.

Weitere Tätigkeitsfelder sind die Straffung von Augenlidern und die Entfernung von störenden Muttermalen und Blutschwämmen. Wer mit der Form seiner Ohren oder seiner Nase nicht zufrieden ist, kann diesen Körperteilen durch einen operativen Eingriff eine neue Form geben lassen. Die ästhetische Chirurgie entfernt auf Wunsch auch Schweißdrüsen, um übermäßiges Schwitzen einzudämmen. Ein weiteres Aufgabenfeld von ästhetischen Chirurgen ist in den letzten Jahren stark gewachsen: die Entfernung von Tätowierungen.

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Diagnose & Untersuchungsmethoden

Die Patienten, die durch Krankheit oder schwere Verletzungen ihr normales Erscheinungsbild und die volle Fähigkeit von Körperfunktionen verloren haben, sind sehr dankbar für die heilenden und rekonstruktiven Möglichkeiten, die die Plastische Chirurgie heute bietet.

Oft wird zur Wiederherstellung von feinsten Strukturen und Nervenverbindungen unter dem Mikroskop operiert. Auch die als schönheitschirurgische Maßnahmen eingestuften Operationen auf Wunsch von an sich gesunden Patienten können für deren Selbstwert- und Körpergefühl eine bedeutende Aufwertung bringen. Doch jeder operative Eingriff birgt Risiken. Es kann zu Wundinfektionen und Wundheilungsstörungen kommen. Selbst bei Schönheitsoperationen können Todesfälle auftreten, weil sich Wunden infizieren und es zu einer Sepsis kommt.

Eine mögliche Blutvergiftung und ein Schockzustand sind die am häufigsten auftretenden gefährlichen Komplikationen nach einem operativen Eingriff. Es passiert auch immer wieder, dass beim Fettabsaugen versehentlich schwerwiegende innere Verletzungen verursacht werden. Zu den Risiken und Nebenwirkungen einer Operation können auch allergische Reaktionen gehören, die durch den Einsatz von Medikamenten und Operationshilfsmaterial oder durch eingesetzte Implantate verursacht werden.

Wer sich für einen operativen Eingriff entscheidet, sollte sich in jedem Fall darum kümmern, dass er von einem erfahrenen Facharzt behandelt wird. Jeder Patient besitzt durch Vorerkrankungen, als Raucher oder als stark übergewichtige Person ein eigenes, ganz individuelles Risikopotenzial. Nur durch ein Gespräch mit einem Spezialisten kann eine umfassende Aufklärung erfolgen und eine zutreffende Abwägung der Risiken vorgenommen werden.

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