Pfingstrose

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. Dezember 2016
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Es gibt 32 verschiedene Arten von Pfingstrosen beziehungsweise Päonien. Dieser Name geht auf den griechischen Gott Paian zurück, der der Sage nach als Arzt mit einer Pfingstrose Pluton, den Gott der Unterwelt, geheilt hat. Bis heute sind Päonien in der homöopathischen Heilkunde eine wichtige Heilpflanze.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Pfingstrose

Die 32 Arten der Pfingstrosen bilden gemeinsam die Familie der krautigen Pfingstrosengewächse. Sträucher sind die seltensten Formen, am häufigsten sind Stauden oder Halbsträucher. Die oberen Teile der Pflanze sterben im Winter ab, die Blüten sind zwittrig und beinhalten über zwei Hundert Staubblätter. Je nach Sorte können die Blüten bis zu 20 cm groß werden. Die Pfingstrosen bilden Samen, die bis zu 1.3 cm lang und dunkel sind.

Auf der Farbskala der Pfingstrosen finden sich alle Farbtöne von Weiß über Rosé bis hin zu einem kräftigen Rot. Pfingstrosen wachsen in der gemäßigten und subtropischen nördlichen Klimazone. In China galt die Pfingstrose als Symbol von Reichtum und Glück. In Europa war man davon überzeugt, die Pfingstrose heile Krankheiten, die vom Mond ausgelöst wurden.

Wirkung & Anwendung

Blüten und Wurzeln der Päonien enthalten Stoffe, die von der Antike bis zum Mittelalter gegen Fieber, Hautkrankheiten, Verletzungen, Rheuma, Gicht und Allergien eingesetzt wurden. Noch im 19. Jahrhundert war sie das gängigste Mittel gegen Epilepsie. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Pfingstrosen das Immunsystem festigen und eine schmerzstillende Wirkung haben.

Die Pfingstrosen enthalten Wirkstoffe in den Blättern, in den Wurzeln und in den Samen. Der Wirkstoff in den Blättern ist „Anthocyanidin Paeonidin-3,5-Diglucosid“. Der Wirkstoff in den Wurzeln heißt Paenoiflorin. In den Samen befinden sich hauptsächlich Harzsäure und ein sehr fettes Öl.In China werden verschiedene Arten der Pfingstrosen in großen Flächen angebaut, da sie in der in der chinesischen Medizin eine große Rolle spielen. Einer der Stoffe, die in China aus der Pfingstrose gewonnen werden, ist „Chi Shao“.

Auf der Farbskala der Pfingstrosen finden sich alle Farbtöne von Weiß über Rosé bis hin zu einem kräftigen Rot.

Er hilft gegen unreine Haut, Blutungen, Frauenleiden, Augenkrankheiten, Schmerzen und vor allem bei Fieber. In der chinesischen Medizin verabreicht man 3 bis 15 Gramm „Chi Shao“ pro Behandlung.

In der westlichen Welt wird die Pfingstrose in der Homöopathie auch „Gichtrose“ genannt und bei der Behandlung gegen Gicht eingesetzt. In der Homöopathie wird aus der Pfingstrose der Stoff „Paeonia officinalis“ hergestellt, das als Globuli, Tropfen oder Salbe auf den Markt kommt und bei einer ganzen Reihe von Krankheiten eingesetzt wird. Er wird unter anderem bei Hämorriden, Nervosität, Geschwüren, Kopfschmerzen und trockenen Augen verschrieben.

Bei akuten Leiden sollten drei Mal am Tag drei Globuli genommen werden. Bei Hämorriden oder Stuhlinkontinenz und Schließmuskelschwäche wird gleichzeitig die Salbe morgens und abends aufgetragen. Globuli sind in verschiedenen Stärken erhältlich. Bei Stimmungsschwankungen wird die Dosis stark erhöht, bei Muskelschmerzen und Geschwüren leicht gesenkt. Durchschnittlich werden bei einer Tinktur 5-15 Tropfen drei Mal täglich eingenommen.

Auch die eigenen Garten-Pfingstrosen können ohne weitere Verarbeitung zur Heilung eingesetzt werden. 1 Teelöffel getrocknete Blüten werden mit kochendem Wasser übergossen und nach zehn Minuten Ziehen als Tee getrunken. Die Wurzeln der Pfingstrosen helfen ebenfalls gegen Krämpfe, werden aber auch bei Rheuma, Magen-Darm-Krankheiten, Migräne, Allergien und Neuralgien eingesetzt.

Dazu werden die Wurzeln gesammelt und getrocknet. 7.5. Gramm getrocknete Wurzeln ergeben genug Sud für eine Tagesration. Päonien sind leicht giftig und können bei zu großer Einnahme auch zu Durchfall und Erbrechen bis hin zu schweren Koliken führen. Deshalb ist es sehr wichtig, sich an die vorgeschriebene Menge zu halten.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Pfingstrosen hatten in der Medizin von Antike bis in das 19. Jahrhundert eine große Bedeutung bei der Heilung und Behandlung von Gicht, Epilepsie, Rheuma, Verdauungsstörungen und Frauenkrankheiten. Selbst Hippokrates verwendete sie bereits. Im Mittelalter schrieb man ihr dann auch Heilkräfte gegen „Besessenheit“ zu. Dazu wurden die getrockneten Samen geräuchert, der „Besessene“ musste den Rauch einatmen. Hildegard von Binnen setzte die Samen gegen Geisteskrankheiten ein.

In ihrem Buch „Physica“ schrieb sie: „Und wenn ein Mensch den Verstand verliert, tauche den Samen in Honig und lege sie auf seine Zunge, so erregen die Kräfte sein Gehirn, dass der Kranke rasch seinen Verstand wiedererlangt.“ Die Pfingstrose wurde häufig in Klostergärten angebaut und als Medizinpflanze verwendet. Heute spielt die Pfingstrose in der chinesischen Medizin und in der Homöopathie noch eine große Rolle. In der chinesischen Medizin werden dafür zwei besondere Pfingstrosensorten in weiten Flächen in der Mongolei angebaut.

In der Homöopathie werden meist Blüten und Wurzeln der normalen Bauern-Pfingstrose verwendet. Die Globuli „Paeonia officinalis“ können bereits vorbeugend bei einer Veranlagung zu Gicht und starken Menstruationsschmerzen eingenommen werden. Bei einer akuten Erkrankung muss die Dosierung mit dem homöopathisch arbeitenden Arzt genau abgesprochen werden. „Paeonia officinalis“ hilft auch gegen verschiedene Phobien und kann dann als Sofort-Mittel in einer akuten Situation verwendet werden.

Die Globuli oder Tropfen helfen bei Flugangst, Höhenangst, Arachnophobie (Angst vor Spinnen) und Prüfungsangst. Da Angst auch zu Magenschmerzen führen kann, werden die Globuli auch gerne bei nervös bedingten Magenproblemen verschrieben. „Paeonia officinalis“ gilt als Salbe bei Krankheiten am After wie Hämorriden oder Schließmuskelschwäche als besonders erfolgreich. An zweiter Stelle liegen Globuli und Tropfen gegen Nervensymptome wie Schlafprobleme und Schwindelgefühle.

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