Pfeiffersches Drüsenfieber
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Pfeiffersche Drüsenfieber oder infektiöse Mononukleose ist eine Infektionserkrankung, die sehr weit verbreitet ist. Die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) hervorgerufenen Leitsymptome sind Lymphknotenschwellungen und Fieber.
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Definition Pfeiffersches Drüsenfieber
Zumindest bei Kindern bis zum Ende des 10. Lebensjahres verläuft das Pfeiffersche Drüsenfieber ohne größere Symptome. Bei Älteren treten grippeähnliche Symptome aus, die in den seltensten Fällen mit Komplikationen einhergehen. Typische Symptome beim Pfeifferschen Drüsenfieber können u.a. sein: anschwellende Lymphknoten, Hals- bzw. Mandelentzündung, Schwindel- und Orientierungsstörungen. Die Viren befallen demnach die Organe des Lymphatischen Rachenrings. Durchaus können auch die Leber, das Herz und die Milz befallen sein.
Ursachen für Pfeiffersches Drüsenfieber
Hat man sich einmal mit dem Erreger infiziert, verbleibt dieser, wie bei anderen Herpes-Infektionen, ein Leben lang im Körper. Auch nach einem Ausbruch des Pfeifferschen Drüsenfiebers bzw. nach Beendigung der Erkrankung ist das Virus per Speichel weiterhin auf nichtimmune Menschen übertragbar. Ebenso nach der kompletten Ausheilung der Krankheit kann es immer wieder bei den infizierten Personen zum erneuten Ausbruch der Symptome kommen. Dieser erneute Ausbruch der Krankheit kann jederzeit durch ein entsprechendes Blutbild nachgewiesen werden.
Symptome
- Müdigkeit
- Appetitlosigkeit
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Fieber
- Halsschmerzen
- Mandelentzündung
- Lymphknotenschwellung
Krankheitsverlauf Pfeiffersches Drüsenfieber
Die Inkubationszeit von Pfeifferschem Drüsenfieber beträgt bei Kindern sieben bis dreißig Tage. Bei Erwachsenen kann diese Zeit durchaus zwischen vier bis sieben Wochen liegen.
Das Pfeiffersches Drüsenfieber beginnt meist mit Fieber, Gliederschmerzen und Müdigkeit, also mit relativ "normalen" Erkältungssymptomen. Die Lymphknoten schwellen an (u.U. auch unter den Achseln und den Leisten) und die Mandeln entzünden sich.
Typisch für das Pfeiffersches Drüsenfieber ist der schmutziggraue Belag auf den Mandeln, der einen fauligen Mundgeruch verursacht. Hinzu kommen bei manchen Erkrankten auch Heiserkeit und Sprechstörungen.
Meist dauert die Erkrankung wenige Wochen, in den seltensten Fällen kann sich dies auch auf 1-2 Monate ausweiten. Sollte die Krankheit asymptomanisch verlaufen, so kann über einen Zeitraum von ein paar Monaten bis zu zwei Jahren Müdigkeit und anhaltende Schwäche dazu kommen.
Behandlung von Pfeifferschem Drüsenfieber
In manchen Fällen kann es auch zu einem bakteriellen Infekt kommen, der mit der Einnahme von Antibiotika behandelt werden muss. Generell ist es wichtig, einen Arzt zu kontaktieren, der über die Einnahme entscheidet. Generell sollte darauf geachtet werden, dass der Arzt keine Breitbandantibiotika, wie z.B. Amoxicillin oder Ampicillin, verschreibt. Diese können großflächige Hautausschläge mit Juckreizen am ganzen Körper verursachen. Dieser Ausschlag kann sich auch noch bis zu drei Tage nach Einnahme des Antibiotikas bilden. Das Abklingen des Ausschlages kann bis zu zwei Wochen dauern und ist mitunter sehr schmerzhaft. Hierbei handelt es sich nicht um eine Allergie, sondern "nur" um eine Überreaktion.
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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
michi kommentierte am 02.08.2011 um 16:04 Uhr
Ich hatte letztes Jahr das Drüsenfieber. Ich bin 42 Jahre alt und habe jetzt einen Rückschlag. Letztes Jahr war ich 5 Wochen krank und bin bis heute eigentlich nie wieder so richtig auf die Beine gekommen. Und jetzt ein erneuter Ausbruch. Woran liegt das?
