Passionsblume

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 13. Dezember 2016
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Die Passionsblume (Lateinisch Passiflora) ist eine aus den wärmeren Regionen Amerikas stammende Kletterpflanze. Als Heilpflanze wird die Art Passiflora incarnata verwendet, deren Blätter und Stängel als Tee getrunken werden. Die Pflanze wirkt gegen nervöse Unruhe, Anspannung und Reizbarkeit, Angstzustände und einigen anderen Beschwerden.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Passionsblume

Im Klima Lateinamerikas wachsen etwa 500 verschiedene Passionsblumen-Arten, die fast alle äußerst prächtige, farbenfrohe sternförmige Blüten entwickeln. Bei einigen Sorten haben diese Blüten einen Durchmesser von bis zu 18 Zentimetern. Als Heilpflanze wird die Sorte Passiflora incarnata verwendet, deren Laub aus drei- bis fünffingrigen, gelappten Blättern besteht. In der Natur kommt sie in Mexiko und dem Südosten der USA vor, besonders in den warmen Bundesstaaten Louisiana und Florida.

Sie kann bis zu zehn Meter hoch werden und ist nahe mit der essbaren Passiflora edulis verwandt. Deren Frucht ist die Maracuja, die einen sehr markanten Geschmack und einen hohen Gehalt an Vitamin C hat. In Europa kann Passiflora incarnata als Zimmerpflanze gehalten werden und blüht dabei sehr schön. Da sie schon im ersten Jahr blüht, kann sie bei uns auch im Garten ihre Pracht entfalten und dient als Weide für viele Insektenarten.

Sie blüht in August und September und rankt bis zur ersten Kälte mehrere Meter weit, bevor sie erfriert. 2011 wurde die Passionsblume zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Wirkung & Anwendung

Die Passionsblume der Sorte Passiflora incarnata enthält in ihren Blättern und Stängeln Flavonoide, insbesondere Apigenin und Luteolin. Beides sind Pflanzenfarbstoffe, die auch in anderen Pflanzen vorkommen und deren Heilwirkung nachgewiesen wurde. Die beruhigende Wirkung der Passionsblume wurde in Laborversuchen bewiesen, die genaue Wirkungsweise wurde aber noch nicht vollständig erforscht.

Schon die Indianer Nordamerikas verwendeten die Passionsblume als Heilpflanze, allerdings ihre Wurzeln. Aufgüsse der getrockneten Blätter sind seit dem 17. Jahrhundert bekannt und wurden schon damals gegen Nervosität, Hysterie und Schlaflosigkeit eingesetzt. Als Beruhigungsmittel kann die Pflanze auch bei Aufmerksamkeitsproblemen, depressiver Verstimmung oder gegen Flugangst eingesetzt werden. Auch bei einem nervösen Magen, Reizdarm und zur Linderung von Beschwerden der Wechseljahre kann die Passionsblume helfen.

In Europa kann Passiflora incarnata als Zimmerpflanze gehalten werden und blüht dabei sehr schön.

Für im Handel erhältliche Medikamente wird ihr Kraut als Extrakt zu Kapseln oder Tabletten verarbeitet. Es sind aber auch Flüssigextrakte, Tropfen oder Tees erhältlich. Dabei handelt es sich teilweise um Monopräparate ohne andere Wirkstoffe, teilweise aber auch um Kombinationen mit Baldrian oder Hopfen. Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren können diese Präparate unbesorgt einnehmen, da keinerlei Nebenwirkungen und kein Gewöhnungseffekt bekannt sind.

Für einen Tee werden etwa ein bis zwei Teelöffel getrocknetes Passionsblumenkraut mit kochendem Wasser übergossen und ziehen zehn Minuten. Etwa drei Tassen täglich sorgen für eine spürbare Wirkung. Für die unkomplizierte Anwendung sind auch Nerventees im Teebeutel erhältlich. Eine Tinktur kann ebenfalls leicht selbst hergestellt werden. Dazu wird Passionsblumenkraut mit Alkohol übergossen und muss dann für mindestens zwei Wochen in einem verschlossenen Gefäß ziehen.

Anschließend wird die Tinktur abgegossen und in eine dunkle Flasche gefüllt. Täglich sollten je nach Bedarf 10 bis 50 Tropfen eingenommen werden. Die Tinktur kann zur Einnahme mit Wasser verdünnt werden. In der Homöopathie wird zur Herstellung einer Urtinktur die frische Pflanze verwendet, sonst aber die getrockneten Pflanzenteile. Bei homöopathischer Anwendung werden täglich dreimal zehn Tropfen eingenommen. Die beruhigenden, angstlösenden und den Schlaf fördernden Eigenschaften der Passionsblume sind besonders zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden beliebt.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Unruhe, Nervosität und Schlafprobleme sind häufig Begleiter schwieriger Lebenssituationen aber auch von hormonellen Umstellungsprozessen wie den Wechseljahren. Diese Beschwerden sind zwar oft durch andere Probleme ausgelöst worden, benötigen aber eine sanfte und doch wirkungsvolle Behandlung. Schließlich werden persönliche Schwierigkeiten durch schlechten Schlaf und Nervosität noch verstärkt.

Diese Spirale kann durch eine rechtzeitige und konsequente Behandlung durchbrochen oder ganz verhindert werden. Ein pflanzliches, nebenwirkungsfreies Präparat aus der Passionsblume kann bei regelmäßiger Anwendung sehr zur Milderung beitragen. Damit sorgt es für ein insgesamt verbessertes Wohlbefinden, dass die Lösung oder Behandlung weiterer Probleme oft erst ermöglicht. Die Behandlung mit Passionsblumenextrakt kann auch über einen längeren Zeitraum erfolgen und den Alltag wohltuend begleiten.

Wer sich ruhiger, sicherer und nach einem gesunden Schlaf auch wacher fühlt, greift zudem seltener auf suchtauslösende Genussmittel oder ungesunde Wachmacher zurück. So kann das Naturheilmittel Passionsblume bei Stress und schwierigen Lebensphasen ein effektiver Begleiter und Helfer gegen innere Unruhe sein. Auch Vorbeugend lässt sich Passionsblumenextrakt gewinnbringend einsetzen. Wer häufig unter beruflichem oder privatem Stress leidet, kann Opfer eines Burnout-Syndroms werden.

Dieser Zustand äußerster emotionaler Erschöpfung kann zu psychosomatischen Erkrankungen, Depression und sogar zu einer Selbstmordgefährdung führen. Eine regelmäßig durchgeführte 3-Wochen-Kur mit Passionsblumentee oder -tropfen kann helfen, auch mit regelmäßig wiederkehrenden Belastungssituationen besser fertig zu werden. Daher ist es sinnvoll, Passionsblumentee aus der Apotheke vorrätig zu haben.

Wer in Stress-Situationen zur Erschöpfung neigt, verhilft sich bei rechtzeitiger Anwendung zu einem besseren Schlaf, größerer innerer Ruhe und Gelassenheit. Bei einer 3-Wochen-Kur werden täglich drei bis vier Tassen Tee lauwarm und höchstens leicht gesüßt langsam und in kleinen Schlucken getrunken. Dies wirkt nicht nur gegen drohende Erschöpfungszustände, sondern ist zugleich ein natürliches Hilfsmittel für einen gesunden und ruhigen Schlaf.

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