Pampelmuse

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 20. Dezember 2016
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Die Pampelmuse ist die größte Zitrusfrucht und bringt es auf einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimeter. Ihr Fruchtfleisch ist gelblich bis rosa oder rötlich und hat einen feinen, charakteristischen süß-säuerlichen Geschmack mit einem herb-bitteren Unterton ähnlich wie die Grapefruit, die eine Kreuzung aus Pampelmuse und Orange darstellt.

Die Pampelmuse ist eine wertvolle Zitrusfrucht aufgrund ihres Geschmacks und ihrer gesundheitsrelevanten sekundären Pflanzenstoffe wie Mineralstoffe und Spurenelemente, Enzyme und eine Reihe wichtiger Vitamine, vor allem Vitamin C.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Pampelmuse wissen

Die Pampelmuse ist ein immergrüner Baum der Tropen, der zu den Rautengewächsen gehört. Die gleichnamige runde, ovale oder fast birnenförmige Frucht stellt mit bis zu 30 Zentimeter Durchmesser und einem Gewicht von bis zu 6 Kilogramm die größte Zitrusfrucht dar.

Charakteristisch ist ihre dicke Schale (bis zu 1,5 cm) und der bittere Geschmack der Trennhäute, die die einzelnen Fruchtsegmente unterteilen. Die Frucht ist der Grapefruit zwar sehr ähnlich und wird auch häufig mit ihr verwechselt, ist aber eine eigenständige Zitrusfrucht, aus der sich die Grapefruit durch Kreuzung mit einer Orangenart entwickelt hat. Die Ursprünge der Pampelmuse liegen in den tropischen Regionen Südostasiens. Sie wird mittlerweile aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe in vielen tropischen bis subtropischen Regionen bis in die noch frostfreien Gebiete gemäßigter Zonen hinein kultiviert.

Hauptanbaugebiete für den Export sind USA, Brasilien und Israel. Je nach Sorte ist das Fruchtfleisch gelblich bis rosa oder sogar rot. Sorten mit dunklem Fruchtfleisch sind meist im Geschmack süßer als die hellfleischigen Pampelmusen. Die Haupterntezeit liegt in den tropischen und subtropischen Gebieten der Nordhalbkugel in den Monaten Dezember bis Juni mit leichten witterungsabhängigen Verschiebungen nach vorne oder hinten.

Die Pampelmuse ist die größte Zitrusfrucht und bringt es auf einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimeter.

Anders als die Grapefruit, kann die Pampelmuse nicht einfach halbiert und aus der Schale ausgelöffelt werden, weil die Trennhäute sehr bitter sind.

Allerdings löst sich die Schale der Pampelmuse leichter vom Fruchtfleisch und die einzelnen Fruchtsegmente sind stabiler als bei der Grapefruit, so dass sich das Fruchtfleisch leicht lösen und von den Trennhäuten befreien lässt. Falls Pampelmusen außerhalb der Haupterntezeit November bis Juli angeboten werden, empfiehlt sich eine Überprüfung der Herkunft. Es sollte sich dann um eine Region südlich des Äquators handeln, in der die Hauptvegetationszeiten gegenüber denen der Nordhalbkugel um sechs Monate verschoben sind.

Bedeutung für die Gesundheit

Obwohl das Fruchtfleisch der Pampelmuse sehr süß schmecken kann, liegt ihr Nährwert (Brennwert) mit etwa 46 Kilokalorien sogar noch etwas unter dem der Grapefruit. Der gesundheitliche Wert der Pampelmuse begründet sich nicht aus ihrem primären Nährstoffgehalt, denn außer 9 Gramm Zucker (Kohlenhydrate) je 100 Gramm, sind Proteine und Fette nur in Spuren vorhanden.

Die gesundheitliche Bedeutung der Pampelmuse liegt vielmehr in ihrem reichen Angebot an sekundären Pflanzenstoffen mit gesundheitlicher Relevanz. Hervorzuheben ist hier vor allem ihr außerordentlich hoher Gehalt an Vitamin C und einiger anderer essenzieller Vitamine aus dem Vitamin-B-Komplex sowie Vitamin E. Darüber hinaus sind Pampelmusen als Lieferant stoffwechselrelevanter Mineralstoffe – vor allem Kalium - und Spurenelemente geschätzt. Die besondere gesundheitliche Bedeutung liegt dabei weniger an der Stoffwechselwirksamkeit einzelner Substanzen als vielmehr am Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe.

Sie bieten dem Körper und seinem Immunsystem Hilfe zur Selbsthilfe an, denn der Körper kann aus den Substanzen die auswählen, die er gerade benötigt, um bestimmte Stoffe selbst herstellen zu können. Das Immunsystem leidet dann nicht darunter, dass benötigte Grundsubstanzen nicht vorhanden sind und eventuell erforderliche Abwehrreaktionen deshalb ausbleiben. Ein spezieller gesundheitlicher Effekt wird von dem Abbauprodukt des enthaltenen Bitterstoffs Naringenin verursacht.

Es führt zu einer Hemmung eines bestimmten Enzyms in der Leber, das unter anderem für den Abbau bestimmter Gifte und Arzneistoffe sorgt. In der Realität kann dann die Wirksamkeit besonderer Medikamente wie z. B. Statine (Cholesterinsenker) und Beta-Blocker stark erhöht und verändert sein. Auch die Wirkung von Drogen kann sich verstärken und ihr Abbau verzögern.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 38 Fettgehalt 0 g
Cholesterin 0 mg Natrium 1 mg
Kalium 216 mg Kohlenhydrate 10 g
Eiweiß 0,8 g Vitamin C 61 mg

Der Nährwert der Pampelmuse liegt – wie oben ausgeführt - mit 46 Kilokalorien erstaunlich niedrig. Es ist daher nicht die Frucht, die bei starker körperlicher Betätigung oder bei Leistungsport den schnellen Energieschub liefert.

Im Gegenteil, die enthaltenen Bitterstoffe regen die Produktion des Magensaftes an und damit die Förderung der Verdauung. Hierdurch werden aus der Nahrung schneller Nährstoffe und Energie (Zucker) nachgeliefert, was wiederum mit einem schneller einsetzenden Sättigungsgefühl verbunden ist. Die Inhaltsstoffe, die nichts mit dem Nährwert zu tun haben, stehen daher bei der Pampelmuse im Vordergrund.

Es sind dies, jeweils bezogen auf 100 Gramm Fruchtfleisch, das Vitamin C mit 61 Milligramm sowie einige Vitamine aus dem B-Komplex, Carotinoide als Vorstufen zur Bildung des Vitamin A und nennenswerte Konzentrationen an Vitamin E (270 Mikrogramm). An Mineralstoffen liefert die Pampelmuse vor allem Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor.

Unverträglichkeiten & Allergien

Neben den oben bereits erwähnten – zum Teil gefährlichen - Wechselwirkungen bestimmter Inhaltsstoffe der Pampelmuse mit vielen Medikamenten, vor allem mit Statinen (Senkung des Cholesterins), Blutdrucksenkern und Beta-Blockern zur Stabilisierung des Herzrhythmus, gibt es in seltenen Fällen Unverträglichkeits- oder allergische Reaktionen aufgrund der enthaltenen biogenen Amine.

Es handelt sich um Histamine, die bei Entzündungsreaktionen eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus liefern Pampelmusen auch sogenannte Histaminliberatoren, die das Immunsystem zur Freisetzung von Histaminen veranlasst.

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Einkaufs- & Küchentipps

Es empfiehlt sich, wie beim Kauf anderer Zitrusfrüchte auch bei der Pampelmuse auf Bioqualitäten zu achten, um sicherzustellen, dass die Früchte nicht mit Pflanzenschutzmitteln belastet sind und eine möglichst große Vielfalt an Inhaltsstoffen zur Verfügung steht.

Da häufig nicht zwischen Grapefruit und Pampelmuse unterschieden wird, sollte auch das Erscheinungsbild der Frucht den charakteristischen Merkmalen der Pampelmuse entsprechen. Pampelmusen sind rund bis birnenförmig und an Ober- und Unterseite abgeflacht. Es handelt sich um eine nachreifende Frucht, die zur Aufbewahrung allerdings nicht im Kühlschrank gelagert werden sollte, weil sie kälteempfindlich ist und bei Temperaturen unter 8 Grad schnell an Aroma und Geschmack verliert.

Die Frucht reift am besten bei Zimmertemperatur nach und hält sich etwa zwei Wochen frisch. Das Fruchtfleisch ist stabiler als das der Grapefruit und die 10 bis 15 Fruchtsegmente lassen sich leichter aus der Schale lösen und von den weißen, bitter schmeckenden, Segmenthäuten befreien. Die Pampelmuse kann in rohem Zustand zur gesunden Bereicherung vieler Gerichte beitragen.

Zubereitungstipps

Die Pampelmuse kann sehr gut zur Bereicherung eines exotischen Fruchtsalates beitragen, sollte aber nicht mit anderen Zitrusfrüchten gemischt werden. Am besten entfalten sich ihre süßen bis leicht säuerlichen Geschmacksstoffe in der Kombination mit Bananen, Beeren, Äpfeln, Birnen und Trauben. Auch klein gehackte Walnüsse passen sehr gut dazu. Alternativ kann der Saft der Pampelmuse zur geschmacklichen Aromatisierung von Salatsaucen und anderen Dressings verwendet werden. Auch in Cocktails oder Fruchtbowlen kann Pampelmusensaft seine aromatisierende Wirkung entfalten.

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