Osteochondrose

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 21. September 2017
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Bei der Osteochondrose handelt es sich um eine Erkrankung der Knochen. Es existieren unterschiedliche Arten der Krankheit, bei denen sich beispielsweise die Knochen zersetzen oder sich eine unnatürlich große Knorpelschicht bildet. Oftmals ist Verschleiß die Ursache für die Erkrankung, die sich durch teilweise starke Schmerzen äußert.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Osteochondrose?

Der Begriff Osteochondrose bezeichnet eine sogenannte degenerative Knochenerkrankung. Es gibt unterschiedliche Arten dieser Krankheit. Am weitesten verbreitet ist Osteochondrosis intervertebralis (ein Verschleiß der Wirbelsäule, der zu einer Verhärtung des Knochengewebes führt).

Grundsätzlich äußert sich eine Osteochondrose durch Gelenk- oder Rückenschmerzen, die im weiteren Verlauf stärker werden. Die Erkrankung kann verschiedene Ursachen haben, die unter anderem in einer Fehlbelastung der Gelenke und unzureichender Bewegung liegen können. Fortgeschrittenes Alter und Risikofaktoren wie Übergewicht begünstigen die Entstehung einer Osteochondrose.

Ist erst einmal eine entsprechende Veränderung des Knochengewebes eingetreten, ist diese nicht mehr rückgängig zu machen. Eine Therapie umfasst entsprechend nur die Linderung der Symptome, die etwa medikamentös oder auch operativ stattfinden kann.

Ursachen

Die Ursachen für eine Osteochondrose liegen in vielen Fällen in einer natürlichen Verschleißerscheinung, die mit zunehmendem Alter auftritt. In jungen Jahren können Belastungen (auch Über- oder Fehlbelastungen) aufgefangen werden.

Später kommt es aber zunehmend zu einer Schwächung der Knochen, Knorpel und auch der Muskulatur. Als Folge lösen sich kleine Knochenteilchen ab, und es kommt zu einer Veränderung der Höhe der Wirbelzwischenräume (besonders bei der Osteochondrosis intervertebralis). Dies führt letztendlich zu Bewegungsschmerzen, die im Verlauf stärker werden. Oftmals sind es auch dauerhafte Fehlbelastungen, die das Risiko einer Osteochondrose deutlicher erhöhen können.

Unter Umständen kann auch eine rheumatische Erkrankung der Grund für eine Osteochondrose sein. Bei der seltener auftretenden Form Osteochondrosis dissecans kann der Körper seine eigenen Knorpelzellen nicht wie vorgesehen in Knochenmaterial umwandeln, was zu einer starken Verknorpelung der Gelenke führt.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Eine Osteochondrose wird meist erst dann von den Betroffenen bemerkt, wenn es bereits zu einer deutlichen Schmerzbildung gekommen ist. Wird als Folge ein Arzt aufgesucht, findet neben einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten eine Röntgenaufnahme statt.

Diese kann in vielen Fällen bereits deutlich Auskunft darüber geben, ob ein Verschleiß der Wirbel bzw. Gelenke vorliegt und sich im Falle einer Osteochondrosis intervertebralis die typischen Höhenveränderungen der Wirbelzwischenräume gebildet haben. Befindet sich die Erkrankung in einem frühen Stadium oder können keine eindeutigen Aussagen über entsprechende Veränderungen gemacht werden, kann zusätzlich eine Kernspintomografie (MRT) erfolgen.

Bleibt eine Osteochondrose unbehandelt, kommt es im weiteren Verlauf zu immer stärker werdenden Schmerzen und damit verbundenen Bewegungseinschränkungen, welche die Lebensqualität des Betroffenen deutlich mindern können.

Komplikationen

Die weiteren Komplikationen und Beschwerden der Osteochondrose hängen sehr stark von der Ursache und der Ausprägung der Krankheit ab. In der Regel leiden die Betroffenen dabei allerdings an verschiedenen Beschwerden der Knochen und Knorpel. Aufgrund der Osteochondrose leiden die Betroffenen dabei in erster Linie an starken Schmerzen, die vor allem an den Gelenken auftreten. Damit kommt es zu erheblichen Einschränkungen im Alltag und im Leben des Patienten, sodass diese auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind.

Auch Schmerzen im Rücken oder in den Knochen selbst können sich bemerkbar machen und die Lebensqualität des Betroffenen deutlich verringern. Falls die Krankheit schon bei Kindern auftritt, kann es zu deutlichen Verzögerungen in der Entwicklung des Kindes kommen, sodass diese Patienten auch im Erwachsenenalter auf Gehhilfen oder auf andere Menschen angewiesen sind.

In der Regel kann die Osteochondrose nicht behandelt werden. Die Betroffenen sind dabei auf verschiedene Therapien angewiesen, die die Beschwerden lindern und einschränken können. Mit Hilfe von Wärmebehandlungen oder Massagen kann die Lebensqualität wieder erhöht werden. Die Lebenserwartung selbst wird dabei in der Regel nicht verringert.

Behandlung & Therapie

Wurde eine Osteochondrose diagnostiziert, wird der behandelnde Arzt eine entsprechende Therapie einleiten. Ist es erst einmal zu Schädigungen des Knochengewebes in der Wirbelsäule oder den Gelenken gekommen, sind diese nicht mehr vollständig rückgängig zu machen.

Umso wichtiger ist bei einer Osteochondrose ein frühzeitiges Erkennen der Erkrankung. In den meisten Fällen werden im Rahmen einer medizinischen Behandlung zunächst die Symptome, also die Schmerzen gelindert, wozu entsprechende Medikamente verabreicht werden. Neben Schmerzmitteln können so auch Muskelrelaxanzien angewendet werden. Massagen, Wärme- oder Reizstromanwendungen tragen ebenfalls zu Minderung der Beschwerden bei, ebenso wie bestimmte krankengymnastische Übungen.

Unter Umständen kann bei einer fortgeschrittenen Osteochondrose ein operativer Eingriff stattfinden. Auf diese Weise kann etwa verhärtetes Knorpelgewebe entfernt oder auch wenn nötig eine Bandscheiben- oder Gelenkprothese eingesetzt werden. In der Folge sollten Fehl- und Überbelastungen in jedem Fall vermieden werden.

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Vorbeugung

Einer Osteochondrose kann in gewissem Maße vorgebeugt werden, indem etwa auf eine ausgewogene und Vitamin-D-reiche Ernährung geachtet wird. Ausreichend Bewegung stärkt die Muskulatur und beugt ebenfalls dem Verschleiß vor. Dabei sollten allerdings Über- oder Fehlbelastungen des Rückens und/oder der Gelenke unbedingt vermieden werden. Die Teilnahme etwa an einer Rückenschule kann helfen, dauerhaft die richtige Körperhaltung einzunehmen und so die Entstehung schmerzhafter Beschwerden zu verhindern.

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Quellen

  • Breusch, S., Clarius, M., Mau, H., Sabo, D. (Hrsg.): Klinikleitfaden Orthopädie, Unfallchirurgie. Urban & Fischer, München 2013
  • Niethard, F., Pfeil, J., Biberthaler, P.: Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme, Stuttgart 2014
  • Wülker, N., Kluba, T., Roetman, B., Rudert, M.: Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme, Stuttgart 2015

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