Osteoarthritis

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 25. Oktober 2016
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Die Osteoarthritis ist besser als Arthrose bekannt. Dabei handelt es sich um chronisch-degenerativen Gelenkverschleiß.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Osteoarthritis?

Der Begriff Osteoarthritis wird aus dem Englischen abgeleitet und bezeichnet eine degenerative Erkrankung der Gelenke, bei der es außerdem zum Abbau von Knorpel kommt. Dabei leiden die betroffenen Personen unter Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. In Deutschland wird anstelle des Begriffs Osteoarthritis die Bezeichnung Arthrose gebraucht.

Eine Osteoarthritis oder Arthrose stellt einen Schaden der Gelenke dar. Sie setzt mit dem Abbau des Gelenkknorpels ein. Bei einer stark ausgeprägten Osteoarthritis finden im angrenzenden Knochen Umbauprozesse statt und die Oberfläche der Gelenke wird zerstört. Infolgedessen leiden die Patienten unter Gelenksteife und Schmerzen.

Mitunter verformen sich die Gelenke sogar und verknöchern schließlich komplett. Grundsätzlich kann es an jedem Körpergelenk zu einer Osteoarthritis kommen. In den meisten Fällen sind allerdings die Hüfte und das Knie betroffen, weil sie großes Gewicht tragen müssen.

Vor allem ab dem 50. Lebensjahr steigt die Gefahr, an einer Osteoarthritis oder Arthrose zu erkranken. So leiden etwa 50 Prozent aller älteren Menschen unter arthrotischen Gelenkveränderungen. Bei Frauen zeigt sich die Erkrankung häufiger als bei Männern.

Ursachen

Die Ursachen für eine Osteoarthritis oder Arthrose sind unterschiedlich. Oftmals wird sie durch ein Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit des Gelenkknorpels hervorgerufen. Dadurch tritt dessen Rückbildung ein. Mitunter kommt diese Dysbalance durch genetisch bedingte Knorpelstörungen oder Fehlbelastungen zustande.

Zum Beispiel können leichte Fehlstellungen der Hüfte oder eine X-Bein-Stellung für ungleichmäßige Belastung verantwortlich sein und damit eine Osteoarthritis der entsprechenden Gelenke auslösen. Als Arthrose-Ursache kommen auch frühere Verletzungen infrage, wie Kapsel-Band-Verletzungen oder Knochenfrakturen, durch die eine Gelenkinstabilität hervorgerufen wird.

Begünstigend auf eine Osteoarthritis wirkt sich zudem Übergewicht aus, weil die Wirbelgelenke, das Knie und die Hüfte das daraus resultierende Körpergewicht tragen müssen. Weitere denkbare Arthrose-Gründe sind Entzündungen der Gelenke oder Störungen des Stoffwechsels wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Gicht oder Pseudogicht (Chondrokalzinose).

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Häufigste Symptome einer Osteoarthritis sind Versteifungen der Gelenke sowie Gelenkschmerzen. Gerade bei körperlichen Belastungen oder feuchtem Wetter werden die Beschwerden noch verstärkt. Dies kann zum Beispiel bei einer Kniearthrose beim Heruntergehen einer Treppe der Fall sein. Radfahren lässt sich dagegen fast immer schmerzfrei durchführen.

Weitere typische Anzeichen für eine Osteoarthritis stellen eine vorübergehende Steife der Gelenke am Morgen und der Anlaufschmerz dar. Damit sind Schmerzen gemeint, die bei den ersten Bewegungen nach einer längeren Ruhepause auftreten. Schon nach wenigen Metern geht der Anlaufschmerz wieder zurück. Gleiches gilt für die Morgensteifigkeit, die maximal nur 30 Minuten dauert.

Schreitet die Osteoarthritis weiter voran, zeigen sich Beschwerden am Knorpel, die durch dessen Abrieb hervorgerufen werden. Aufgrund der Reizungen des betroffenen Gelenks schwillt dieses häufig an. Außerdem füllt es sich nicht selten mit Flüssigkeit und verformt sich.

Im späten Stadium leidet der Patient auch im Ruhezustand unter Gelenkschmerzen, die zu einem Dauerschmerz ausarten können. Er zeigt sich vorwiegend in der Nacht und ruft oft Schlafstörungen hervor. Ausgelöst wird er zumeist durch einen Gelenkerguss, der mitunter eine Reizung und Entzündung der Gelenkhaut zur Folge hat.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Diagnostiziert wird eine Osteoarthritis durch ihre typischen Beschwerden sowie die Gelenkeigenschaften, die der Arzt von außen beurteilen kann. Zu Beginn der Untersuchung überprüft der Mediziner den Patienten auf Bewegungsschmerzen, Bewegungseinschränkungen, Schwellungen, Stellen, die Druckschmerz verursachen, die Stabilität der Bänder und Veränderungen der Haut.

Außerdem sind häufig Auffälligkeiten am Gangbild des Patienten zu verzeichnen, wenn die Osteoarthritis am Knie oder der Hüfte auftritt. Als wichtigste Untersuchung gilt das Anfertigen von Röntgenaufnahmen. So lassen sich auf den Röntgenbildern charakteristische Veränderungen wie die Ausprägung von Osteophyten, eine Verengung des Gelenkspalts, eine Verdichtung des Knochens unterhalb des Knorpels sowie Knochenschäden erkennen.

Darüber hinaus können noch weitere Untersuchungsverfahren stattfinden wie eine Computertomographie (CT), eine Kernspintomographie (MRT), eine Sonographie (Ultraschalluntersuchung), eine Gelenkpunktion sowie eine Szintigraphie.

Eine exakte Bestimmung des Krankheitsverlaufs der Osteoarthritis lässt sich aufgrund der mannigfaltigen Ursachen nicht vornehmen. So schreitet die Krankheit individuell unterschiedlich voran. Ohne eine Behandlung verstärken sich die Schmerzen jedoch im Laufe der Zeit. Durch eine rechtzeitig durchgeführte Therapie ist es jedoch möglich, die Osteoarthritis positiv zu beeinflussen. Eine Heilung lässt sich allerdings nicht vornehmen.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung der Osteoarthritis verfolgt das Ziel, die Gelenkschmerzen zu lindern und dem Patienten wieder zu mehr Beweglichkeit zu verhelfen, um seine Lebensqualität zu verbessern. Zu Beginn der Therapie kommen konservative Maßnahmen zur Anwendung. Diese können eine orthopädische Behandlung oder physiotherapeutische Übungen beinhalten.

Auch eine Verringerung von Übergewicht gilt als wichtig. Zur Behandlung der Schmerzen dient die Gabe von Arzneimitteln wie Paracetamol, Ibuprofen oder Diclofenac, die in Form von Salben, Gelen oder Tabletten verabreicht werden. Während entzündlicher Phasen lassen sich Injektionen oder Gelenkspülungen mit Kortison anwenden. Als hilfreich wird zudem das Spritzen von Hyaluronsäure in das Gelenk angesehen.

Führen die konservativen Maßnahmen nicht zur Besserung der Beschwerden, ist das Einsetzen einer Endoprothese möglich. Diese Behandlung kommt vorwiegend bei einer fortgeschrittenen Osteoarthritis von Hüft- und Kniegelenk zur Anwendung. Dabei ersetzt ein Chirurg das verschlissene Gelenk durch eine Prothese aus Kunststoff, Keramik oder Metall.




Vorbeugung

Um einer Osteoarthritis vorzubeugen, empfehlen sich regelmäßige Bewegung und gezieltes Muskeltraining. Auf diese Weise lassen sich die Gelenke stärken und überflüssiges Gewicht abbauen.

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