Orthopantomographie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 26. September 2017
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Die Orthopantomographie ist eine unkomplizierte Untersuchung, die den kompletten Kieferbereich darstellt. Für die Aufnahmen werden Röntgenstrahlen eingesetzt. Dank der geringen Belastung handelt es sich für Zahnärzte um eine risikofreie Möglichkeit, diagnostische Aufnahmen des Kiefer- und Halsbereiches zu machen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Orthopantomographie?

Bei der Orthopantomographie handelt es sich um eine Röntgenaufnahme des dentalen Bereiches. Neben den Gelenken des Kiefers zeigt diese Untersuchung beide Kieferhöhlen, die Zähne sowie die sich in direkter Umgebung befindlichen Bereiche des Kiefers. Sogar die Seiten des Halses werden abgebildet. Die Orthopantomographie stammt aus Finnland und wurde vom Unternehmen Palomex entwickelt.

Mittlerweile zählt diese auch unter dem Namen Panorama-Schichtaufnahme bekannte Untersuchung zu den standardmäßigen Praktiken im radiographischen Arbeitsbereich der Medizin. Mehrere Abkürzungen finden für dieses Verfahren ebenfalls Verwendung. Dies sind OPT, OPG sowie OPTG. Die Orthopantomographie führen Zahnärzte in einer Praxis oder in einer Klinik durch. Benötigt wird für die Aufnahmen des dentalen Bereiches das OPT-Gerät. Der Vorteil dieser Untersuchung liegt darin, dass sich Patienten lediglich einer einzigen Orthopantomographie unterziehen müssen. Da sie so viele Bereiche abbildet, ist die Erstellung mehrerer Röntgenaufnahmen in diversen Untersuchungen überflüssig. Im Zuge dieser einen Orthopantomographie entwickeln Zahnärzte meist komplette Planungen für die Behandlung.

Funktion, Wirkung & Ziele

Für die Orthopantomographie benötigen Zahnärzte ein OPT-Gerät. Dieses funktioniert mit der in der Radiographie weit verbreiteten Röntgen-Technik. Verbaut sind in diesem Gerät entweder eine Zeilenkamera oder eine Film-Kassette. Dies sind die beiden möglichen Aufnahmegeräte. Im Zuge der Aufnahme wird das Gesicht des Patienten mit dem Aufnahmegerät umfahren. Dies entspricht einem Halbkreis.

Dabei werden Strahlen ausgesendet, die den Kiefer durchleuchten. Dabei treten die Strahlen in Bündeln auf. Diese haben eine Größe von 0,25 mm. Im Verlauf der Untersuchung erweitern sie sich auf 3 mm. Dank der ausgeklügelten Technik handelt es sich um eine effektive Tomographie, die die Kieferbereiche gekrümmt abbildet. Während der Orthopantomographie steht der Patient, da das Gerät für diese Körperhaltung gebaut wird. Dieses Prozedere wird für ihn allerdings dadurch leichter, dass er sich an Griffen festhalten kann. Während der Aufnahmen muss der Patient auf eine Platte beißen. Dies tut er mit seinen Vorderzähnen. Da sich der Kopf ohne Befestigung unkontrolliert bewegen könnte, muss er fixiert werden. So vermeiden die Ärzte Verwacklungen, mit denen die Aufnahmen unbrauchbar wären.

Die Orthopantomographie ist eine unkomplizierte Untersuchung, die den kompletten Kieferbereich darstellt.

Die Untersuchung ist für den Patienten komplett schmerzfrei. Das Einzige, was von ihm verlangt wird, ist Konzentration. Trotz der Fixierung des Kopfes muss er schließlich stillhalten, damit die Aufnahmen mit dem OPT-Gerät gelingen. Das Ziel der Orthopantomographie liegt darin, aussagekräftige Aufnahmen des Kiefers inklusive der Zähne zu bekommen. Mit ihnen zielen Ärzte darauf ab, eindeutige Diagnosen zu stellen. Allerdings geht mit diesem Verfahren auch ein Nachteil einher, der die Diagnose erschweren kann. Die Halswirbelsäule befindet sich in der Mitte und überschneidet sich mit den Frontzähnen oben und unten. Die Orthopantomographie gilt dennoch als bequemes und einfaches Verfahren zum Stellen verlässlicher Diagnosen. Dies gilt nicht nur für Schäden an den Zähnen oder klare Erkenntnisse hinsichtlich der Weisheitszähne. Da Teile des Halses aufgenommen werden, sind auch Adern sichtbar. Bei jenen handelt es sich um bedeutende Halsschlagadern.

Sind die Arterien verkalkt, besteht in der Folge die Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles. Demzufolge kann die Panorama-Schichtaufnahme nicht nur Zahnärzten, sondern auch Herz-Kreislauf-Spezialisten helfen. Insgesamt ist es mit dieser Untersuchung möglich, pathologische Zusammenhänge und ihre Folgen für das Kausystem des Menschen zu erkennen. Schmerzen im Kiefer oder Probleme mit den Weisheitszähnen identifizieren Zahnärzte mit der Orthopantomographie zuverlässig. Bei erkannten Krankheiten in den Halsschlagadern sollten allerdings weitere Untersuchungen folgen.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die Orthopantomographie ist für den Patienten frei von Schmerzen. Manche Betroffene berichten, dass sie sich während der Untersuchung eingeengt gefühlt haben. Dies geschieht dadurch, weil sie zwar stehen, ihren Kopf aber nicht bewegen können. Zudem müssen Patienten auf ein Plättchen beißen. Dies empfinden manche als unangenehm. Zudem ist es für viele ungewohnt, ein technisches Gerät dieser Art um ihren Kopf wandern zu sehen.

Gefährliche Risiken existieren allerdings nicht. Dies ist aus dem Grund so, da nur wenig Strahlung freigesetzt wird. Die größte Befürchtung zahlreicher Patienten wird demnach nicht bestätigt. Das digitale Röntgen setzt nur wenig Strahlung frei. Die Menge eines Fluges von mehreren Stunden wird dabei erreicht. Da die Orthopantomographie viele Bereiche auf einmal durchleuchtet und mehrere Durchführungen unnötig sind, verringert sich die Belastung durch Strahlen ebenfalls. Probleme kann es bei bestimmten Personen nur dann geben, wenn sie sich über einen längeren Zeitraum regelmäßig der Strahlung aussetzen würden.

Doch dies ist in einem Flugzeug genauso: Wer häufiger fliegt, dessen Körper hat ebenfalls mit einer höheren Strahlenbelastung zu kämpfen. Die Orthopantomographie ist allerdings keine Untersuchung, die sehr häufig beim gleichen Patienten durchgeführt wird. Nicht unerwähnt bleiben sollten allerdings einige potentielle Nachteile der Orthopantomographie. So können die Frontzähne für Probleme bei der Aufnahme sorgen. Dies tun sie, wenn sie eine extreme Stellung aufweisen. Dann besteht das Problem, dass eine gleichzeitige Darstellung der Ober- und Unterkieferfrontzähne nicht in einer perfekten Qualität möglich ist. Hinzu kommt, dass genaue Messungen nicht realisierbar sind. Dies gilt insbesondere in der Horizontale.

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Quellen

  • Kahl-Nieke, B.: Einführung in die Kieferorthopädie. Deutscher Zahnärzte Verlag, Köln 2010
  • Stelzenmüller, W., Wiesner, J.: Therapie von Kiefergelenkschmerzen. Thieme, Stuttgart 2010
  • Weber, T.: Memorix Zahnmedizin. Thieme, Stuttgart 2010

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