Orientierungsstörungen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Orientierungsstörungen oder Orientierungsprobleme können harmlose Ursachen haben, die vorüber gehen. Erschöpfung, Schlafmangel, Flüssigkeitsmangel, Medikamenten- oder Alkoholmissbrauch und Überanstrengung können in jedem Alter zu momentanen Orientierungsproblemen führen. Sie können aber auch eine Demenz andeuten. Daher sollte man wiederholt auftretende Störungen des Orientierungssinnes genauer hinterfragen. Um das zu ermöglichen, befassen wir uns hier mit vier Hauptfragen zum Thema Orientierungsstörungen.
Definition Orientierungsstörungen
Solche Orientierungsstörungen bestehen immer häufiger und mit immer weniger klaren Momenten. Andere Desorientiertheiten können als momentane Verwirrtheit umschrieben werden, deren Ursachen nachvollziehbar erscheinen. Der Begriff "Orientierungsstörungen" ist ein verallgemeinernder Begriff, der in Medizin und Psychiatrie eingeführt ist. Über die Ursachen und Formen von Orientierungsstörungen ist damit nicht viel gesagt.
Ursachen für Orientierungsstörungen
In neuerer Zeit können Orientierungsstörungen auch auf eine beginnende Chemikalienintoleranz bzw. Schädigungen des Hirns durch flüchtige Lösemittel, Holzschutzmittel, Schwermetalle oder Pestizide hinweisen. Im Alter sind Orientierungsstörungen meistens Hinweise auf eine beginnende Demenz oder Alzheimererkrankung. Sie können jedoch auch auf Überforderung, Erschöpfung, mangelnde Flüssigkeitsaufnahme, Alkoholismus, Medikamentenmissbrauch und ähnliches hinweisen.
Zunächst sind die Orientierungsprobleme als Symptom anzusehen, das viele Ursachen haben kann. Das macht die Ursachenermittlung zum Teil sehr schwer. Auch die Schwere des Krankheitsbildes kann sehr unterschiedlich sein. Die Diagnostik von Orientierungsstörungen sollte man in die Hände eines Neurologen oder Psychiaters legen.
Krankheiten mit Orientierungsstörungen
Behandlung von Orientierungsstörungen
Zunächst ist eine Diagnose nötig, die die Orientierungsstörungen schlüssig erklärt. Gegebenenfalls ist auch eine Röntgen-Aufnahme des Gehirns sinnvoll. Bei psychisch bedingten Orientierungsstörungen muss man ganz anders behandeln als bei organisch bedingten Orientierungsstörungen. Pflegenotstände wie mangelnde Flüssigkeitsaufnahme verlangen eine andere Maßnahme als heimlicher Schlafmittelmissbrauch oder unerkannter Altersalkoholismus. Es kann also keine einheitliche Behandlung von Orientierungsstörungen geben. Zu den möglichen Behandlungsarten für Orientierungsstörungen können aber Gesprächs-Therapien, medikamentöse Behandlungsformen, Konzentrationsübungen, Entspannungstechniken und anderes gehören.
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Vorbeugung von Orientierungsproblemen
Um Orientierungsstörungen vorzubeugen, bedarf es verschiedenster Maßnahmen. In jedem Alter sind Konzentrationsübungen, die Enthaltung von Süchten, die Reduzierung von Chemikalienbelastungen oder das Achten auf ausreichend Schlaf geeignete Maßnahmen.
Gesunde Ernährung, Maßhalten mit Alkohol und Medikamenten oder Bewegung an der frischen Luft versorgen den Körper mit allem, was er braucht. Geist und Seele wollen allerdings auch regelmäßig trainiert werden und mindern spätere Orientierungsproblemen.
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