Orientierungsstörungen

Orientierungsstörungen oder Orientierungsprobleme können harmlose Ursachen haben, die vorüber gehen. Erschöpfung, Schlafmangel, Flüssigkeitsmangel, Medikamenten- oder Alkoholmissbrauch und Überanstrengung können in jedem Alter zu momentanen Orientierungsproblemen führen. Sie können aber auch eine Demenz andeuten. Daher sollte man wiederholt auftretende Störungen des Orientierungssinnes genauer hinterfragen. Um das zu ermöglichen, befassen wir uns hier mit vier Hauptfragen zum Thema Orientierungsstörungen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Orientierungsstörungen

Bei den üblichen Orientierungsstörungen unterscheidet man zeitliche Orientierungsstörungen, ortsbezogene Orientierungsprobleme, situativ bedingte Desorientiertheit und Orientierungsstörungen zur eigenen Person. Bei einer beginnenden Alzheimerdemenz sind zunächst die zeitliche, dann die situationsbedingte und örtliche und im letzten Schritt die auf die eigene Person bezogene Orientierung betroffen.

Solche Orientierungsstörungen bestehen immer häufiger und mit immer weniger klaren Momenten. Andere Desorientiertheiten können als momentane Verwirrtheit umschrieben werden, deren Ursachen nachvollziehbar erscheinen. Der Begriff "Orientierungsstörungen" ist ein verallgemeinernder Begriff, der in Medizin und Psychiatrie eingeführt ist. Über die Ursachen und Formen von Orientierungsstörungen ist damit nicht viel gesagt.

Ursachen für Orientierungsstörungen

Orientierungsstörungen können in allen möglichen Zusammenhängen auftreten. Sie können Folge bestimmter Erkrankungen sein oder nach Operationen auftreten. Psychische Erkrankungen können Orientierungsprobleme nach sich ziehen. Fortschreitender Alkohol- und Medikamentenmissbrauch ist als mögliche Ursache von Desorientiertheit bereits beschrieben worden.

In neuerer Zeit können Orientierungsstörungen auch auf eine beginnende Chemikalienintoleranz bzw. Schädigungen des Hirns durch flüchtige Lösemittel, Holzschutzmittel, Schwermetalle oder Pestizide hinweisen. Im Alter sind Orientierungsstörungen meistens Hinweise auf eine beginnende Demenz oder Alzheimererkrankung. Sie können jedoch auch auf Überforderung, Erschöpfung, mangelnde Flüssigkeitsaufnahme, Alkoholismus, Medikamentenmissbrauch und ähnliches hinweisen.

Zunächst sind die Orientierungsprobleme als Symptom anzusehen, das viele Ursachen haben kann. Das macht die Ursachenermittlung zum Teil sehr schwer. Auch die Schwere des Krankheitsbildes kann sehr unterschiedlich sein. Die Diagnostik von Orientierungsstörungen sollte man in die Hände eines Neurologen oder Psychiaters legen.

Krankheiten mit Orientierungsstörungen

Behandlung von Orientierungsstörungen

Die Behandlung von Orientierungsproblemen richtet sich sinnvoller Weise nach der vermuteten oder diagnostizierten Ursache derselben. Akut auftretende Orientierungsstörungen sind ein Zustand, der erhöhte Aufmerksamkeit und intensivere Beobachtung des Menschen verlangt, der betroffen ist. Er bemerkt seine Desorientiertheit nicht immer. Das Alter, in dem Orientierungsstörungen bemerkt werden, ist ebenso in Rechnung zu ziehen wie kürzlich gehabte Erlebnisse, veränderte Schlafgewohnheiten, erhöhte Chemikalienbelastungen, veränderte Trinkgewohnheiten, eingenommene Medikamente, eine neue Umgebung und ähnliches.

Zunächst ist eine Diagnose nötig, die die Orientierungsstörungen schlüssig erklärt. Gegebenenfalls ist auch eine Röntgen-Aufnahme des Gehirns sinnvoll. Bei psychisch bedingten Orientierungsstörungen muss man ganz anders behandeln als bei organisch bedingten Orientierungsstörungen. Pflegenotstände wie mangelnde Flüssigkeitsaufnahme verlangen eine andere Maßnahme als heimlicher Schlafmittelmissbrauch oder unerkannter Altersalkoholismus. Es kann also keine einheitliche Behandlung von Orientierungsstörungen geben. Zu den möglichen Behandlungsarten für Orientierungsstörungen können aber Gesprächs-Therapien, medikamentöse Behandlungsformen, Konzentrationsübungen, Entspannungstechniken und anderes gehören.

Rezeptfreie Medikamente gegen Orientierungsstörung

Hier Informieren:

Vorbeugung von Orientierungsproblemen

Um Orientierungsstörungen vorzubeugen, bedarf es verschiedenster Maßnahmen. In jedem Alter sind Konzentrationsübungen, die Enthaltung von Süchten, die Reduzierung von Chemikalienbelastungen oder das Achten auf ausreichend Schlaf geeignete Maßnahmen.

Gesunde Ernährung, Maßhalten mit Alkohol und Medikamenten oder Bewegung an der frischen Luft versorgen den Körper mit allem, was er braucht. Geist und Seele wollen allerdings auch regelmäßig trainiert werden und mindern spätere Orientierungsproblemen.

Bücher über Orientierungsprobleme bei Demenz

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Orientierungsstörungen?

Name oder Pseudonym:
E-Mail (optional):
(Wird nicht angezeigt. Nur notwendig, wenn Antwort erwünscht wird.)
Kommentar:
(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Orientierungsst%c3%b6rungen