Ohrenschmalz

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. November 2016
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Bei Ohrenschmalz handelt es sich um eine gelbliche Masse, die in den äußeren Gehörgängen gebildet wird. In den meisten Fällen ist das Auftreten von Ohrenschmalz ein normales und gesundes Phänomen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Ohrenschmalz

Das Ohrenschmalz wird von speziellen Drüsen im Ohr gebildet. Bei den meisten Menschen ist die gelblich bis braune Masse klebrig und feucht. In Asien und bei den Ureinwohnern Amerikas konnte sich genetisch jedoch eine trockene Variante des Ohrenschmalzes durchsetzen.

Beide Formen dienen jedoch dem gleichen Zweck: Eindringender Schmutz und Insekten sollen aus der empfindlichen Körperöffnung ferngehalten werden.

Ohrenschmalz wirkt antibakteriell und kann zudem abgestorbene Hautzellen und andere Schmutzpartikel aufnehmen und nach außen befördern. Problematisch wird das Auftreten von Ohrenschmalz nur, wenn dieses Pfropfen bildet, welche den Gehörgang verschließen können.

Ursachen

Der Grund für die Pfropfbildung von Ohrenschmalz ist in vielen Fällen eine falsche oder übermäßige Reinigung. Bei einigen Menschen wird von Natur aus zu viel Ohrenschmalz gebildet andere verstärken die Produktion dadurch, dass sie den Ohrenschmalz zu häufig entfernen.

Durch die Verwendung von Wattestäbchen zur Reinigung des Gehörganges wird das Ohrenschmalz zusätzlich verdichtet. Während das lockere Ohrenschmalz durch Bewegungen beim Kauen oder Sprechen nach draußen befördert wird, kann ein Pfropf diesen Weg nicht mehr nehmen.

Das Ohrenschmalz setzt sich fest, was Druckgefühle und Schwerhörigkeit zur Folge haben kann. Auch ein starker Juckreiz im Ohr kann ein Hinweis auf einen Pfropf aus Ohrenschmalz darstellen.

Diagnose & Verlauf

Durch übermäßige Reinigung unter Verwendung von Wattestäbchen kann das Ohrenschmalz im Gehörgang sich zu einem Pfropf verdichten.

Ein Pfropf aus Ohrenschmalz ist für das Ohr nicht gefährlich. Die Beeinträchtigung des Gehörsinnes ist nur vorübergehend und gibt sich, sobald der Pfropf entfernt wurde.

Viele Personen glauben jedoch, den Pfropf mit verschiedenen Gegenständen selbst entfernen zu können. Büroklammern, Streichhölzer oder ähnliche Gegenstände werden regelmäßig genutzt, um das Ohrenschmalz zu entfernen. Hierbei entsteht jedoch leicht ein größerer Schaden, als es das Ohrenschmalz je anrichten könnte.

Falls das Trommelfell verletzt wird, können Krankheitserreger eintreten. Entzündungen und im schlimmsten Falle sogar der Verlust des Gehörs können die Folgen sein. Wer jedoch den Pfropf aus Ohrenschmalz fachgerecht entfernen lässt oder die passenden Hilfsmittel aus der Apotheke nutzt, muss keine Schäden fürchten. Mit der richtigen Pflege kann eine erneute Bildung eines Ohrenschmalzpfropfes ganz verhindert werden.

Behandlung

Ohrenschmalz in normalen Mengen muss nicht behandelt werden, da es zu den natürlichen Schutzmechanismen des Körpers gehört. Sollte sich ein Pfropf gebildet haben, muss dieser jedoch entfernt werden. Wenige Methoden können vom Patienten zu Hause getestet werden. Spezielle Tropfen, die zu diesem Zweck ins Ohr geträufelt werden, lassen den Pfropf aufquellen, sodass dieser natürlich abfließen kann.

Warmes Wasser genügt anschließend, um das Ohr zu spülen. Da das Gleichgewichtsorgan von dieser Prozedur berührt wird, sollten die Ohren nur in sitzender Position gespült werden. Eine weitere Methode ist die Verwendung einer Ohrkerze. Diese im Inneren hohle Bienenwachskerze wird in das betroffene Ohr gestellt und entzündet. Der Unterdruck, der durch die Wärmeentwicklung entsteht, kann dabei helfen, den Pfropf zu lösen. Dabei ist aber Vorsicht angebracht. Heißer Wachs könnte ins Ohr tropfen und die empfindliche Haut verbrennen.

Der Patient sollte die Kerze aus diesem Grund nicht allein benutzen. Falls diese Methode nicht erfolgreich ist, kann der Hals-Nasen-Ohrenarzt bei der Behandlung helfen. Er hat die richtigen Instrumente, um im Inneren des Gehörganges gefahrlos agieren zu können. Auch mit ärztlicher Unterstützung wird der Pfropf aus Ohrenschmalz in der Regel aufgelöst, um ihn entfernen zu können.

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Vorbeugung

Statt das Ohrenschmalz mit Wattestäbchen oder anderen Werkzeugen aus dem Gehörgang zu hebeln, sollte man es besser abfließen lassen. Die Reinigung der Ohrmuschel genügt völlig, um die Ohren sauber zu halten. Das Innere des Gehörganges sollte bei der täglichen Pflege außer Acht gelassen werden. So wird zum einen verhindert, dass die Produktion des Ohrenschmalzes unnötig angeregt wird, zum Anderen wird vermieden, das Ohrenschmalz im Inneren des Ohres zu verdichten.

Mittel gegen Ohrenschmalz

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