Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur)

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 9. August 2017
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Der Oberschenkelhalsbruch oder die Schenkelhalsfraktur ist ein akuter Zustand, der gehäuft bei älteren Personen und weniger bei jungen Menschen oder im mittleren Alter auftritt. Diese Tatsache beeinflusst ebenfalls die Heilungsdauer beim Oberschenkelhalsbruch ganz entscheidend.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Oberschenkelhalsbruch?

Hinter dem Oberschenkelhalsbruch, medizinisch exakt auch als Femurfraktur oder einfach Schenkelhalsfraktur bezeichnet, kommt es zum Durchbrechen des Knochens im Bereich des Oberschenkels entweder links- oder rechtsseitig.

Der Oberschenkelhalsbruch ist aufgrund seiner typischen Positionierung auch als hüftnaher Bruch bekannt. Beim Oberschenkelhalsbruch wird zwischen zwei Varianten unterschieden. Handelt es sich um einen stabilen Oberschenkelhalsbruch, verläuft die Therapie ganz anders als bei einem instabilen Oberschenkelhalsbruch.

Beim Oberschenkelhalsbruch werden in Abhängigkeit von den lokalisierbaren Bruchstellen unterschiedliche Frakturarten benannt. Neben der sogenannten medialen Schenkelhalsfraktur sind dies der laterale und die pertrochantäre Bruchverlauf.

Bei der medialen Fraktur verläuft der Bruch unterhalb des Femurkopfes und liegt in der Gelenkkapsel. Verläuft die Bruchlinie beim Oberschenkelhalsbruch nicht mehr in der Gelenkkapsel, wird von einer lateralen Fraktur gesprochen. Verschiedene Therapieansätze ergeben sich auch dann, wenn es sich um die Bruchlinie handelt, die zwischen dem Schenkelhals und dem sogenannten Knochenschaft festgestellt wird.

Ursachen

Die Ursachen für die Entstehung eines Oberschenkelhalsbruches basieren in der Regel auf übermäßiger mechanischer Krafteinwirkung. Sei dies durch einen Sturz oder einen Unfall, der Knochen wird in diesem Zusammenhang so enorm belastet, dass es zum Bruch kommt.

Der Oberschenkelhalsbruch wird durch variierende Umstände begünstigt, was ebenfalls ein Anzeichen für die massive Häufung bei bestimmten Alters- und Personengruppen ist.

In der Medizin werden zu den Ursachen für einen Oberschenkelhalsbruch neben krankhaften Beeinträchtigungen der Knochenstruktur mit einer zunehmenden Instabilität der Statik des Knochens ebenfalls kurzzeitige Biege- und Abschereinwirkungen, sprich Stürze gezählt.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Häufig kann ein Oberschenkelhalsbruch aufgrund der Fehlstellung des Oberschenkels und der schmerzhaften Beschwerden von einem geschulten Auge erkannt werden. Diese sichtbaren Symptome lassen sich durch Tastuntersuchungen des Facharztes bestätigen. Darüber hinaus ist eine röntgentechnische Begutachtung notwendig, die in der Regel auf einem sogenannten axialen Röntgenbild basiert.

Geröntgt wird beim Oberschenkelhalsbruch die betroffene Hüfte. Durch weiterführende diagnostische Verfahren wie eine Computertomographie kann in komplizierten Fällen eine zusätzliche Abklärung des Ausmaßes des Oberschenkelhalsbruches vorgenommen werden.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung des Oberschenkelhalsbruches erfolgt in Abhängigkeit von der Diagnose, ob es sich um einen stabilen oder instabilen Bruch handelt und vom Ausmaß des Bruches. Wird ein stabiler Oberschenkelhalsbruch festgestellt, kann ein operativer Eingriff zum Richten der Fraktur ausgeschlossen werden. Die Betroffenen werden mit einer ausreichenden Schmerzbehandlung versorgt und der Bruch kann unter Ruhe und mit zusätzlichen krankengymnastischen Übungen ausheilen.

Bei einem instabilen Oberschenkelhalsbruch ist eine chirurgische Behandlung unerlässlich. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn es beim Oberschenkelhalsbruch zu einer Verschiebung der Bruchstellen gekommen ist. Diese Problematik, die auch als Dislokation bezeichnet wird, kann durch unterschiedliche operative Eingriffe ausgeglichen werden. Es besteht die Möglichkeit, innerhalb der modernen chirurgischen Verfahren beim Oberschenkelhalsbruch entweder eine hüfterhaltende Therapie oder ein Ersatz des Hüftgelenks in Betracht zu ziehen.

Darüber hinaus eignet sich die Behandlung eines Oberschenkelhalsbruches mittels der als intertrochanteren Osteotomie bezeichneten Methode ausgezeichnet für junge Patienten.

Bei der ersten Variante werden an den Oberschenkelhals spezielle Elemente angeschraubt, welche die Bruchstelle nach einem Oberschenkelhalsbruch wieder stabilisieren. Beim Hüftgelenksersatz setzt der Operateur eine Kopfprothese oder eine Hüfttotalendoprothese ein, um den Bereich zu therapieren und wieder eine Mobilität zu erzielen.

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Vorbeugung

Um einen Oberschenkelhalsbruch zu vermeiden, ist es wichtig, dem Einwirken mechanischer Kräfte auf diesen Hüftbereich entgegenzuarbeiten. Dies kann bei älteren Menschen dadurch geschehen, dass sturzgefährdende Lebensbereiche barrierefrei gestaltet werden.

Darüber hinaus können besonders unruhige, demente Personen mit sogenannten Schutzelementen ausgerüstet werden. Diese sind unter der Bezeichnung Protektoren bekannt und werden sowohl an den Hüften als auch an den Knien angelegt. Diese Hilfsmittel dämpfen die Krafteinwirkung bei Stürzen und beugen einem Oberschenkelhalsbruch vor.

Wichtig sind außerdem die Behandlung von Schwindelsymptomen sowie eine kalziumreiche Ernährungsweise. Ein zusätzliches Körpertraining sowie eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme können das Risiko für einen Oberschenkelhalsbruch gleichsam senken.

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Quellen

  • Breusch, S., Clarius, M., Mau, H., Sabo, D. (Hrsg.): Klinikleitfaden Orthopädie, Unfallchirurgie. Urban & Fischer, München 2013
  • Niethard, F., Pfeil, J., Biberthaler, P.: Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme, Stuttgart 2014
  • Wülker, N., Kluba, T., Roetman, B., Rudert, M.: Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme, Stuttgart 2015

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