Nystatin

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Nystatin wird in der Medizin zur Behandlung von Pilzinfektionen eingesetzt, es handelt sich also bei dem Wirkstoff um ein sogenanntes Antimykotikum. Mit Nystatin können sowohl Haut als auch Schleimhäute behandelt werden. Pilzerkrankungen werden beim Menschen durch drei unterschiedliche Klassen von humanpathogenen Pilzen verursacht, es handelt sich dabei um sogenannte Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze. Der Wirkstoff Nystatin kommt insbesondere in der Behandlung von Hefepilzerkrankungen zum Einsatz.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Nystatin?

Nystatin ist sowohl in Zubereitungen vorhanden, die direkt auf die Haut aufgetragen werden als auch in Präparaten, die oral zur Anwendung kommen.

Pilzerkrankungen im Mundbereich werden häufig durch sogenannte Hefepilze verursacht, deshalb kommt der Wirkstoff Nystatin beim Mundsoor gezielt zum Einsatz. Hefepilze sind ebenfalls verantwortlich für das Entstehen einer sogenannten Windeldermatitis bei Neugeborenen und Kleinkindern, auch in diesen Fällen wird der Wirkstoff Nystatin lokal erfolgreich zur Behandlung eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete sind die Scham- und Afterregion sowie der gesamte Verdauungstrakt.

Nystatin hat als chemische Substanz die Eigenschaft, das Wachstum von Pilzen zu hemmen. Die ungestörte Ausbreitung und Vermehrung der Pilze wird durch die Anwendung von Nystatin unterbunden.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Nystatin ist deshalb dazu geeignet, einen Pilzbefall auf der Haut oder auf der Schleimhaut nachhaltig zu bekämpfen. So können die Symptome von Hefepilzerkrankungen im Bereich der Schleimhäute des Verdauungstraktes, des Afters oder auch der Geschlechtsorgane gelindert werden.

Durch die orale Gabe von Nystatin können Hefepilzherde im Verdauungskanal beseitigt werden. Bei Nystatin handelt es sich um ein Antimykotikum auf der Basis von Polyen. Bei nachgewiesener Überempfindlichkeit gegen Antipilzmittel auf Polyen-Basis darf Nystatin nur nach ausdrücklicher Rücksprache mit dem behandelnden Arzt angewendet werden. Grundsätzlich darf der Wirkstoff Nystatin während der Schwangerschaft und Stillzeit zur Anwendung kommen, denn es konnten bisher keine nachteiligen Wirkungen nachgewiesen werden.

Auch bei Kindern mit Hefepilzinfektionen darf der Wirkstoff Nystatin verwendet werden, bei sehr untergewichtigen oder unreifen Frühgeborenen sollte eine Behandlung mit Nystatin jedoch unterbleiben. Wie andere Antipilzmittel auch, so kann der Wirkstoff Nystatin zu gewissen Nebenwirkungen führen. Die Nebenwirkungen durch Nystatin sind als selten zu bezeichnen und treten nur bei wenigen Patienten auf.

Nystatin wird in der Medizin zur Behandlung von Hefepilzinfektionen eingesetzt, diese können im Bereich der Schleimhäute des Verdauungstraktes, des Afters oder auch der Geschlechtsorgane auftreten.

Medikamente und Präparate mit Nystatin stehen als Tabletten, Suspensionen, Salben oder Scheidenzäpfchen zur Verfügung. Eine Besonderheit des Wirkstoffes Nystatin ergibt sich bei dessen oraler Anwendung. Denn es konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass Nystatin nicht über den Verdauungstrakt in den Körper aufgenommen wird.

Vielmehr entfaltet der Wirkstoff Nystatin bei der Anwendung als Tablette seine volle Wirksamkeit im gesamten Magen-Darm-Trakt. Es wurde allerdings auch beobachtet, dass Hefepilze gegenüber dem Wirkstoff Nystatin eine Resistenz entwickeln können. Dann wäre besonders bei immer wiederkehrenden Infektionen zu prüfen, ob eine Behandlung mit Nystatin noch angezeigt ist.

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Risiken & Nebenwirkungen

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind im Zusammenhang mit der Behandlung von Nystatin bislang keine bekannt. Bei örtlicher Anwendung auf Haut oder Schleimhaut kann Nystatin in seltenen Fällen zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen, dazu zählen insbesondere Juckreiz, Brennen oder Rötungen.

Bei sogenannten Streureaktionen sollte die Behandlung mit Nystatin vorzeitig abgebrochen werden. Hierbei breiten sich die Papeln, Rötungen oder Bläschen auch über die Auftragsstelle hinaus aus.Der häufigste krankmachende Hefepilz beim Menschen ist Candida albicans. Es handelt sich um einen so genannten fakultativ-pathogenen Krankheitskeim, der also nicht zwingend, sondern nur unter bestimmten Voraussetzungen überhaupt Infektionskrankheiten verursacht.

Auch bei einem gesunden Menschen besiedelt diese Pilzart Haut und Schleimhaut. Nur durch ein geschwächtes Immunsystem können sich die Hefepilze explosionsartig vermehren und ausbreiten. In diesen Fällen ist die Behandlung mit dem Wirkstoff Nystatin angezeigt.

Nach dem Absetzen der entsprechenden Präparate sollten die Nebenwirkungen innerhalb kürzester Zeit verschwunden sein. Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit der Anwendung von Nystatin beobachtet wurden, sind Magen-Darm-Störungen, beispielsweise Übelkeit sowie Durchfall und Erbrechen. Nesselfieber und Hautausschlag können bei der Anwendung von Nystatin gelegentlich auftreten. Eine schwere Hautreaktion, das sogenannte Stevens-Johnson-Syndrom tritt bei der Behandlung mit Nystatin extrem selten auf.

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