Notfallmedizin

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 24. November 2016
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Die Notfallmedizin befasst sich als Teilgebiet der Medizin mit der Erkennung und Behandlung medizinischer Notfälle. Sie ist eng verbunden mit den Teilbereichen Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesiologie und Neurologie. In Deutschland ist Notfallmedizin ein Fachgebiet, welches einer zusätzlichen ärztlichen Weiterbildung bedarf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Notfallmedizin?

Die Notfallmedizin umfasst eine ganze fachliche Rettungskette, in welche mehrere medizinische Teilbereiche einbezogen sind. Dazu zählen Innere Medizin, Anästhesiologie, Neurologie und Chirurgie. Eng verbunden mit der Notfallmedizin sind auch Rettungsmedizin und Katastrophenmedizin. Die Rettungsmedizin beschäftigt sich mit den außerhalb von medizinischen Einrichtungen durchgeführten medizinischen Notmaßnahmen.

Dabei kann sie weder inhaltlich noch fachlich von der Notfallmedizin in Krankenhäusern getrennt werden. Die Katastrophenmedizin beschreibt den Aspekt der Notfallmedizin, der in Katastrophenfällen auftritt. Während in Katastrophenfällen eine Massenversorgung der verunglückten Menschen zu organisieren ist, werden bei der Rettungsmedizin individuelle Maßnahmen zur Lebensrettung durchgeführt. Die Notfallmedizin ist daher ein sehr komplexes Fachgebiet und erfordert eine umfangreiche ärztliche Ausbildung.

Dazu zählen fachliche Kenntnisse über die Vorgehensweise bei einem Massenanfall von Erkrankten und Verletzten, über psychiatrische Notfälle sowie über geeignete Maßnahmen zur Therapie und Diagnostik plötzlich auftretender medizinischer Notfälle. Des Weiteren gehören dazu auch Kenntnisse über die organisatorischen und rechtlichen Grundlagen des Rettungsdienstes. Das in der Notfallmedizin tätige Personal wird als Rettungsfachpersonal bezeichnet. Es setzt sich aus Notärzten, Rettungsassistenten, Rettungshelfern, Rettungssanitätern, Sanitätern, Krankenhelfern sowie Ersthelfern zusammen.

Behandlungen & Therapien

Die Notfallmedizin kommt bei akut auftretenden Störungen der Vitalfunktion des Körpers zum Einsatz. Die schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen können durch Erkrankungen, Unfälle oder Katastrophenfälle verursacht werden. Zunächst müssen lebensrettende Maßnahmen durchgeführt werden. Dabei kommt es darauf an, um welchen lebensbedrohlichen Zustand es sich handelt.

Bei Herzstillstand muss unverzüglich die kardio-pulmonale Wiederbelebung erfolgen. Bei Verletzungen ist eine fachgerechte Ruhigstellung des Körpers, seine Repositionierung (Umlagerung) und gegebenenfalls zur Stillung einer Blutung das Anlegen eines Druckverbandes erforderlich. Die therapeutischen Maßnahmen umfassen auch die fachgerechte Lagerung und Rettung der Notfallpatienten. Gegebenenfalls ist eine Herz-Druck-Massage notwendig. Die Notfallmedizin umfasst ein großes Spektrum zu behandelnder Störungen. Dazu zählen Herzinfarkte, Schlaganfälle, plötzliche Schmerzzustände und weitere lebensbedrohliche medizinische Zustände, die im Rahmen einer zugrunde liegenden Erkrankung plötzlich auftreten. Manchmal sind die Ursachen bekannt, weil der Patient bereits lange an einer schweren Erkrankung leidet.

Die Notfallmedizin befasst sich als Teilgebiet der Medizin mit der Erkennung und Behandlung medizinischer Notfälle.

Dann können schnell medizinische Notmaßnahmen eingeleitet werden, die bezüglich des Grundleidens notwendig sind. Die Herausforderung zur Notbehandlung besteht jedoch bei plötzlich auftretenden Krisen, ohne dass die Ursache bekannt ist. Auch hier gibt es jedoch erste Notmaßnahmen, die lebensrettend wirken. Ein großes Einsatzgebiet der Notfallmedizin sind Unfälle und Katastrophen. Bei Unfällen mit wenigen Beteiligten müssen sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet werden. Diese umfassen stabile Seitenlage und gegebenenfalls manuelle Beatmung und Herzmassage. Bei Katastrophen mit einem Massenanfall von verletzten Personen können individualmedizinische Aspekte oft nicht berücksichtigt werden.

Es muss grundsätzlich die Triage der Betroffenen erfolgen. Die Triage ist die Priorisierung einer medizinischen Hilfeleistung bei einer sehr hohen Anzahl von Verletzten. Das ist in diesem Fall unvermeidlich, um so viel Personen wie möglich retten zu können. Während der präklinischen Behandlung können nur die notwendigsten lebensrettenden Maßnahmen unternommen werden. Die weitere Behandlung erfolgt im klinischen Bereich. Hier ist die Notfallmedizin mit verschiedenen anderen medizinischen Bereichen wie Intensivmedizin, Unfallchirurgie, Innere Medizin, Psychiatrie oder Neurochirurgie eng verzahnt. Bei Kindern spielt auch noch die Pädiatrie eine Rolle. Im klinischen Bereich gewinnen die diagnostischen Untersuchungen innerhalb der Notfallmedizin eine große Bedeutung.

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Diagnose & Untersuchungsmethoden

Innerhalb der Notfallmedizin ist das sichere Erkennen bedrohlicher Störungen die Grundlage für die erfolgreiche Behandlung des Patienten. Beim Erstkontakt zum lebensbedrohlich Erkrankten bleibt nur wenig Zeit für eine ausgiebige Untersuchung. Es müssen lebensrettende Sofortmaßnahmen getroffen werden. Hier kommen leicht zu handhabende Geräte für den Schnell-Check zum Einsatz.

So wird bei lebensbedrohlichen Verletzungen der initiale Traumacheck durchgeführt, der für den Transport und die weitere Behandlung erforderlich ist. Dabei werden grundsätzlich alle Körperteile in Anpassung an die Situation untersucht. Bei diesem Check wird besonderes Augenmerk auf Schmerzreaktionen, anomale Gelenk- und Knochenstellung sowie weitere Besonderheiten gelegt. In der präklinischen Notfallmedizin beschränkt sich die Untersuchung auf die gefährdetsten Körperregionen Brust, Bauch, Becken und Oberschenkel. In der Notaufnahme des Krankenhauses wird die Untersuchung dann intensiver durchgeführt. Eine weitere Schnelluntersuchung stellt der Neurocheck dar. Dabei wird die Funktionstüchtigkeit des Nervensystems getestet, wobei das Schmerzempfinden, die Motorik und die Durchblutung untersucht werden.

Das ist besonders wichtig, wenn der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung besteht. Der Notfallmedizin stehen einige weitere apparative Möglichkeiten zur Verfügung. So ist mittels eines EKG-Monitorings die Dauerüberwachung des Herzens möglich. Im Rahmen dieser Untersuchung können gefährliche Herzrhythmusstörungen diagnostiziert werden. Mittels Pulsoxymetrie wird die arterielle Sauerstoffsättigung des Blutes untersucht. Diese Maßnahme dient zur Patientenüberwachung beim Krankentransport, nach künstlicher Beatmung oder nach Sauerstoffmangelzuständen. Eine weitere Untersuchungsmethode stellt die sogenannte Kapnometrie mittels eines Kapnografen dar.

Dabei wird der Kohlendioxidgehalt der ausgeatmeten Luft bestimmt. Der Einsatz der Kapnometrie dient zur Optimierung der Ventilation bei der Beatmung. Außerdem kann damit der Stoffwechsel bei der Reanimationsbehandlung abgeschätzt werden. Des Weiteren werden Blutzuckermessungen durchgeführt, um eventuelle hypo- oder hyperglykämische Zustände festzustellen. Untersuchungen auf Troponin können einen Hinweis auf Herzinfarkt geben. Schließlich finden in der Notfallmedizin auch Untersuchungen auf toxische Substanzen statt.

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