Nephrosklerose

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. August 2017
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Bei vorliegender Nephrosklerose ist die Niere eines Betroffenen in Mitleidenschaft gezogen. Frühzeitige Therapieschritte erhöhen meist den Behandlungserfolg.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Nephrosklerose?

Die Nephrosklerose ist eine Nierenkrankheit, die unter anderem auch als vaskuläre oder hypertensive Nephropathie bezeichnet wird. Sehr häufig geht die Nephrosklerose mit erhöhtem Blutdruck Betroffener einher.

Unterschieden werden kann zwischen der sogenannten benignen (gutartigen) und der malignen (bösartigen) Nephrosklerose. Die benigne Form der Nephrosklerose ist unter anderem gekennzeichnet durch die Bildung von Verhärtungen an den Arteriolen (den kleinsten Arterien der Niere). Häufig ruft die benigne Form der Nephrosklerose bei Betroffenen zunächst keine Beschwerden hervor; treten Symptome auf, so zeigen sich diese beispielsweise in Kopfschmerzen, Ruhelosigkeit und/oder Appetitlosigkeit.

Während die Nierenfunktion durch eine benigne Nephrosklerose meist nicht beeinträchtigt ist, sind betroffene Patienten häufig anfälliger für Nierenbeckenentzündungen.

Im Rahmen der malignen Nephrosklerose kommt es in den meisten Fällen zu Veränderungen von Nierengewebe und Gefäßwänden. Mögliche Symptome der fortgeschrittenen Erkrankung sind beispielsweise verschwommenes Sehen oder Zustände der Verwirrtheit.

Ursachen

Eine benigne Nephrosklerose folgt häufig aus einer beim Betroffenen vorliegenden Arteriosklerose (einer Arterienverkalkung), die mit erhöhtem Blutdruck verbunden ist.

Die maligne Form der Nephrosklerose kann beispielsweise durch sehr stark erhöhten Blutdruck verursacht sein. Auch verschiedene Nierenkrankheiten und die Einnahme empfängnisverhütender Medikamente kann die maligne Nephrosklerose begünstigen. Nicht abschließend geklärt ist die Rolle verschiedener Viruserkrankungen als Auslöser der malignen Nephrosklerose.

Das Auftreten einer Nephrosklerose kann darüber hinaus von verschiedenen Risikofaktoren begünstigt werden. Zu diesen Risikofaktoren zählen beispielsweise ein ausgeprägter Nikotinkonsum, familiär gehäuft auftretende Fälle von Nephrosklerose, vorliegende Störungen des Fettstoffwechsels und/oder eingeschränkte Nierenfunktionen.

Vergleichsweise häufig tritt die Nephrosklerose bei Personen höheren Lebensalters, männlichen Geschlechts oder schwarzer Hautfarbe auf.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Die Diagnose einer vorliegenden Nephrosklerose beginnt in der Regel mit einem ausführlichen Patientengespräch. Im Rahmen dieses Gesprächs erfragt ein behandelnder Arzt beispielsweise Dauer und Ausprägung vorliegender Symptome.

Auch Informationen zur Krankenvorgeschichte eines Patienten werden meist erfragt. Aus dem Gespräch gewonnene Hinweise können in der Folge beispielsweise durch Untersuchungen von Blut und Urin einer betroffenen Person ergänzt werden; so kann der Verdacht auf eine Nephrosklerose beispielsweise durch eine erhöhte Eiweißkonzentration im Urin erhärtet werden. Eine maligne Nephrosklerose ist in der Regel lediglich mithilfe einer Biopsie (einer Entnahme von Nierengewebe) zu bestätigen.

Die Nephrosklerose in benigner Form schreitet meist nur langsam fort. Gelegentlich kann im fortgeschrittenen Verlauf ein Nierenversagen auftreten. Die maligne Nephrosklerose kann aufgrund stark erhöhten Blutdrucks zu Schäden an Herz und Gehirn führen. Schwere Krankheitsverläufe können Komata und/oder Herzversagen nach sich ziehen.

Komplikationen

Durch die Nephrosklerose leiden die Betroffenen in den meisten Fällen an Nierenbeschwerden. Diese wirken sich allerdings sehr negativ auf die gesamte Gesundheit des Patienten aus, sodass es zu einer inneren Unruhe und weiterhin auch zu Bluthochdruck kommt. Die Betroffenen sind nicht selten verwirrt und leiden an Kopfschmerzen und auch an Blutungen. Ebenso kann die Nephrosklerose zu Sehstörungen führen, sodass die Patienten verschwommen sehen.

Dabei treten auch Koordinationsstörungen und Konzentrationsstörungen auf, die sich sehr negativ auf die Lebensqualität des Patienten auswirken. Die Betroffenen sind ebenso teilnahmslos und abgeschlagen und nehmen nicht mehr aktiv am Leben teil. Weiterhin führt die Nephrosklerose auch zu Erbrechen und zu einer dauerhaften Übelkeit des Patienten. Die Behandlung der Nephrosklerose erfolgt durch eine Nierentransplantation oder durch eine Dialyse.

In den meisten Fällen ist allerdings die Entfernung der geschädigten Niere notwendig, bevor es zu einer vollständigen Insuffizienz der Niere kommt. Bei einer erfolgreichen Behandlung wird die Lebenserwartung des Patienten allerdings nicht beeinflusst. Eine gesunde Ernährung und eine gesunde Lebensweise können sich dabei positiv auf die Nephrosklerose auswirken und die Beschwerden und Symptome verringern.

Behandlung & Therapie

Die medizinische Behandlung der Nephrosklerose fokussiert in der Regel vor allem eine Blutdrucksenkung. Zu diesem Zweck stehen verschiedene medikamentöse Mittel zur Verfügung.

Welche blutdrucksenkenden Mittel im Einzelfall geeignet sind, schätzt ein behandelnder Arzt unter der Berücksichtigung verschiedener Faktoren ein; so können beispielsweise bei von einer Nephrosklerose Betroffenen mit erhöhter Eiweißkonzentration im Urin andere Präparate sinnvoll sein, als bei Patienten, deren Urin eine normale Eiweißkonzentration aufweist.

Auch die medizinischen Empfehlungen hinsichtlich zu erzielender Blutdruckwerte im Rahmen der Behandlung einer Nephrosklerose variieren in Abhängigkeit verschiedener Faktoren; so liegen die empfohlenen Blutdruckwerte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion beispielsweise unterhalb der empfohlenen Werte bei Betroffenen mit intakter Nierenfunktion.

Eine möglichst frühzeitige und fachgerechte Therapie kann vor allem bei Patienten mit maligner Nephrosklerose häufig lebensrettend sein. Hintergrund ist der, dass eine maligne Nephrosklerose unbehandelt in den meisten Fällen zu Nierenversagen führt. Ist ein solches Nierenversagen eingetreten, können Behandlungsschritte wie die regelmäßige Hämodialyse (Blutwäsche) oder eine chirurgische Entfernung der erkrankten Niere notwendig werden.

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Vorbeugung

Vorzubeugen ist der Nephrosklerose vor allem durch die Vermeidung bzw. Bekämpfung von Bluthochdruck. Hierzu kann es sinnvoll sein, den Blutdruck regelmäßig kontrollieren zu lassen. Auch das Vermeiden von Risikofaktoren wie etwa starkes Rauchen kann zur Vermeidung einer Nephrosklerose beitragen. Bei bereits eingetretener Nephrosklerose ermöglichen regelmäßige Arztbesuche eine frühzeitige Therapie.

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Quellen

  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Keller, C.K., Geberth, S.K.: Praxis der Nephrologie. Springer, Berlin 2010

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