Naturheilmittel

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Immer mehr Menschen wenden sich der naturheilkundlichen Medizin mit ihren Naturheilmitteln zu. Diese Mittel gelten als sanfte Helfer, die gut verträglich sind und deren Anwendung den Menschen und seine Erkrankung ganzheitlich begreift. Es gibt heute eine große Zahl verschiedenster Therapieansätze, die mit Naturheilmitteln arbeiten.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Naturheilmittel?

Wer an Naturheilmittel denkt, meint damit meistens die Heilkräuter. So ist die Pflanzenheilkunde wohl auch eine der ältesten Heilformen überhaupt.

Schon vor tausenden von Jahren wurden Krankheiten mit Pflanzen bekämpft, die heute teilweise unbekannt sind und erst wieder neu entdeckt werden. Aber das Verständnis von den Naturheilmitteln oder „natürlichen Heilmitteln“ muss weit darüber hinaus gehen. Denn alles, was die Natur uns schenkt und der Gesundheit dienlich ist, gehört dazu: Wasser, Licht, Luft, Erde, Nahrung. Auch unsere guten alten „Hausmittel“ gehören zu den natürlichen Heilmitteln.

Naturheilmittel dienen insbesondere der Stärkung des Immunsystems, der Verbesserung des Allgemeinbefindens und oft auch der Harmonisierung von Körper und Psyche. Sie stehen den chemisch hergestellten Medikamenten gegenüber, die stark in das Körpergeschehen eingreifen.

Medizinische Anwendung, Wirkung & Gebrauch

Die Anwendung der Naturheilmittel, inzwischen übrigens zum Teil auch schon in der Schulmedizin geschätzt, ergibt sich durch das Ausgangsprodukt.

Wasser, Licht und Luft wirken vor allem äußerlich. Die Pflanzenheilkunde, auch als Phytotherapie bezeichnet, wird vorwiegend innerlich angewandt. Jeder kennt die Wasseranwendungen des Pfarrer Sebastian Kneipp, der aber gleichzeitig auch auf den Einsatz von Heilkräutern und eine bewusste Ernährung setzte. Die Nahrung als Medizin begreifen auch die Traditionelle chinesische Medizin (TCM) mit der 5–Elemente–Ernährung oder die indische Heilkunst Ayurveda mit der Ernährung nach den Doshas.

Verschiedene weitblickende Ärzte haben dann erkannt, dass die heilenden Ausgangsprodukte – etwa Kräuter – noch besser wirken, wenn sie nicht direkt eingenommen, sondern zuvor einem Verarbeitungsprozess unterzogen werden. Damit werden die Wirkstoffe je nach Ansatz aufgeschlossen, extrahiert, verdünnt oder energetisiert. Naturheilmittel wirken eher sanft, so dass sich der Heileffekt oft erst nach einer gewissen Zeit der Anwendung einstellt.

Vielfach ist es Ziel der natürlichen Heilmittel, die Selbstheilungskräfte anzuregen. Es handelt sich also um eine ganzheitliche Behandlungsform.

Natürliche, pflanzliche & homöopathische Naturheilmittel

Naturheilmittel dienen insbesondere der Stärkung des Immunsystems, der Verbesserung des Allgemeinbefindens und oft auch der Harmonisierung von Körper und Psyche.

Viele „alternative“ Therapieansätze bedienen sich der positiven Wirkung der Naturheilmittel in Form von natürlichen, pflanzlichen oder homöopathischen Ausgangsprodukten. Die Kneipp-Therapie setzt vor allem auf Wasser, die Aromatherapie auf ätherische Öle zum Einreiben und Einatmen.

Hausmittel wie Wärmeanwendungen (Rotlicht, Wärmflasche) oder einfach ein Spaziergang an der frischen Luft, Bewegung, eine Haferschleimsuppe oder Kamillentee bei Magenproblemen sind ebenso wirksame natürliche Hilfen wie eine fachkundige Massage.

Die Pflanzenheilkunde arbeitet mit der Heilkraft der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente der Pflanzen. Hormonähnlich wirkende Substanzen in bestimmten Heilpflanzen (Phytoöstrogene) werden in der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden genutzt. Als Kapsel, Tablette, Tinktur, Tee oder äußerlich als Salbe wird der Wirkstoff in geeigneter Form und Konzentration aufbereitet.

Während beispielsweise die TCM viel mit Kräutertees und –abkochungen arbeitet, setzt der englische Arzt Dr. Edward Bach in seiner Bach-Blütentherapie auf die energetische Wirkung seiner 38 ausgewählten Blütenessenzen und die positive Beeinflussung des psychischen Zustands der Patienten.

Die Homöopathie, begründet durch den Arzt Samuel Hahnemann, arbeitet mit mehr als 2.000 pflanzlichen, mineralischen und tierischen Wirkstoffen, die durch Verschütteln und Verreiben extrem verdünnt werden („potenziert“). Das Prinzip der Homöopathie ist „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“: Ein Kranker erhält das Präparat, das beim Gesunden in konzentrierter Form die gleichen Symptome hervorruft. Auch Schüssler–Salze gehören zu den homöopathischen Mitteln.

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Risiken & Nebenwirkungen

Naturheilmittel können auch Nebenwirkungen haben und müssen richtig dosiert eingenommen werden. Deshalb ist bei einer Selbstmedikation Vorsicht geboten.

Ein naturheilkundlich orientierter Mediziner, Homöopath, Heilpraktiker oder Apotheker sind geeignete Ansprechpartner. Sie helfen bei der Wahl des passenden Präparates und geben Hinweise zur Dosierung.

Mittel aus biologischem Anbau, ein gängiges Qualitätssiegel und nachgewiesene Produktion nach Medizinstandard geben Sicherheit. Naturheilmittel können einen großen Teil von Beschwerden abdecken. Die Einnahme ersetzt bei einer ernsten Erkrankung aber niemals den Arztbesuch und ggf. wissenschaftlich erwiesene pharmazeutische Medikationen.

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