Nashi-Birne

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 20. Dezember 2016
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Die Nashi-Birne ist eine sowohl geschmacklich als auch unter gesundheitlichen Aspekten interessante Alternative zur herkömmlichen Birne. Ursprünglich aus Asien stammend bereichert die Nashi-Birne seit einigen Jahren auch hierzulande nicht nur den Obstkorb, sondern auch verschiedene Gerichte. Dank der zahlreich enthaltenen Mikronährstoffe wirkt sich ihr Verzehr positiv auf unterschiedliche Bereiche der Gesundheit aus.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Nashi-Birne wissen

Die Nashi-Birne ist eine asiatische Frucht, welcher der Einzug in die deutschen Supermärkte längst gelungen ist. Bereits seit den 60er Jahren ist sie hierzulande vereinzelt erhältlich, seit den 90ern hat sie sich endgültig etabliert. Ihr Ursprung liegt im nördlichen China, in Japan und in Korea.

Äußerlich erinnert die Nashi-Birne an einen sehr hellen Apfel, innerlich erinnert sie eher an eine knackige Birne. Daher wird sie umgangssprachlich auch als Apfel-Birne bezeichnet. Entgegen weitläufiger Gerüchte ist die Nashi-Birne jedoch keine Kreuzung aus beiden Obstsorten. Geschmacklich stellt sie eine Synthese aus Apfel, Birne und Melone dar, manche Sorten erinnern auch an Beeren oder Rosen. Tatsächlich gehört sie jedoch zur Gattung der Birnen. Darüber gibt bereits ihr Name Aufschluss: Die Bezeichnung Nashi-Birne (Pyrus pyrifolia) ist genau genommen eine Doppelung, da "Nashi" auf Japanisch bereits "Birne" bedeutet.

Ursprünglich aus Asien stammend bereichert die Nashi-Birne seit einigen Jahren auch hierzulande nicht nur den Obstkorb, sondern auch verschiedene Gerichte.

Die Nashi-Birne wächst an einem Baum, der bis zu 15 Meter hoch werden kann. Das größte Anbaugebiet für Nashi-Birnen befindet sich in Japan. Dort sind rund 1200 Sorten der Frucht bekannt. Auch in Europa wird sie inzwischen angebaut, vor allem in Italien und Frankreich, aber auch direkt in Deutschland.

Die beste Erntezeit der Nashi-Birne befindet sich im August und im September. Kurz vor dem Pflücken sollte sie sogenannte "Reifebäckchen" entwickelt haben. Während sie im naturbelassenen Zustand nur einen Durchmesser von etwa 2,5 cm erreicht, sind Kultursorten etwa so groß wie ein durchschnittlicher Apfel und rund 200 Gramm schwer. Die essbare, gelbliche bis ockerfarbene Schale ist dünn und kann - abhängig von der Sorte - glatt oder rau sein. Das Fruchtfleisch der Nashi-Birne ist nahezu weiß, schmeckt süß, manchmal zudem leicht säuerlich und ist bei reifen Früchten angenehm saftig. Bei sehr reifen Früchten kann sich die Konsistenz des Fruchtfleischs zu mehlig verändern, was dem Geschmack jedoch keinen Nachteil verschafft.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Nashi-Birne gilt als sehr gesund, da sie nur wenig Kalorien - etwa so viele wie ein Apfel oder eine Birne -, dafür aber viele verschiedene Vitamine und Mineralien enthält.

Der Nashi-Birne werden zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Sie soll den Cholesterinspiegel senken, die Verdauung anregen und leicht entzündungshemmend wirken. Selbst bei einem Kater nach zu ausgiebigem Alkoholgenuss soll sie Linderung verschaffen. Da das Fruchtfleisch der Nashi-Birne sehr saftig ist, versorgt sie den Körper zudem mit verhältnismäßig viel Flüssigkeit. Da sie auch eine leicht entwässernde Wirkung hat, ist sie auch ein interessantes Nahrungsmittel für Detox- und Entschlackungskuren sowie für Menschen mit Nieren- oder Blasenbeschwerden.

Das reichlich enthaltene Vitamin C unterstützt das Immunsystem und sorgt für gesunde Gefäße, das Calcium stärkt die Knochen und das Kalium reguliert den Blutdruck. Damit ist die Liste ihrer Vitamine und Mineralien jedoch noch nicht vollendet.

Um von all ihren wertvollen Inhaltsstoffen zu profitieren, sollte die Nashi-Birne möglichst roh verzehrt werden. Beim Garen kann ein Teil der Nährstoffe verloren gehen.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

100 Gramm Nashi-Birne enthalten im Durchschnitt:

Eine Nashi-Birne von durchschnittlicher Größe ist etwa 200 Gramm schwer und weist demnach einen etwa doppelt so hohen Nährwert wie bei den Angaben für 100 Gramm auf. Die Nashi-Birne enthält viel Vitamin C (etwa 2mg pro 100g), Vitamin A, Vitamine der B-Gruppe, Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphor.

Unverträglichkeiten & Allergien

Die Nashi-Birne kann ein interessantes Lebensmittel für Obst- und Kreuzallergiker sein. Insbesondere solche, die eine Allergie gegen Äpfel haben, reagieren nicht in allen Fällen mit den typischen Allergiesymptomen auf den Verzehr der Nashi-Birne und können dennoch den Geschmack einer Frucht genießen, die zumindest an einen Apfel erinnert. Dies sollte jedoch vorsichtig getestet werden. Meist wird den entsprechenden Menschen der Verzehr einer Nashi-Birne nicht empfohlen.

Leider hat die Nashi-Birne den Ruf, überdurchschnittlich stark mit Spritzmitteln behandelt zu sein. Auch auf Pestizidrückstände reagieren viele Menschen empfindlich, was beim Verzehr bedacht werden sollte.

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Einkaufs- & Küchentipps

Am besten schmeckt die Nashi-Birne, wenn sie richtig reif ist. Nach ihrer Ernte verbringt sie bis zu sechs Monate in Kühlhäusern. Da sie auch gekühlt importiert wird, kann sie nach dem Kauf noch rund zwei Wochen gelagert werden - am besten bei Zimmertemperatur - und in dieser Zeit weiterreifen. Zu Hause sollte sie jedoch nicht mehr in den Kühlschrank gelegt werden, da durch den zu häufigen Wechsel von warm und kalt unter Umständen das Aroma leiden kann.

Erhältlich ist die Nashi-Birne in jeder gut sortierten Obst- und Gemüseabteilung größerer Supermärkte. Discounter haben sie hingegen nur selten im Sortiment. Preislich liegt die Nashi-Birne meist etwas über dem Niveau von heimischen Äpfeln oder Birnen.

Da die Nashi-Birne sehr druckempfindlich ist, sollte sie vorsichtig transportiert werden. Häufig ist sie beim Kauf aus diesem Grund mit einem dickeren Netz aus einem festen Schaumstoff überzogen, das die Frucht schützen soll. In der Regel wird die Nashi-Birne einzeln verkauft. Zum Probieren kann also problemlos ein einzelnes Exemplar in den Einkaufskorb wandern. Für viele Menschen stellt das saftig-süße Fruchtfleisch der unscheinbaren Frucht eine angenehme Überraschung dar.

Zubereitungstipps

Die Nashi-Birne wird meist roh genossen und in diesem Fall wie ein herkömmlicher Apfel oder eine Birne vorbereitet. Das Kerngehäuse sollte vor dem Verzehr entfernt werden oder wie bei einem Apfel übrig gelassen werden. Die Nashi-Birne ist jedoch auch erstaunlich vielseitig: Sie eignet sich als außergewöhnliche Zutat hervorragend für Dessertkreationen - beispielsweise als Kompott, im Obstsalat oder im Kuchen -, bereichert jedoch auch herzhafte Gerichte wie bunte Salate oder auch Wildgerichte.

Dort wird sie wie eine herkömmliche Birne verarbeitet und im Zuge dessen meist gedünstet. In Kombination mit Blauschimmelkäse schmeckt sie ebenso gut wie zu Nüssen. Auch zusammen mit einem guten Schinken schmeckt die Nashi-Birne hervorragend, beispielsweise als Vorspeise oder als Fingerfood auf einer Feier.

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