Nagelpilz effektiv vorbeugen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Wenn sich Fußnägel plötzlich verfärben, verdicken und brüchig werden, liegt vermutlich ein Nagelpilz vor. Diese Pilzerkrankung sieht nicht nur unschön aus, sondern verursacht nicht selten auch Juckreiz oder gar Schmerzen an den betroffenen Stellen. Bricht ein Nagelpilz einmal aus, so ist schnelles Handeln gefragt. Wird der Pilz nicht behandelt, breitet er sich möglicherweise aus und ist für den Verlust der erkrankten Nägel verantwortlich. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte auf eine gründliche Vorbeugung geachtet werden.

Inhaltsverzeichnis

Nagelpilz & das Schuhwerk

Die Vorbeugung von Nagelpilz im Bereich der Fußnägel beginnt bereits bei der Auswahl der richtigen Schuhe. Sie sollten nicht nur gut passen und weder zu eng noch zu weit sein, sondern auch aus einem hochwertigen Material bestehen. Künstliche Materialien sind oft wenig atmungsaktiv und begünstigen ein feucht-warmes Klima im Inneren.

So entsteht die optimale Brutstätte für Pilzsporen. Es empfiehlt sich, Schuhe aus Leder, atmungsaktiven Stoffen oder Mikrofasern zu wählen, bei denen eine Luftzirkulation stets möglich ist. Schwitzen die eigenen Füße recht stark, ist die Nutzung mehrerer Schuhpaare wichtig. So kann der feuchte Schuh zunächst trocknen, bevor er wieder angezogen wird. Weitere Informationen, worauf beim Schuhkauf zu achten ist, bietet das Deutsche Schuhinstitut. Auch sollten die Füße zwischendurch immer mal wieder barfuß der frischen Luft ausgesetzt werden. So trocknen auch die Zwischenräume der Zehen.

Auch die Strümpfe sollten bei der Vorbeugung gegen Nagelpilz mit Bedacht ausgewählt werden. Niemals dürfen Strümpfe an mehreren aufeinander folgenden Tagen getragen werden, da sich mögliche Sporen so vermehren und den Fußnagel infizieren können. Strümpfe aus Baumwolle nehmen die Feuchtigkeit der Füße gut auf und leiten sie ab. Kunstmaterialien hingegen begünstigen eine feuchte Umgebung, weswegen sie im Regal liegen bleiben sollten.

Nagelpilz & die tägliche Hygiene

Nagelpilz tritt häufig bei alten Menschen auf, die ihre tägliche Hygiene nicht mehr alleine bewältigen können. Es ist jedoch besonders wichtig, die Füße und Hände regelmäßig und vor allem gründlich zu waschen. Mit einem milden Waschgel sollten auch die Nägel und ihre empfindliche Nagelhaut gesäubert werden.

Keime und Sporen, die in den Hautfalten am Rand der Nägel sitzen, werden hierdurch sanft entfernt. Auch lohnt es sich, ein pflegendes Nagelöl zu verwenden, denn es gibt dem Nagel Kraft und lässt ihn widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse werden. Ein Waschlappen, der für die Füße verwendet wird, sollte wirklich nur hier Einsatz finden. Insbesondere, wenn sich bereits Symptome bei Nagelpilz wie Entzündungen oder weiße Streifen auf dem Nagel zeigen, wird hierdurch eine Verbreitung der Sporen vermieden.

Nagelpilz im Haushalt

Der Nagelpilz ist eine Pilzinfektion der Zehen- oder Fingernägel durch Sprosspilze oder Fadenpilze.

Hohe Temperaturen lassen die Pilzsporen, die einen Nagelpilz verursachen, absterben. Es genügt daher nicht, Strümpfe, Handtücher und Waschlappen auf niedrigen Temperaturen zu waschen. Zur Vorbeugung einer Pilzinfektion sollten diese Alltagsgegenstände auf einer Temperatur von mindestens 60 Grad gewaschen werden. Widerstandsfähige Materialien halten auch eine Kochwäsche problemlos aus. Das Waschen der Haushaltstextilien erfolgt im besten Fall nicht nur bei den bereits genannten Dingen, sondern auch bei Bettwäsche und Badvorleger. Regelmäßiges Waschen bei hohen Temperaturen verhindert eine Ausbreitung der Sporen.

Auch die Waschmaschine selbst kann eine Vermehrung lästiger Pilzsporen begünstigen. Wird sie nur auf niedriger Temperatur betrieben, sterben die Keime im Restwasser nicht ab und können sich möglicherweise von Waschgang zu Waschgang auf Kleidungsstücke übertragen. Es wird daher empfohlen, die Waschmaschine gelegentlich auf hohen Temperaturen leer laufen zu lassen. Waschmittel mit Bleiche oder spezielle Maschinenreiniger eliminieren auch die letzten Sporen und Keime.

Grunderkrankungen & das Immunsystem

Ein Nagelpilz kann für Personen mit einer Grunderkrankung durchaus kompliziert werden. Beispielsweise ein Diabetes Mellitus wirkt sich begünstigend auf Erkrankungen der Füße aus, weswegen eine fachgerechte Behandlung der Krankheit auch einem Nagelpilz vorbeugt.

Allgemein besteht zwischen einer Immunschwäche und Nagelpilz durchaus eine Verbindung. Ist die Krankheitsabwehr durch Stress, Krankheit oder psychische Probleme geschwächt, haben Pilzsporen leichtes Spiel. Besonders dann, wenn sich der Nagelpilz einmal festgesetzt hat, besteht bei einer Immunschwäche ein hohes Verbreitungsrisiko.

Der Nagelpilz schreitet dann schneller voran und sollte entsprechend zügig behandelt werden. Gelegentlich ist hierfür auch die Einnahme von Medikamenten notwendig, denn Folgeerkrankungen wie Wundrose werden durch einen bestehenden Nagelpilz umso wahrscheinlicher.

Alltagssituationen infektionsfrei meistern

Ein Nagelpilz hat es bei Einhaltung der bereits genannten Punkte schwer. Wer sich gründlich mit Hygiene in Haushalt und Badezimmer auseinandersetzt, hat bereits gute Chancen, dauerhaft ohne den lästigen Pilz zu leben.

Zusätzliche Vorsicht ist jedoch bei besonderen Alltagssituationen geboten Ein Besuch in der Sauna oder dem Schwimmbad stellt eine solche Situation dar. Da sich in diesen Bereichen viele Menschen barfuß bewegen und möglicherweise einen unentdeckten oder vernachlässigten Nagelpilz haben, ist ein erhöhtes Ansteckungsrisiko vorhanden.

Zur Vorbeugung eines Nagelpilzes sollten stets gute Badeschuhe getragen werden, die den Fuß vom nackten Boden trennen. Auch hilft eine Desinfektion der Füße vor dem Verlassen des Bades oder der Sauna. In vielen Einrichtungen finden sich daher Hähne mit Desinfektionsmittel, die nach Möglichkeit genutzt werden sollten.

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Ansteckungsrisiken in der Familie

Ist ein Familienmitglied von einem Nagelpilz betroffen, sollte mit besonderer Vorsicht gehandelt werden. Das schnelle Behandeln der ausgebrochenen Infektion stellt für den Patienten eine bedeutende Entscheidung dar, senkt jedoch das Infektionsrisiko für Familienmitglieder zunächst nicht.

Es ist in einer solchen Situation wichtig, Handtücher, Bettwäsche, Strümpfe und Schuhe der jeweiligen Person gesondert und den genannten Vorgaben entsprechend zu waschen. Die gemeinsame Nutzung eines Handtuchs kann das Überspringen der Pilzerkrankung auf ein Familienmitglied deutlich begünstigen. Kinder sollten in diesem Fall nicht mit den Händen auf dem Badezimmerfußboden spielen. Die Desinfektion der betroffenen Räume mit einem geeigneten Spray verringert das Ansteckungsrisiko deutlich.

Nagelpilz ist keine Erkrankung, die sich bei einem Erstkontakt mit den Pilzsporen sofort festsetzt und verschlimmert. Durch Vernachlässigung einer guten Vorbeugung ist es jedoch umso wahrscheinlicher, dass sich die Sporen aus der Umgebung vermehren und den Nagel infizieren.

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