Naftifin

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 29. November 2016
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Bei dem Wirkstoff Naftifin handelt es sich um ein Medikament mit antimykotischer Wirkung. Die Substanz zählt zur Gruppe der Allylamin-Derivate. Die Verbindung verfügt auch über eine antibakterielle sowie eine antiphlogistische Wirkung. Dabei ist der antimykotische Effekt des Stoffes Naftifin auf die Reduzierung des Aufbaus von Zellmembranen bei Pilzen zurückzuführen. Aus diesem Grund kommt Naftifin in erster Linie bei äußerlichen Pilzinfektionen zum Einsatz.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Naftifin?

Das Medikament Naftifin wird im überwiegenden Teil der Fälle als Antimykotikum genutzt, kommt also zur Behandlung von Pilzinfektionen etwa auf der Haut zur Anwendung.

Die Substanz Naftifin ist ein Allylamin-Derivat und zudem ein Breitband-Antimykotikum. Es wird zum Beispiel topisch zur Behandlung gegen Dermatophyten eingesetzt.

Aus chemischer Sicht handelt es sich bei Naftifin um ein Allylamin. Außerdem zählt Naftifin zu den sogenannten aromatischen Kohlenwasserstoffverbindungen. Dabei sind die Verbindungen, die aus Benzolringen bestehen, durch eine Stickstoffbrücke miteinander verbunden. In der Pharmazie kommt in erster Linie das Naftifin-Hydrochlorid zum Einsatz. Diese Substanz verfügt über einen Schmelzpunkt von circa 177 Grad Celsius.

Naftifin als freies Molekül erscheint bei Zimmertemperatur als eine viskose und ölartige Substanz. In Kombination mit Hydrochlorid liegt Naftifin als Feststoff vor.

Pharmakologische Wirkung

Der Wirkstoff Naftifin ist in der Regel bei Pilzerkrankungen äußerlich anzuwenden. Naftifin zählt zur Wirkstoffgruppe der sogenannten Allylamine. Aus diesem Grund hemmt das Medikament ebenso wie andere Arten von Allylaminen ein bedeutsames Enzym bei Pilzen. Bei diesem Enzym handelt es sich um die Squalenepoxidase. In der Folge wird der Aufbau der Zellwände der Pilze gehemmt.

Darüber hinaus sammelt sich ein spezieller Ausgangsstoff, das sogenannte Squalen, im Gewebe des Pilzes an. Durch diesen Stoff wird der überwiegende Teil der Pilze abtötet.

Grundsätzlich handelt es sich bei Naftifin um ein Antimykotikum mit überaus breitem Erregerspektrum. Aus diesem Grund zeigt Naftifin zum Beispiel auch gegen Dermatophyten Wirkung, etwa gegen Hefepilze, Epidermophyton floccosum und Schimmelpilze. In Laboruntersuchungen hat sich zudem gezeigt, dass der Stoff Naftifin auch antiallergische und entzündungshemmende Effekte aufweist.

Darüber hinaus beeinträchtigt Naftifin das Wachstum und die Vermehrung von diversen Arten von Bakterien. Dadurch eignet sich das Medikament zur Therapie von Mischinfektionen, die durch Pilze und Bakterien hervorgerufen werden.

Naftifin reduziert im Gegensatz zu den Azol-Antimykotika nicht die Lanosteroldemethylase. Kommt Naftifin zur Therapie von Nagelpilz zum Einsatz, so wird die Substanz im überwiegenden Teil der Fälle mit Harnstoff kombiniert. Denn Harnstoff führt dazu, dass sich der Nagel aufweicht. Dies verbessert die antimykotische Wirkung des Medikaments. Liegt ein Nagelpilz vor, empfiehlt sich die Anwendung eines Gels mit Naftifin.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Naftifin ist ein Antimykotikum und kommt zur Behandlung von Pilzinfektionen etwa auf der Haut zur Anwendung.

Naftifin kommt im Rahmen der örtlich begrenzten Therapie von Infektionen der Haut mit Pilzen zum Einsatz. Mögliche Indikationen stellen zum Beispiel Fußpilz oder Nagelpilz dar.

Der Wirkstoff Naftifin ist im Handel in der Form von Gels, Sprays, Cremes oder als Lösung erhältlich. Die Dauer der Therapie liegt im Durchschnitt bei circa zwei bis vier Wochen. Liegt ein Nagelpilzbefall vor, sind in der Regel längere Therapiezeiträume nötig, die sich meist über mindestens sechs Monate erstrecken. Verbessern sich die Beschwerden nicht in den ersten vier Wochen, ist die gestellte Diagnose erneut durch den behandelnden Arzt zu überprüfen.

Besteht eine akut entzündliche Infektion der Haut infolge von Pilzbefall, kommt Naftifin in einigen Fällen gemeinsam mit Zinkoxid oder entzündungshemmenden Glukokortikoiden zum Einsatz. Ziel ist es, die Wundheilung der erkrankten Haut zu unterstützen.

Grundsätzlich kommt ein Einsatz des Wirkstoffs Naftifin infrage, wenn eine Hemmung des Pilzwachstums an Haut- und Nagelbereichen erforderlich ist bzw. die Pilze abzutöten sind. Darüber hinaus ist eine Anwendung des Arzneistoffs auch möglich, wenn auf eine Linderung des Juckreizes im Rahmen von Pilzinfektionen auf der Haut abgezielt wird.

Zudem verringert Naftifin die Abheilungszeit von Infektionen der Haut und Nägel infolge von Pilzbefall. Außerdem ist der Wirkstoff in der Lage, Entzündungsreaktionen, die gemeinsam mit Pilzinfektionen auf der Haut auftreten, zu reduzieren. Die Anwendung des Medikaments Naftifin erfolgt grundsätzlich topisch und lokal. Als Darreichungsformen kommen neben Gels und Cremes auch Lotionen oder Salben in Betracht.

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Risiken & Nebenwirkungen

Im Rahmen der Anwendung des Wirkstoffs Naftifin kommen zum Teil unerwünschte Nebenwirkungen vor. So kann es zum Beispiel zu Brennen und Juckreiz auf der Haut kommen. Darüber hinaus sind trockene Hautstellen sowie Ausschläge und Rötungen der Haut möglich.

In den meisten Fällen verschwinden diese Nebeneffekte nach einigen Tagen von selbst. Andernfalls ist dringend der behandelnde Arzt aufzusuchen. In selten Fällen kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen. Bei offenen Wunden sowie erkrankten Schleimhäuten oder Augen ist von einer Therapie mit Naftifin abzusehen. Auch Kinder, die jünger als zwölf alt Jahre sind, dürfen den Wirkstoff Naftifin nicht anwenden.

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