Mundkrebs

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 7. August 2017
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Mundkrebs gilt auch heute noch als eine der Krebsarten, die am wenigstens bekannt ist. Gleichzeitig leiden aber relativ viele Menschen an der Erkrankung. Wie kann das sein? Aufgrund des nur bedingten Bekanntheitsgrades leiden viele Betroffene unbemerkt an Mundkrebs. Eine fatale medizinische Tatsache, die jährlich vielen Patienten mit der Diagnose Mundkrebs das Leben kostet. Aber frühzeitig erkannt lässt sich auch Mundkrebs oft gänzlich heilen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Mundkrebs

Mundkrebs bezeichnet die Art von Krebs, bei dem die Lippen und der gesamte Mundraum befallen werden können. Also nicht wie beispielsweise beim Rachen- und Speiseröhrenkrebs, bei dem eher der Rachen und die Speiseröhre betroffen sind.

Jedoch vermischen sich diese Krebsarten oft, weshalb sie gehäuft gemeinsam auftreten. Beim Mundkrebs können die Lippen, der Gaumen, die Speicheldrüsen, die Wangeninnenseiten, das Zahnfleisch und sogar die Zunge vom Krebs befallen sein.

Sehr häufig wird die Unterlippe befallen. Das ist fast bei der Hälfte der verzeichneten Mundkrebsdiagnosen in Deutschland der Fall. Männer erkranken übrigens häufiger als Frauen und laut Statistiken tritt Mundkrebs meistens erst ab dem 40. Lebensjahr auf.

Ursachen

Die häufigsten Ursachen von Mundkrebs sind verstärkter Tabak- und Alkoholgenuss. Vor allem, wenn man beiden „Lastern“ oder auch „Genüssen“ lange Zeit gleichzeitig nachgeht, kann sich das Risiko aktuellen Studien nach enorm vervielfachen.

Äußerst gefährdet sind Menschen, die Tabak kauen. Bei ihnen ist das Risiko sogar 50-mal so groß, später an Mundkrebs zu erkranken. Unter Umständen können aber auch absolute Nichtraucher und Menschen, die nur recht selten bis nie Alkohol zu sich nehmen, an Mundkrebs erkranken.

Die Ursachen können ebenso eine vererbliche Veranlagung als auch umwelt- und gesundheitstechnische Belastungen sein, denen der Betroffene lange Zeit ausgesetzt wird oder wurde.

Typische Symptome & Anzeichen

  • dauerhafte Aphten und wunde Stellen an Lippen, Mundinnenseite und Zahnfleisch
  • häufige Blutungen im Mundinnenraum, auch Zahnfleischbluten
  • Knoten und Verdickungen im Mundbereich
  • Kauprobleme beim Essen, Schmerzen beim Zerkleinern der Mahlzeiten
  • Taubheitsgefühl und/oder Fremdkörpergefühl im Mund

Diagnose & Verlauf

Mundkrebs

Eine rechtzeitige Erkennung und damit auch Diagnose von Mundkrebs ist leider alles andere als einfach. Aus diesem Grund bleibt die Erkrankung auch oft viel zu lange unerkannt.

Mundkrebs zeigt sich zu Beginn mit minimalen wunden Stellen im Mund, die sich im Laufe des Krankheitsverlaufes häufen. Diese verbinden sich oft jedoch auch mit unerklärlichen Schmerzen im gesamten Mundinnenraum und an den Lippen. Das macht das Kauen, das Schlucken und auch das Sprechen nach und nach schwieriger, schmerzhafter und schlussendlich sogar nahezu unmöglich.

Außerdem treten oft ebenfalls voranschreitende Taubheitsgefühle und Schwellungen auf. Sichtbare Tumore werden ebenfalls, aber nicht allzu häufig, diagnostiziert. Anders sieht es mit roten und weißen Flecken am Zahnfleisch aus, die verstärkt als Anzeichen für Mundkrebs gehandelt werden.

Komplikationen

Der Mundkrebs äußert sich mit Tumoren an der Zunge, am Gaumen oder am Kiefer und sollte früh erkannt und behandelt werden. Bei Nichtbehandlung bis zum fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann es zu gravierenden Verschlechterungen bis hin zum Tod des Patienten kommen kann. Im fortgeschrittenem Stadium kann der Krebs zu Komplikationen beim Schlucken und Essen führen, sodass die Betroffenen abmagern und dehydrieren können.

Wer den Mundhöhlenkrebs frühzeitig behandeln lässt, verfügt über größere Heilungschancen. Mit Verschlechterungen der Krankheit haben vor allem ältere Menschen zu rechnen. Je jünger die Betroffenen sind, desto besser sind die Chancen auf Heilung. Nach Abschluss einer Mundkrebs-Behandlung entwickeln einige Patienten neue Tumore, Patienten mit einem jüngeren Alter bringen oftmals eine Anfälligkeit für Lymphknoten-Rezidive mit.

Obgleich der Mundkrebs im Anfangsstadium meist noch keine Probleme bereitet, nehmen die Komplikationen mit dem Wachstum der Geschwulst stetig zu. Im Zuge der Krebserkrankung kommt es oftmals zu Störungen im Bereich der Mundhöhle, wie zum Beispiel zu Heiserkeit, Mundgeruch und Schluckstörungen. Auch Schmerzen auf der Brust und Bewegungsstörungen der Zunge können als Begleiterscheinungen von Mundkrebs gesehen werden.

Behandlung & Therapie

Die richtige Anlaufstelle bei einem Verdacht auf Mundkrebs ist der behandelnde Zahnarzt. Er ist in der Lage alle weiteren Verfahren zur Diagnose und zur Behandlung einzuleiten. Wird Mundkrebs frühzeitig erkannt, lässt er sich meistens sogar mehr oder weniger sanft und nachhaltig behandeln.

Erst bei mittleren bis schweren Stadien muss operiert, bestrahlt oder zu einer umfangreicheren Chemotherapie gegriffen werden. Besonders bei schwerwiegenden Fällen kann die Behandlung jedoch schwierig sein – denn nicht immer lässt sich das befallende Gewebe bedenkenlos entfernen und behandeln.

Deshalb ist es ungemein wichtig, auch bei der Behandlung von Mundkrebs, auf eine rechtzeitige Früherkennung zu achten. Starke Raucher, Kautabakverwender und Menschen, die häufiger Alkohol trinken, sollten daher regelmäßig mit ihrem behandelnden Zahnarzt über entsprechende Vorsorgeuntersuchungen sprechen.

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Vorbeugung

Der Diagnose Mundkrebs lässt sich am ehesten vorbeugen, indem man auf übermäßigen und langzeitigen Alkoholgenuss und das Rauchen verzichtet. Ebenfalls recht hilfreich, aber kein absolut sicheres Mittel zur Vorbeugung, ist eine erhöhte Mundhygiene.

Regelmäßiges Zähneputzen und die Verwendung von Mundspülungen können das Risiko an Mundkrebs zu erkranken verringern – aber nicht gänzlich ausschließen. Vor allem Nikotin ist einer der Stoffe, der Mundkrebs beim Rauchen am stärksten fördert.

Und: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim behandelnden Zahnarzt können Mundkrebs an sich zwar nicht verhindern, aber die Behandlung durch eine rechtzeitige Erkennung sehr viel einfacher, gezielter, erfolgsversprechender und sanfter machen.

Bücher über Mundkrebs & Orale Tumore

Quellen

  • Bork, K., Burkdorf, W., Hoede, N.: Mundschleimhaut- und Lippenkrankheiten. Schattauer, Stuttgart 2008
  • Pfeifer, B., Preiß, J., Unger, C. (Hrsg.): Onkologie integrativ. Urban & Fischer, München 2006
  • Preiß, J. et al.(Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Zuckschwerdt, München 2014

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Susanne kommentierte am 19.11.2013 um 01:59 Uhr

Mein Papi hatte Mundkrebs - muss ich als Tochter jetzt auch darum fürchten? Ich bin Kronenrägerin.

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