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Mundkrebs

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Mundkrebs

Mundkrebs gilt auch heute noch als eine der Krebsarten, die am wenigstens bekannt ist. Gleichzeitig leiden aber relativ viele Menschen an der Erkrankung. Wie kann das sein? Aufgrund des nur bedingten Bekanntheitsgrades leiden viele Betroffene unbemerkt an Mundkrebs. Eine fatale medizinische Tatsache, die jährlich vielen Patienten mit der Diagnose Mundkrebs das Leben kostet. Aber frühzeitig erkannt lässt sich auch Mundkrebs oft gänzlich heilen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Mundkrebs

Mundkrebs bezeichnet die Art von Krebs, bei dem die Lippen und der gesamte Mundraum befallen werden können. Also nicht wie beispielsweise beim Rachen- und Speiseröhrenkrebs, bei dem eher der Rachen und die Speiseröhre betroffen sind.

Jedoch vermischen sich diese Krebsarten oft, weshalb sie gehäuft gemeinsam auftreten. Beim Mundkrebs können die Lippen, der Gaumen, die Speicheldrüsen, die Wangeninnenseiten, das Zahnfleisch und sogar die Zunge vom Krebs befallen sein.

Sehr häufig wird die Unterlippe befallen. Das ist fast bei der Hälfte der verzeichneten Mundkrebsdiagnosen in Deutschland der Fall. Männer erkranken übrigens häufiger als Frauen und laut Statistiken tritt Mundkrebs meistens erst ab dem 40. Lebensjahr auf.

Ursachen für Mundkrebs

Die häufigsten Ursachen von Mundkrebs sind verstärkter Tabak- und Alkoholgenuss. Vor allem, wenn man beiden „Lastern“ oder auch „Genüssen“ lange Zeit gleichzeitig nachgeht, kann sich das Risiko aktuellen Studien nach enorm vervielfachen.

Äußerst gefährdet sind Menschen, die Tabak kauen. Bei ihnen ist das Risiko sogar 50-mal so groß, später an Mundkrebs zu erkranken. Unter Umständen können aber auch absolute Nichtraucher und Menschen, die nur recht selten bis nie Alkohol zu sich nehmen, an Mundkrebs erkranken.

Die Ursachen können ebenso eine vererbliche Veranlagung als auch umwelt- und gesundheitstechnische Belastungen sein, denen der Betroffene lange Zeit ausgesetzt wird oder wurde.

Typische Symptome und Anzeichen für Mundkrebs

  • dauerhafte Aphten und wunde Stellen an Lippen, Mundinnenseite und Zahnfleisch
  • häufige Blutungen im Mundinnenraum, auch Zahnfleischbluten
  • Knoten und Verdickungen im Mundbereich
  • Kauprobleme beim Essen, Schmerzen beim Zerkleinern der Mahlzeiten
  • Taubheitsgefühl und/oder Fremdkörpergefühl im Mund

Diagnose und Verlauf bei Mundkrebs

Mundkrebs

Eine rechtzeitige Erkennung und damit auch Diagnose von Mundkrebs ist leider alles andere als einfach. Aus diesem Grund bleibt die Erkrankung auch oft viel zu lange unerkannt.

Mundkrebs zeigt sich zu Beginn mit minimalen wunden Stellen im Mund, die sich im Laufe des Krankheitsverlaufes häufen. Diese verbinden sich oft jedoch auch mit unerklärlichen Schmerzen im gesamten Mundinnenraum und an den Lippen. Das macht das Kauen, das Schlucken und auch das Sprechen nach und nach schwieriger, schmerzhafter und schlussendlich sogar nahezu unmöglich.

Außerdem treten oft ebenfalls voranschreitende Taubheitsgefühle und Schwellungen auf. Sichtbare Tumore werden ebenfalls, aber nicht allzu häufig, diagnostiziert. Anders sieht es mit roten und weißen Flecken am Zahnfleisch aus, die verstärkt als Anzeichen für Mundkrebs gehandelt werden.

Behandlung von Mundkrebs

Die richtige Anlaufstelle bei einem Verdacht auf Mundkrebs ist der behandelnde Zahnarzt. Er ist in der Lage alle weiteren Verfahren zur Diagnose und zur Behandlung einzuleiten. Wird Mundkrebs frühzeitig erkannt, lässt er sich meistens sogar mehr oder weniger sanft und nachhaltig behandeln.

Erst bei mittleren bis schweren Stadien muss operiert, bestrahlt oder zu einer umfangreicheren Chemotherapie gegriffen werden. Besonders bei schwerwiegenden Fällen kann die Behandlung jedoch schwierig sein – denn nicht immer lässt sich das befallende Gewebe bedenkenlos entfernen und behandeln.

Deshalb ist es ungemein wichtig, auch bei der Behandlung von Mundkrebs, auf eine rechtzeitige Früherkennung zu achten. Starke Raucher, Kautabakverwender und Menschen, die häufiger Alkohol trinken, sollten daher regelmäßig mit ihrem behandelnden Zahnarzt über entsprechende Vorsorgeuntersuchungen sprechen.

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Vorbeugung von Mundkrebs

Der Diagnose Mundkrebs lässt sich am ehesten vorbeugen, indem man auf übermäßigen und langzeitigen Alkoholgenuss und das Rauchen verzichtet. Ebenfalls recht hilfreich, aber kein absolut sicheres Mittel zur Vorbeugung, ist eine erhöhte Mundhygiene.

Regelmäßiges Zähneputzen und die Verwendung von Mundspülungen können das Risiko an Mundkrebs zu erkranken verringern – aber nicht gänzlich ausschließen. Vor allem Nikotin ist einer der Stoffe, der Mundkrebs beim Rauchen am stärksten fördert.

Und: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim behandelnden Zahnarzt können Mundkrebs an sich zwar nicht verhindern, aber die Behandlung durch eine rechtzeitige Erkennung sehr viel einfacher, gezielter, erfolgsversprechender und sanfter machen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Susanne kommentierte am 19.11.2013 um 01:59 Uhr

Mein Papi hatte Mundkrebs - muss ich als Tochter jetzt auch darum fürchten? Ich bin Kronenrägerin.