Motivation

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 27. Januar 2017
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Die Motivation treibt den Menschen zu Handlungen an und verleiht ihm die geistige und emotionale Energie zur Durchführung von Ideen. Sie ist ein integraler Bestandteil der menschlichen Entscheidungsfindung und Entscheidungsdurchsetzung. Daher beeinflusst sie auch den zwischenmenschlichen Umgang und die Ausbildung von größeren Menschengruppen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Motivation?

Der Begriff Motivation beinhaltet zwei Bedeutungen. In einer kausalen Beziehung im Hinblick auf menschliches Handeln steht die Motivation für den Beweggrund. Diese Beweggründe oder Motive bilden zusammen die Motivation für eine Tat oder Geisteshaltung.

Überdies werden im Terminus Motivation menschliche Gefühlszustände wie Ansporn, Antrieb, Disziplin und Tatendrang zusammengefasst. Motivation steht hier für den Grad an Bereitschaft zu dieser oder jener Handlung. Diese Bereitschaft erwächst aus der seelischen und physischen Konstitution und schwankt hinsichtlich der zuvor angesprochenen Parameter. Jede Handlung erfordert sowohl einen Beweggrund als auch einen inneren Drang zur Durchführung. Die zweite Entsprechung der Motivation, der Tatendrang, ist unbedingt notwendig für die menschliche Korrespondenz mit der Umwelt.

Funktion & Aufgabe

Die Motivation ist von elementarer Wichtigkeit für die menschliche Aktivität. Handlungen von Menschen untereinander oder in Isolation benötigen immer eine Art Antrieb, um in Gang zu kommen. Die Motivation gleicht dem Schub bei kinetischen Bewegungen. Ohne initialen Impuls bleibt das Objekt träge. So verhält es sich auch mit menschlichen Handlungen. Es muss einen Zündungspunkt im menschlichen Denken, Wollen oder Streben geben, damit das Individuum eine Tat folgen lässt.

Auf diese Weise schiebt die Motivation den Menschen an und verhilft geistigen Gedankenspielen zur Ausführung. Der Mensch ist dementsprechend auf eine ausreichende Motivation angewiesen, um in der Welt aktiv zu werden. Ob lebenserhaltende Triebe wie Hunger, Durst, Harndrang oder Fortpflanzung zur Motivation gerechnet werden können, ist umstritten. Gesichert scheint jedoch, dass diese notwendigen Bedürfnisse tief in der Psyche des Menschen verankert sind und seine Motivation zumindest beeinflussen.

Die Motivation treibt den Menschen zu Handlungen an und verleiht ihm die geistige und emotionale Energie zur Durchführung von Ideen.

Über die Motivation können gesellschaftliche oder private Prozesse begonnen oder weitergeführt werden. Das menschliche Zusammenleben verdankt seine Funktionalität einer Art kollektiver Motivation. Die Bereitschaft aller zur Mitwirkung im familiären, gesellschaftlichen oder zivilisatorischen Raum ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg von sozialen Verbänden. Gleichsam müssen soziale Verbände dafür Sorge tragen, dass die Motivation seiner Mitglieder nicht nachlässt. Auf diese Weise trägt das Individuum zum Gelingen des sozialen Verbandes bei. Der soziale Verband muss hingegen die Zufriedenheit und den Arbeitseifer des Individuums im Blick behalten. Dementsprechend ist die Motivation nicht nur ein individueller Zustand. Menschenbündnisse können als Kollektiv ebenso motiviert oder unmotiviert sein.

Motive rufen zudem politische oder ideologische Haltungen hervor. Akte können beispielsweise politisch "motiviert" sein. So überträgt sich die private Motivation auf ein großes Ganzes, das dem persönlichen Rahmen enthoben ist. Die Motivation bestimmt also auch die öffentliche Ordnung, da Akteure wie Firmen, politische Parteien oder Bürgerverbände ebenso wie Einzelpersonen durch eine Motivation gelenkt werden.

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Krankheiten & Beschwerden

Im Zusammenhang mit der Motivation ergeben sich für den Menschen einige Probleme. Nicht wenige Menschen leiden unter einer Lustlosigkeit, da ihnen die Motivation für den Alltag abhanden gekommen ist. Wer unmotiviert ist, hat oftmals ein einschneidendes Erlebnis hinter sich. Dieses hemmt nicht nur die Lebensfreude, sondern auch den Drang etwas zu unternehmen. In solchen Fällen gilt es, das Erlebnis zu verarbeiten und sich nicht in eine Abwärtsspirale ziehen zu lassen.

Andere Menschen haben von Natur aus ein geringeres Maß an Motivation, Begeisterungsfähigkeit oder Konzentration. Sie sind schnell gelangweilt und halten langfristige Beschäftigungen nicht durch. Aus diesem Grund finden sich Menschen ohne Motivation auch in der Arbeitswelt nur schwer zurecht. Konzentrationsübungen können eine Verbesserung des Zustandes herbeiführen.

Fehlende Motivation kann auf lange Sicht leicht zu Depressionen, Zurückgezogenheit und gesellschaftlicher Isolation führen. Jeder Akt erscheint sinnlos. Der Mensch geht nicht mehr vor die Tür und entwickelt kaum mehr Interesse für seine Umwelt. Nicht zuletzt der Körper leidet unter dem einsetzenden Gleichmut. Unmotivierte Menschen treiben weniger Sport, achten seltener auf ihre Ernährung und halten geistige Anstrengungen für Zeitverschwendung. Sie geben sich sukzessive der Verwahrlosung hin.

Ab einem gewissen Punkt ist die Entwicklung oftmals nicht mehr aus eigener Hand rückgängig zu machen. Dementsprechend wichtig ist es, sich frühzeitig zu hinterfragen und die latente Negativstimmung zu bekämpfen.

Ebenso ist es nicht gesund, übermotiviert zu sein. Übermotivierte Menschen stehen oft unter Spannung, wollen zu viel zu schnell und belasten ihre Mitmenschen mit ihrer rastlosen Grundstimmung. Wer übermotiviert ist, verliert allzu schnell den Überblick über mögliche Konsequenzen seiner Handlungen. Er handelt vorzeitig, ohne die Folgen einzukalkulieren. Aus der Übermotivation eines Beteiligten entstehen des Öfteren Situationen, die eskalieren können. Ob es um sportliche Wettbewerbe oder zwischenmenschliche Diskussionen geht, übermotivierte Personen neigen häufig zu drastischen und unverhältnismäßigen Maßnahmen.

Diese innere Spannung beeinträchtigt nicht nur das Verhältnis zwischen dem Individuum und seiner Außenwelt. Sie überträgt sich auch auf die physische Konstitution. Übermotivation, Anspannung und Rastlosigkeit können verheerende Krankheitsbilder provozieren, wie Herzerkrankungen, Bluthochdruck und Schlaganfälle. Die periodisch wiederkehrenden Hitzephasen des Körpers stören die Durchblutung und das Nervensystem. Dies macht den Körper anfälliger für abrupte Infarkte im Herz und im Gehirn.

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