Moschus-Kürbis

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 20. Dezember 2016
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Der ursprünglich aus der Region Mittelamerikas stammende Moschus-Kürbis (oder auch Moschuskürbis) aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) gehört zu den fünf führenden Kürbissorten, die weltweit angebaut werden. Auch andere, kulinarisch ebenso geschätzte Kürbisarten wie Muskat-, Butternuss- und Schlangenkürbis gehören zur Sorte der Moschus-Kürbisse. Die einjährige Pflanze wird bis zu 6 Meter lang, und die Früchte erinnern äußerlich ein wenig an Form und Farbe der Wassermelonen.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über den Moschus-Kürbis wissen

Der Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata) aus der Familie der Cucurbitaceae gehört zu den fünf führenden Kürbissorten, die weltweit in warmen Ländern für kommerzielle Zwecke angebaut werden. Weitere, für die menschliche Ernährung geschätzte Kürbissorten wie Muskat-, Butternuss- und Schlangenkürbis, gehören ebenfalls zu den Moschus-Kürbissen.

Die typische Erntezeit des Moschus-Kürbisses erstreckt sich in Anbauregionen auf der nördlichen Hemisphäre von August bis Oktober. Bei Temperaturen im Bereich 10 bis 13 Grad Celsius sind Moschus-Kürbisse in unversehrtem Zustand monatelang haltbar. Ein aufgeschnittener Kürbis hält sich allerdings nur 2 bis 3 Tage frisch im Kühlschrank. Der Moschus-Kürbis wird wegen seines schmackhaften Fruchtfleisches und wegen seiner Kerne geschätzt, die ein wertvolles Öl enthalten. Er findet seinen Ursprung im mittleren Amerika, in einer Region, die von den südlichen Staaten der USA über Mexiko und Mittelamerika bis Kolumbien reicht.

Der Moschus-Kürbis hat mehr zu bieten als nur einen niedrigen Kaloriengehalt. Punkten kann der Kürbis mit verschiedenen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen.

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass Kürbisse möglicherweise bereits seit dem 10. Jahrtausend v. Chr. kultiviert wurden. Da keine Wild- oder Stammform des Moschus-Kürbisses mehr existiert, ist eine genaue Lokalisierung seines Ursprungs nicht möglich. Wie auch die übrigen Kürbisgewächse ist der Moschus-Kürbis eine krautige, einjährige Kletterpflanze, die bis zu 6 Meter lang werden kann. Charakteristisch für den Moschus-Kürbis ist die leichte bis dichte Behaarung der Stängel und der Blätter. Die Früchte, die wie auch bei den übrigen Kürbissorten als Panzerbeeren bezeichnet werden, sind dunkelgrün, kugelig und erinnern im Aussehen an Wassermelonen.

Das Fruchtfleisch unterscheidet sich allerdings deutlich von dem der Wassermelone, es ist kräftig gelblich bis orangefarben. Die Pflanze ist einhäusig mit getrenntgeschlechtigen Blüten (monözisch). Für ihren Anbau bevorzugt der Moschus-Kürbis ein warmes bis heißes, nicht zu trockenes, Klima. In tropischen Gebieten ist der Moschus-Kürbis die am weitesten verbreitete Sorte im kommerziellen Anbau.

Bedeutung für die Gesundheit

Die gesundheitliche Bedeutung des Moschus-Kürbisses liegt wie auch bei den bekanntesten anderen Kürbissorten weniger bei den primären Inhaltsstoffen als vielmehr bei den sekundären Pflanzenstoffen.

An den primären Inhaltsstoffen Proteine, Fette und Kohlenhydrate hat der Moschus-Kürbis wenig zu bieten, so dass sein Brennwert mit 79 kJ (19 kcal) je 100 Gramm Fruchtfleisch sehr niedrig liegt. Darüber hinaus ist auch der Gehalt an unverdaulichen Ballaststoffen sehr niedrig. Das führt dazu, dass das Kürbisfleisch leicht und gut verdaulich ist. Moschus-Kürbis ist daher auch für kalorienbewusste Menschen sehr zu empfehlen. Die vielseitigen Zubereitungsmöglichkeiten und der niedrige Kaloriengehalt versprechen einen kulinarischen Genuss „ohne Reue“.

Der Moschus-Kürbis hat allerdings mehr zu bieten als nur einen niedrigen Kaloriengehalt. Punkten kann der Kürbis mit verschiedenen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Von gesundheitlicher Relevanz sind vor allem der Gehalt an Kalium, an Carotinoiden als Vorstufen für Vitamin A und einige B-Vitamine wie B1, B2 und B6. Die sekundären Inhaltsstoffe haben positiven Einfluss auf Bluthochdruck wirken vorbeugend gegen Herz-Kreislauferkrankungen sowie gegen Schlaganfall.

Eine besondere Bedeutung mit gesundheitlicher Relevanz kommt auch den Kürbiskernen zu, die ein wertvolles Öl mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten. Darüber hinaus hat die im Kürbis enthaltene Kieselsäure einen positiven Effekt auf Haut, Haare und Nägel. Der Gehalt an Vitamin C liegt allerdings am unteren Ende aller Kürbissorten, so dass hier kein nennenswerter Einfluss auf die Gesundheit zu erwarten ist.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 45 Fettgehalt 0,1 g
Cholesterin 0 mg Natrium 4 mg
Kalium 352 mg Kohlenhydrate 12 g
Ballaststoffe 2 g Eiweiß 1 g

Der relativ geringe Nährwertgehalt des Moschus-Kürbisses ist kompatibel mit dem geringen Gehalt an primären Inhaltsstoffen. Fette sind ausschließlich im wertvollen Öl der Kerne (Kürbiskernöl) enthalten. Der Proteingehalt liegt bei durchschnittlich 0,2 g je 100 g Fruchtfleisch, und auch die vom Körperstoffwechsel verwertbaren Kohlenhydrate sind mit einer Konzentration von etwa 4,1 g je 100 g nur schwach vertreten.

Der Wert des Kürbisses liegt in seinem Gehalt an sekundären Inhaltsstoffen. Besonders erwähnenswert ist der hohe Gehalt an Kalium (0,49 mg), Beta-Carotin (3,1 mg) und an den Vitaminen B1 (34 µg), B2 (55 µg) und B6 (110 µg). Der Gehalt an Vitamin C rangiert mit wenigen Milligramm deutlich unterhalb anderer Kürbissorten wie „Roter Hokkaido“.

Unverträglichkeiten & Allergien

Lebensmittelunverträglichkeiten oder Allergien im Zusammenhang mit dem Verzehr von Moschus-Kürbis treten nur selten auf und sind kaum dokumentiert. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass Unverträglichkeiten oder Allergien, die durch den Verzehr irgendeines Gemüses aus der Familie der Kürbisgewächse – dazu gehören beispielsweise auch Gurken - aufgetreten sind, sich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch bei dieser Kürbisart einstellen werden.

In der Regel ist der Verlauf der Symptome bei auftretenden Unverträglichkeiten eher mild. In seltenen Fällen kann es zu Gesichtsrötungen, Gesichtsschwellungen oder ähnlichen Symptomen kommen, und in extrem seltenen Fällen kann nach dem Verzehr des Fruchtfleisches ein anaphylaktischer Schock eintreten, der notärztlicher Behandlung bedarf.

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Einkaufs- & Küchentipps

Die Chance, einen möglichst frischen Moschus-Kürbis im Handel oder auf Wochenmärkten zu finden, ist während der Haupterntezeit von Mitte August bis Ende Oktober gegeben. Falls der Kürbis vor der Verarbeitung längere Zeit gelagert werden soll, empfiehlt es sich, beim Kauf darauf zu achten, dass die Schale unversehrt ist, keine Dellen hat und an dem Kürbis auch noch ein Rest des Stiels von wenigstens 2 bis 3 Zentimeter vorhanden ist.

Falls der Stiel nicht mehr vorhanden ist, besteht die Gefahr, dass Fäulnisbakterien in den Kürbis eindringen oder bereits eingedrungen sind und die Haltbarkeit reduzieren. Prinzipiell können Moschus-Kürbisse im kühlen Keller monatelang frisch gehalten werden, wenn sie beim Kauf noch nicht vollständig ausgereift waren, was an der Farbe der Schale erkennbar ist. Vollständig ausgereift sind die Früchte, wenn die Schale eine goldgelbe Farbe annimmt und wenn beim Klopfen auf den Kürbis ein hohler Ton entsteht. Das Kürbisfleisch eignet sich allerdings auch hervorragend in rohem oder gekochtem Zustand zum Einfrieren.

Auch eingelegter Kürbis, z. B. in eine süß-saure Marinade eignet sich hervorragend zur Lagerung in fest verschraubten Gläsern bei Kellertemperatur. Für die Vorbereitung der Kürbisse benötigt man ein größeres, stabiles Messer zum Schälen und Würfeln des Fruchtfleisches. Die Kerne können mit dem weichen faserigen Fleisch in der Mitte des Kürbisses mit einem Löffel entfernt und separat zubereitet werden.

Zubereitungstipps

Die einfachste Art der Zubereitung des Kürbisses besteht darin, das Kürbisfleisch zu würfeln und zu kochen oder zu dünsten, um es als Gemüsebeilage zu vielen Gerichten zu verwenden. Alternativ kann das Fruchtfleisch püriert und zu Suppen verarbeitet werden.

Vielfach werden Fruchtfleisch und Kerne auch zur Zubereitung von Süßspeisen oder die gerösteten Kerne für Knabbereien verwendet. Alternativ können die gekochten Kürbisfleischwürfel in eine süß-saure Marinade eingelegt werden und fast allen Salaten eine exotische und äußerst wohlschmeckende Note verleihen.

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