Mittelohrentzündung

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Eine Mittelohrentzündung bzw. Otitis media ist eine schmerzhafte Krankheit im Bereich des Mittelohres. Sie kann sowhl akut, als auch chronisch auftreten. Auslöser sind zumeist Bakterien und Viren. Eine Mittelohrentzündung kommt häufig bei kleinen Kindern vor. Typische Anzeichen sind Ohrenschmerzen, Hörminderung, Fieber und Abgeschlagenheit.

Inhaltsverzeichnis

Definition Mittelohrentzündung

Eine Mittelohrentzündung wird in der Medzin auch als Otitis media bezeichnet. Sie kann sowohl akut, als auch chronisch auftreten. Typisches Anzeichen einer Mittelohrentzündung sind zuemist auf beiden Seiten auftretende Ohrenschmerzen. Daneben gelten auch Klopfen im Ohr, Kopfschmerzen, Fieber und Schwindel als akute Symptome.

Eine Mittelohrentzündung wird zumeist von Bakterien ausgelöst und nur in seltenen Fällen sind auch Viren als Ursache bekannt. In Deutschland leiden zumeist Babys und Kinder an dieser Krankheit.

Das Mittelohr selbst, ist ein Hohlraum im Ohr, welches mit Luft gefüllt ist. Abgetrennt ist es vom Trommelfell und somit auch vom äußeren Gehörgang. Im Mittelohr befinden sich auch die bekannten Gehörknöchelchen Amboss, Hammer und Steigbügel. Näheres zum Gehör erfahren sie hier: Hören.

Ursachen für Mittelohrentzündung

Die Ursachen für eine Mittelohrentzündung können verschiedenartig begründet sein. Fast immer sind Bakterien verantwortlich. Seltener kommen aber auch Viren in Betracht. Bei den Viren handelt es sich oftmals um Grippeviren, die im Rahmen einer Erkältung eine Mittelohrentzündung auslösen können. Zu den bereits erwähnten Bakterien zählen die bakannten Streptokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae. Bei Kleinkindern und Babys wird die Krankheit oftmals durch das Bakterium Staphylococcus aureus ausgelöst.

Wie bereits erwähnt, entsteht eine akute Mittelohrentzündung häufig im Zuge einer einfachen Erkältung. Hierbei dringen dann die Erreger durch den Nasen-Rachen-Raum in das Mittelohr hinein. Manchmal können aber auch Keime bei einer Trommelfellverletzung die Erkrankung auslösen. Eine weitere Ursache kann auch eine verschleppte Infektionskrankheit, wie Scharlach sein, die dann die Erreger zum Ohr über das Blut führt.

Als letzte Ursache sei auch ein Zusammenhang mit Halsentzündungen erwähnt. Hierbei kann es zu einer Störung der Belüftung des Mittelohrs und des Rachenraumes kommen. Es kommt zur Stauung von Flüssigkeit, die in der Folge durch Erreger zu einer Mittelohrentzündung führen kann.

Eine chronische Mittelohrentzündung ist eher selten, kann jedoch im Rahmen einer angeborenen Störung im Rachenraum, wie Gaumenspalten, auftreten. Ebenso gelten auch Polypen aus Auslöser einer chronischen Mittelohrentzündung.

Typische Symptome bei Mittelohrentzündung

Krankheitsverlauf Mittelohrentzündung

Mittelohrentzündung

Der Verlauf einer akuten Mittelohrentzündung ist wie folgt gekennzeichnet. Unbehandelt heilt die Krankheit in der Regel innerhalb von 14 Tagen selbstständig ab. Sollte dem nicht so sein, und die Erkrankung hält auch weiterhin an, besteht der Verdacht auf einen Warzenfortsatz, der sich im weiteren Verlauf zu einer Mastoiditis entwickeln kann. Hierbei kommt es dann zur Eiterbildung im Mittelohr bzw. Knochenfortsatzes.

Wird dieser Umstand nicht ärztlich behandelt, kann eine Hirnhautentzündung (Meningitis) entstehen. Typische Anzeichen sind dann zusätzlich starker Schwindel und Erbrechen. Nicht selten treten auch bei einer Mittelohrentzündung Risse im Trommelfell auf (Perforation). Dabei läuft dann angesammeltes Eiter aus dem Ohr und die Ohrenschmerzen lassen nach.

Eine Mittelohrentzündung sollte vom Arzt untersucht und behandelt werden, um Komplikationen rechtzeitig vorzubeugen. Ausserdem können so Maßnahmen eingeleitet werden, die die Beschwerden, wie Ohrenschmerzen und Kopfschmerzen lindern. Außerdem sollte eine ärztliche Behandlung auch als Prävention gegen eine chronische Mittelohrentzündung genutzt werden.

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Behandlung einer Mittelohrentzündung

Die Behandlung einer Mittelohrentzündung sollte durch einen Arzt erfolgen. Im günstigsten Fall wird der Hausarzt den Patienten an einen Hals-Nasen-Ohren Arzt überweisen. Der Arzt wird die Behandlung zumeist mit Hilfe von Antibiotika durchführen. Zusätzlichen bieten sich Nasentropfen an, die angestauten Eiter besser abfliessen lassen und das Mittelohr belüften.

Ohrentopfen werden kaum eingesetzt, da sie ihre Wirkung aus anatomischen Gründen nicht bis zum Mittelohr entfalten können. Die Betroffenen können selbstständig einige Beschwerden durch Rotlicht und vom Arzt verschriebene Medikamente gegen Ohrenschmerzen lindern.

Ist das Trommelfell bereits angegriffen und Komplikationen treten auf, so muss gegebenenfalls eine Operation in Betracht gezogen werden. Dennoch heilt oftmals das beschädigte Trommelfell von allein ab. Chronische Mittelohrentzündungen werden bei Knocheneiterung operativ behandelt. Das gleiche gilt für eine Mastoiditis.

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