Mitsuba

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Mitsuba ist ein japanisches Küchenkraut, Gewürz und Heilmittel, das ätherische Öle enthält. Die darin enthaltenen Terpene wirken vor allem antimikrobiell und können so als natürlicher Ersatz für Antibiotika dienen. Die Heilpflanze wird in Japan als Salat zubereitet, dient als Suppenwürze oder wird in Sushi eingerollt.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau des Mitsuba

Die wörtliche Übersetzung des japanischen Wortes Mitsuba lautet „Dreiblatt“. Dabei handelt es sich um eine Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Die Pflanze ist der Gattung Cryptotaenia zuzuordnen und entspricht im Wesentlichen einem Küchenkraut. Die Bezeichnung Cryptotaenia japonica wird synonym zu der Bezeichnung Mitsuba verwendet und entspricht dem botanisch korrekten Terminus.

Sowohl die Laubblätter, als auch die Blütenstände der Pflanze sind variabel. Die Cryptotaenia japonica ist meist recht kahl und entspricht einer mehrjährig krautigen Pflanze mit Wuchshöhen zwischen 20 und 100 Zentimetern. Ihre dreiteiligen Laubblätter sind langgestielt und rhombisch geformt bis breit oval gestaltet. Am Rand wirken die Blätter doppelgesägt.

Blütezeit hat die Pflanze im frühen Sommer. Die Blüten der Mitsuba stehen in locker doppeldoldigen Ständen beieinander. Durch die ungleichlangen Stiele der Blüten besitzt die Mitsuba anders als andere Doldenblütler keine strenge Geometrie im Blütenstand. Darüber hinaus fehlen der Pflanze die Hüllblätter. Unterhalb der einzelnen Teildolden liegen Hüllchenblätter. In der Regel tragen die Kronblätter weiße Farbe.

Cryptotaenia japonica kommen als Wildwuchs innerhalb Japans, Koreas und Chinas vor, wo sie bevorzugt feucht schattige Standorte in Wäldern oder Gräben der Bergregion besiedeln. Justus Carl Hasskarl gilt als Erstbeschreiber der Pflanze. Mitsuba lassen sich nur schwer von anderen Cryptotaenia-Arten abgrenzen. Das Gewächs trägt den Beinamen japanische Petersilie.

Wirkung & Anwendung

Die Pflanze Mitsuba wird in Japan und den umliegenden Ländern als Küchenkraut und Heilpflanze verwendet. In japanischen Breitengraden pflücken die Menschen vor allem frische Mitsuba-Blätter, die sie samt der Stiele weiterverarbeiten. Mitunter am häufigsten wandern die einzelnen Stiele und Blätter der Pflanze in Suppen, sie werden also aufgebrüht. Verschiedene weitere Gerichte werden mit Mitsuba gekocht.

Die Pflanze gibt den Gerichten insbesondere Würze. In Japan werden die Mitsuba-Blätter so zum Beispiel auch in Sushi-Rollen eingerollt oder mit Gemüse zu Tempura ausgebacken. Damit sie die Würze nicht verlieren, werden weder die Blätter, noch Stiele der Pflanze über lange Zeit Hitze ausgesetzt. Wenn die Pflanze zu lange gekocht wird, verliert sie nicht nur den würzigen Geschmack, sondern wird unangenehm bitter.

Tees sind aus diesem Grund relativ ungeeignete Zubereitungsformen der krautigen Pflanze. Wegen der Hitzeunverträglichkeit eignet sich das Gewächs mitunter am besten für Salate. Auch in die Suppe wandern die Pflanzenbestandteile erst gegen Ende der Zubereitung, um bitteren Geschmack so weit wie möglich zu verhindern.

Mitsuba ist ein japanisches Küchenkraut, Gewürz und Heilmittel, das ätherische Öle enthält.

Die in Japan erhältlichen Mitsuba-Blätter sind innerhalb Deutschlands bislang nicht erhältlich.

Seit Anfang des Jahrtausends werden den deutschen Gemüsebauern allerdings verschiedene japanische Gemüsesorten angeboten, die auch in Deutschland gedeihen können. Zu diesen Sorten zählt mitunter Mitsuba. Daher sind im Gartengroßhandel mittlerweile Aufzuchtsamen erhältlich. Als Heilpflanze wird Mitsuba vor allem in Ostasien verwendet.

Obwohl Mitsuba auch als japanische Petersilie bezeichnet wird, ist die Pflanze im Vergleich mit der europäischen Petersilie milder und nicht derart intensiv im Geschmack. Doldenblütler wie Mitsuba dienen nicht nur als Gewürze und Heilpflanzen, sondern werden auch von der Landwirtschaft verwendet. In diesem Zusammenhang dienen sie als Pheromone und sollen mit ihrem aromatischen Geruch Schädlinge fernhalten.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Hauptbestandteile von Doldenblütlern wie Mitsuba sind ätherische Öle aus Terpenen und Phenylpropanoiden. Terpene sind pharmakologisch und biologisch von Interesse. Zum einen eignen sich die Öle als umweltfreundliche Alternative zu Insektiziden und zum anderen zeigen sie antimikrobielle Wirkung. Die antimikrobielle Wirkung der Terpene macht Mitsuba zu einem geeigneten Antibiotika-Ersatz. In diesem Zusammenhang erhält die Pflanze medizinisch relativ hohe Relevanz.

Im 21. Jahrhundert ist die Antibiotikaresistenz gerade in der westlichen Welt eine Volkskrankheit. Da bislang zur Bekämpfung und Behandlung von Infektionen mit Mikroorganismen ausschließlich Antibiotikagabe infrage kommt, müssen antibiotikaresistente Menschen auf natürliche Alternativen zurückgreifen. Eine solche Alternative können verschiedene Doldenblütler sein, so mitunter Mitsuba.

Von dieser Wirkung abgesehen besitzen Terpene schleimlösende Wirkung und können damit auch bei Husten und Grippe zum Einsatz kommen. Triterpene werden aktuell darüber hinaus als Chemotherapeutikum im Raumen von Krebstherapien erprobt. Auch den Phenylpropanoiden der ätherischen Öle werden gesundheitsförderliche Wirkungen nachgesagt. Die Substanzen sollen zum Beispiel Stress entgegenwirken können. Spekulationen zufolge helfen Phenylpropanoiden außerdem gegen Depression und steigern darüber hinaus die Leistungsfähigkeit.

Abgesehen von diesen Heilwirkungen werden der Mitsuba ähnliche Wirkungen wie der Petersilie nachgesagt. Das ätherische Öl der Pflanze soll so zum Beispiel die Harnausscheidung anregen. Die Phenylpropane in den ätherischen Ölen des Gewächses wirken stimulierend auf das Parenchym der Niere. Aus diesem Grund unterstützen die Pflanzen die Nieren bei der Filtration des Bluts und können dementsprechend gegen leichte Vergiftungen zum Einsatz kommen.

Auch bei vielen Erkrankungen ist die Stimulation der Nieren ein hilfreiches Mittel, um die Erreger auszuscheiden. Mitsuba kann so gegen viele Krankheitsbilder zum Einsatz kommen und schafft mit ihren ätherischen Ölen offenbar sowohl bei psychischen Beschwerden, als auch körperlichen Symptomen Abhilfe. Obgleich die Pflanze in Japan zu den bekannten Heilpflanzen zählt, wird sie innerhalb Deutschlands bislang nicht als Heilkraut angewandt.

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