Mit Power durch die Wechseljahre

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 3. Januar 2017
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Das Klimakterium bewirkt eine hormonelle Umstellung im weiblichen Körper. Der Zeitpunkt ist nicht eindeutig vorgegeben, jedoch können die Wechseljahre einige Beschwerden verursachen. Die Beeinträchtigungen, körperlich als auch seelisch, können mit natürlichen Maßnahmen gut kontrolliert und behandelt werden. Zum Glück leiden zwei Drittel der Frauen nur an leichten bis mittelschweren Beeinträchtigungen, die mit natürlichen Methoden gelindert werden können. Mit etwas Geduld und Achtsamkeit kommen Frauen gut durch die Wechseljahre.

Inhaltsverzeichnis

Wechseljahre: Wenn der Körper einen überrumpelt

Weibliche Sexualhormone sind in erster Linie für die Fortpflanzung notwendig, übernehmen aber auch andere wichtige Aufgaben im Körper. Mit Beginn der Wechseljahre kommt es zu einem Östrogen- und Progesteronmangel, der nicht nur das Ende der Fruchtbarkeit bedeutet, sondern gleichzeitig andere Körperfunktionen aus dem Gleichgewicht bringt.

Die Sexualhormone beeinflussen die Botenstoffe Serotonin und Dopamin im Gehirn. Der Hormonabfall in den Wechseljahren wirkt sich auf die Stimmung aus. Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen werden durch den Mangel ausgelöst. Dazu kommen die teilweisen sehr heftigen körperlichen Beschwerden, wie Schweißausbrüche, Wallungen, Schlafstörungen Gewichtszunahme, Figurveränderung, trockene Haut, Schmerzen in der Brust und Libidoverlust.

Bei all diesen unangenehmen Beeinträchtigungen verwundert es nicht, dass viele Frauen sich vom eigenen Körper überrumpelt fühlen und die Zeit der Menopause negativ sehen. Das Gegenteil ist aber der Fall. Mit Unterstützung können Frauen um die 50 richtig durchstarten. Es gibt unterschiedliche natürliche und nebenwirkungsfreie Maßnahmen, um die Beschwerden der Wechseljahre zu lindern.

Hormonyoga, Qigong & Thai Chi als sanfte Unterstützung

Lange Zeit war die Einnahme von synthetischen Hormonpräparaten zur Behandlung der Wechselbeschwerden ganz selbstverständlich und obligatorisch. Schon bevor die ersten Zeichen der Wechseljahresbeschwerden sich bemerkbar machten, haben Frauen die Hormone verwendet, um fit, jugendlich und gesund zu bleiben. Eine große Studie vor rund zehn Jahren, die die Hormontherapie stark kritisierte und sogar als gefährlich einstufte, hat ein Umdenken bewirkt.

Immer mehr Frauen entschließen sich, die Wechseljahresbeschwerden natürlich zu lindern. Um mit weniger Beschwerden durch die Wechseljahre zu kommen, hilft ein gesunder und positiver Lebensstil. Frauen, die sich gut über das Klimakterium informieren, haben weniger physische und psychische Probleme, die Lebensumstellung zu akzeptieren.

Es macht durchaus Sinn, bereits längere Zeit vor Beginn des Wechsels nach Möglichkeiten zu suchen, um die Symptome so gering wie möglich zu halten. Dabei dominiert bei fast allen Frauen der Wunsch, auf natürliche Weise einzugreifen und ohne Hormone die Beeinträchtigungen zu lindern beziehungsweise zu beseitigen.

Beschwerden in der Menopause können mit Qigong, Yoga oder Tai-Chi ohne Hormone behandelt werden. Bewegung tut dem Körper gut und steigert die Lebensqualität. Frauen, die sich für Qigong, Yoga oder Tai-Chi entscheiden, klagen viel weniger über Angstzustände, Gereiztheit oder depressiven Verstimmungen während des Klimakteriums.

Bewegung und Sport helfen nicht nur durch die Wechseljahre, sondern haben einen weiteren wichtigen Nebeneffekt: Das Risiko an Diabetes mellitus oder Herzkrankheiten zu erkranken, wird durch die regelmäßige Bewegung beachtlich reduziert.

Heilpflanzentees – nur in Maßen genießen

Viele Frauen leiden während der Wechseljahre wie bereits erwähnt nur unter leichten bis mittelschweren Beschwerden. Deshalb ist die Anwendung von pflanzlichen Substanzen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder Tees meist ausreichend. Wichtige Pflanzen, die für Heilpflanzentees bei Wechseljahresbeschwerden zum Einsatz kommen, sind:Rotklee, Soja, Traubensilberkerze, Salbei, Johanniskraut, Yamswurzel Hopfen, Nachtwurzel und Mönchspfeffer.

Aus Soja und Rotklee werden Isoflavone gewonnen, die zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen zählen. Das sind jene Substanzen, die von den Pflanzen zum eigenen Schutz vor Schäden und Krankheiten produziert werden. Mit dem Konsum dieser Pflanzen nimmt die Frau auch deren Schutzstoffe auf.

Heilkräutertees in Maßen verwendet, können die Wechselbeschwerden lindern, trotzdem ist Vorsicht geboten. Manche Pflanzen sind nicht als Heilpflanzen zugelassen und es gibt keine ausreichenden wissenschaftlichen Langzeitstudien darüber, welche Pflanzen tatsächlich zum gewünschten Erfolg führen und welche Pflanzen Nebenwirkungen verursachen können.

Akupunktur gegen Hitzewallungen & Co.

Machen die Beschwerden den Alltag zur Qual, möchten die Frauen etwas dagegen tun. Manche wollen oder dürfen keine hormonelle Therapie durchführen und entscheiden sich bewusst gegen Produkte mit hormoneller oder phytoöstrogener Wirkung. Eine gute und effektive Alternative zu den Heilpflanzen ist die Akupunktur. Es kommt zu einer deutlichen Verbesserung der Hitzewallungen.

Die naturheilkundliche Therapieform kann sogar eine medikamentöse Therapie übertreffen. Das Gute daran: Akupunktur hilft effektiv und ohne Nebenwirkungen. Absolute Kontraindikationen für eine Hormonbehandlung sind vorangegangene Thrombosen oder Embolien, schwere Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen und hormonabhängige Krebserkrankungen. Diesen Frauen wird durch die Akupunktur ermöglicht, die Wechseljahresbeschwerden zu lindern.




Geduld & Achtsamkeit erleichtern die Zeit der Umstellung

Die Veränderungen im Körper der Frauen, die die Wechseljahre mit sich bringen, sind dank innovativer Behandlungsmethoden heute längst kein unvermeidbares Übel mehr. Die Individualität jeder Frau spiegelt sich auch in der Individualität der Behandlung der Wechseljahresbeschwerden wider. Jede Veränderung birgt die Chance für einen positiven Neubeginn.

Geduld und Achtsamkeit erleichtern die Umstellung. Belastende Wechselbeschwerden sollten dabei die Lebensqualität nicht beeinträchtigen. Unterschiedliche Behandlungsformen ermöglichen es, mit Power durch das Klimakterium zu gelangen und das Leben während und nach dem Wechsel richtig zu genießen. Wichtig ist, dass jede Frau ein positives Körpergefühl entwickelt und während und nach dem Wechsel ihren Körper akzeptiert.

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