Meteroismus

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 24. Oktober 2016
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Meteroismus beschreibt eine Erkrankung, die häufig nicht sofort erkannt und damit auch nicht behandelt wird. Zudem ist der Blähbauch, eine Erkrankung des Verdauungsapparates, vielen Betroffenen unangenehm. Bauchschmerzen, ein Völlegefühl, bereits nach einer geringen Nahrungsaufnahme, sowie ein Bauch, der so prall erscheint wie ein Medizinball, dies sind die Symptome von Meteorismus.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Meteroismus?

Der Begriff Meteorismus bezeichnet eine abnorme Ansammlung von Gas im Magen-Darm-Trakt. Jeder hat Luft, die durch ein Aufstoßen oder über den After abgeleitet wird. Dies geschieht durchschnittlich bis zu 15 Mal am Tag. Der teilweise unangenehme Geruch der Darmgase kommt von den Bakterien im Dickdarm. Diese produzieren schwefelhaltige Gase. Beim Meteorismus treten diese Symptome vermehrt auf. Der Bauch ist vorgewölbt und gebläht.

Ursachen

Viele Mediziner vermuten, dass eine schlaffe Bauchmuskulatur zu den Hauptgründen für Meteorismus gehört. Bei der Zufuhr von zu vielen fettigen Speisen und zu wenig Bewegung, werden das Fett und damit auch die Gase im weichen Bauchbereich eingelagert. Sie setzen sich hier fest und gehen nicht ihren natürlichen Weg. Der Bauch wird dadurch noch mehr aufgebläht und wächst an.

Bei einer ballaststoff-, zellulose- und fettreichen Nahrung verhält es sich ähnlich. Dem Körper fällt es schwer, die Gasansammlungen zu verarbeiten. Bei gesunden Menschen gehen die Blähungen auf einem normalen Wege ab, bei Menschen, die von Meteorismus betroffen sind, stauen sie sich innerhalb des Darms an. Kohl, Salate und Hülsenfrüchte beispielsweise sind für ihre aufblähende Wirkung bekannt.

Auch Laktose, Fruchtzucker und Gluten können der Auslöser für eine Gasansammlung sein. Hastig hinunter geschlungenes Essen, kohlensäurehaltige Softgetränke und künstliche Zuckerersatzstoffe können ebenfalls einen Blähbauch verursachen. Zu den gesundheitlichen Beschwerden, die zu Meteorismus führen können, gehören:

  • Störungen hinsichtlich des Weitertransports des Darminhalts: In den Bereichen, in denen der Stuhl länger liegen bleibt, können sich Fäulnisbakterien sammeln.
  • Störungen im Blutkreislauf (Verdauungsorgane)
  • Leberschäden
  • Herzmuskelschwäche
  • Ein akuter und starker Meteorismus kann auch aus einem Darmverschluss resultieren. Dies muss sofort chirurgisch oder intensivmedizinisch (abhängig von der Ursache) behandelt werden.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Beim Meteorismus kommt es zur kugelförmigen Aufblähung des Bauches. Meist fühlt er sich dabei hart an und reagiert sehr empfindlich auf Druck. Der aufgeblähte Bauch verursacht ein unangenehmes und quälendes Gefühl, was sich sitzend oder beim Tragen einengender Kleidung noch verstärkt.

Zudem sind Begleiterscheinungen wie ein Spannungs- und Völlegefühl, Stuhlunregelmäßigkeiten, Bauchschmerzen, Darmgeräusche, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall möglich. Dadurch, dass sich viele Betroffene nur noch auf den aufgeblähten Bauch konzentrieren können, sind das körperliche, aber auch das seelische Wohlbefinden und die allgemeine Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt.

Die Gase werden aufgrund eines Schamgefühls oftmals nicht herausgelassen, was den Blähbauch verstärkt, da das Spannungsgefühl meist erst nach dem Abgang der Winde und des Stuhlgangs nachlässt.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Betroffenen suchen oftmals erst einen Arzt auf, wenn der Blähbauch seit vielen Tagen besteht und nicht von selber verschwindet. Der Ober- und Unterbauch sind meist hart, geschwollen und aufgrund des aufgeblähten Magenbereichs bestehen zudem starke Schmerzen. Ein Blähbauch ist für einen Mediziner in der Regel leicht zu diagnostizieren, sodass schnell eine gezielte Behandlung eingeleitet werden kann.

Diese richtet sich bei Meteorismus nach der entsprechenden Ursache. Sollte Meteorismus in der Kombination mit weiteren Beschwerden wie starken Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann ernsthafte Erkrankungen wie Gastritis, Magenkrebs, Hepatitis oder Pankreatitis erkennen oder im besten Fall ausschließen.

Behandlung & Therapie

  • Ernährungsumstellung

Bei Meteorismus sollte zunächst einmal auf Milchprodukte verzichtet werden. Eine Ausnahme bildet Joghurt. Als Alternative empfiehlt es sich, laktosefreie Milchprodukte zu verzehren. Zudem ist es ratsam, auf Obst und entsprechende Säfte zu verzichten. Hülsenfrüchte enthalten unverdauliche Kohlenhydrate, sodass auch diese vermieden werden sollten. Besser als Rohkost ist gekochtes Gemüse und statt Vollkornbrot sollte lieber Mischbrot gewählt werden.

Kohlensäurehaltige Getränke sollten durch Kräutertees mit einer magenberuhigenden Wirkung wie Fencheltee ersetzt werden. Zudem gibt es verdauungsanregende Produkte, beispielsweise Kümmel und Sauerkraut. Die Umstellung dient dem Ziel, herauszufinden, ob die Ernährung die Ursache für Meteorismus ist.

  • Bauchmuskeltraining

Sport und ein gezieltes Bauchmuskeltraining hilft dabei, Meteorismus entgegenwirken zu können. Kräftige Bauchmuskeln unterstützen die Darmbewegungen. Damit werden ein längeres Verweilen des Stuhls und die daraus resultierende Gasbildung verhindert. Eine Heizdecke oder Wärmflasche, die auf den Bauch gelegt werden oder ein warmes Bad bringen ebenso oftmals Linderung.

  • Medikamente

Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Beseitigung des Meteorismus beitragen. Pflanzliche Mittel, in denen zum Beispiel Kümmel, Pfefferminze, Fenchel, Anis und Melisse enthalten sind und eine krampflösende Wirkung erzielen. Chemische Mittel, die zur Entspannung führen und dafür sorgen, dass der Darminhalt besser weitertransportiert wird.

Auch Kombinationspräparate, die Enzyme enthalten, um eine schnellere Verdauung und Nahrungsaufnahme zu erzielen. Laktasetabletten bei Meteorismus infolge einer Milchzuckerunverträglichkeit, pflanzliche Kombinationspräparate und Kohlepräparate können ebenfalls Abhilfe schaffen. Als Alternative bieten sich Abführzäpfchen an, um den Stuhlgang anzuregen und somit einen Abgang der Darmgase zu erreichen.




Vorbeugung

Wer zu Meteorismus neigt, sollte Speisen mit Kümmel, Fenchel, Anis würzen und Gemüse andünsten. Die Nahrungsmittel sollten wenig scharfe Gewürze enthalten. Gaserzeugende Gemüse wie Zwiebeln, Knoblauch, Kohl, Hülsenfrüchte und Radieschen gilt es zu meiden.

Zu fette Speisen, grob geschrotete Vollkornprodukte, Kaffee, Schokolade sowie eiskalte und kohlendioxidhaltige Getränke sind ebenso ungeeignet. Es ist wichtig, langsam zu essen und gründlich zu kauen. Bewegung nach dem Essen fördert das Entweichen der Gase.

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