Menopause

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. November 2016
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Die Menopause ist die letzte natürliche Menstruation und damit das Ende der fruchtbaren Phase im Leben einer Frau. Sie tritt in der Regel im Alter von Mitte 40 bis Mitte 50 auf. Eine Phase der hormonellen Umstellung mit unterschiedlich stark ausgeprägten Symptomen, die Wechseljahre bzw. Klimakterium genannt wird, geht der Menopause voran.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Menopause?

Das Wort Menopause stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Ende des Monatszyklus“. Es bezeichnet den letzten Eisprung und die damit verbundene Monatsblutung. Sie markiert das Ende der Reproduktionsfähigkeit einer Frau.

Da im Zusammenhang mit den Wechseljahren bereits im Vorfeld einige Zyklusunregelmäßigkeiten auftreten können, spricht man erst dann, wenn die Monatsblutung mindestens zwölf Monate lang ausgeblieben ist, von der letzten Monatsblutung als Menopause.

Bedeutung & Funktion

Die Menopause ist der Endpunkt einer weitreichenden hormonellen Veränderung im Körper einer Frau. Dabei ist das Ausbleiben der Periode nach der Menopause nur ein äußeres Anzeichen, anhand dessen man das Ende der fruchtbaren Phase erkennen kann.

Entscheidend ist aber das Ausbleiben des Eisprungs, der für die Entstehung einer Schwangerschaft zwingend notwendig ist. Solange eine Frau im reproduktionsfähigen Alter ist reifen in ihren Eierstöcken, sofern keine Erkrankungen und keine Schwangerschaft vorliegen, in regelmäßigen Zyklen Eizellen heran. Dies geschieht unter Einfluss von Hormonen, die im Hypothalamus und in der Hirnanhangdrüse. Auch die Eierstöcke selbst sowie die Follikel, in denen die Eizellen zur Befruchtungsreife gelangen, produzieren verschiedene Hormone.

Diese Hormone stehen miteinander in Wechselwirkung und steuern den Ablauf des weiblichen Zyklus. Bevor schließlich die Menopause eintritt, kommt die Produktion dieser Hormone nach und nach zum Erliegen.

Die Menopause ist die letzte natürliche Menstruation und damit das Ende der fruchtbaren Phase im Leben einer Frau. Sie tritt in der Regel im Alter von Mitte 40 bis Mitte 50 auf.

Insbesondere die Eierstöcke stellen bis zum Alter von im Durchschnitt Anfang 50 ihre Funktion vollständig ein. Dies geht einher mit unterschiedlichen Symptomen, die als Wechseljahrsbeschwerden bekannt sind. Der Zyklus selbst wird in der Regel schon geraume Zeit vor der eigentlichen Menopause sehr unregelmäßig. Auch die Monatsblutung wird immer schwächer, da sich der Mangel an entsprechenden Hormonen auf die Bildung der Gebärmutterschleimhaut auswirkt.

Deshalb spricht man im Normalfall erst dann von der Menopause, wenn die letzte Blutung mehr als ein Jahr zurückliegt. Während die meisten Frauen ihre Menopause mit Anfang 50 erleben, kann sie bei sehr schlanken bis untergewichtigen Frauen und Raucherinnen bereits deutlich früher eintreten. Darüber hinaus gibt es eine genetische Komponente, so dass bei den Töchtern im annähernd selben Alter wie bei ihren Müttern die Menopause stattfindet.

Krankheiten, Beschwerden & Störungen

Der Eintritt der Menopause ist keine Erkrankung, sondern Teil des natürlichen Alterungsprozesses einer Frau und deshalb als solcher nicht behandlungsbedürftig. Lediglich die Symptome des vorangegangenen können gegebenenfalls durch entsprechende Wechseljahrstherapien gelindert werden.

Von einer vorzeitigen Menopause spricht man, wenn die letzte Monatsblutung noch vor dem vierzigsten Lebensjahr der jeweiligen Frau auftritt. Dies kann durch verschiedene Autoimmunerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes mellitus verursacht werden. Auch genetische Faktoren können dabei eine Rolle spielen. Chemotherapien und Bestrahlungen im Zusammenhang mit einer Krebsbehandlung können ebenfalls eine vorzeitige Menopause herbeiführen. In der Regel ist die vorzeitige genauso wie die natürliche Menopause irreversibel.

Allerdings ist sie sehr selten. Nur etwa 1 Prozent aller Frauen erlebt die Menopause vor ihrem vierzigsten Geburtstag, weniger als 0,1 Prozent, bevor sie 30 werden. Unter einer induzierten Menopause versteht man eine künstliche Beendigung der Reproduktionsfähigkeit ein. Dies kann durch die Gabe von Antiöstrogenen geschehen. In den meisten Fällen ist aber eine induzierte Menopause die Folge der operativen Entfernung der Eierstöcke, die bei schwerwiegenden Fällen von Ovarialzysten und Eierstocktumoren notwendig werden kann.

Wenn der Uterus entfernt wird, die aber noch funktionsfähigen Eierstöcke aber im Körper verbleiben, kommt es nicht zur Menopause, auch wenn keine Monatsblutung mehr auftritt. Auch das Durchtrennen der Eileiter, um die Entstehung einer Schwangerschaft zu verhindern, hat keinerlei Einfluss auf das komplexe Hormonsystem des weiblichen Körpers. In diesem Fall tritt in der Regel eine natürliche Menopause im mittleren Alter der Frau auf.

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