Medizinische Schutzbrille

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Was zeichnet eine medizinische Schutzbrille aus, was unterscheidet sie von einer Arbeitsschutzbrille? Gibt es unterschiedliche Formen von medizinischen Schutzbrillen? Wie ist eine medizinische Schutzbrille aufgebaut? Worin liegt ihr Nutzen? Von all diesen Fragen handelt der vorliegende Artiekl.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine medizinische Schutzbrille?

Eine medizinische Schutzbrille als Teil der Arbeitskleidung ist eine Arbeitsschutzbrille. Sie dient dem Schutz der Augen und der Augenregion durch ein eng anliegendes Gestell. Die medizinische Schutzbrille zeichnet sich durch Gläser und eine Fassung aus Kunststoff aus, die widerstandsfähig gegenüber Chemikalien, Hitze, Kälte und umherfliegende Partikel sind.

Formen, Arten & Typen

Der Arbeitgeber ist durch das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, dem Arbeitnehmer persönliche Schutzausrüstungen (PSA) zur Verfügung zu stellen, die der DIN EN 166 genügen müssen. Hierunter gehört im Bereich der Medizin die medizinische Schutzbrille.

Zur besseren Anpassung an die Kopfform und Abdeckung des Augenbereiches sind die Bügel in Neigung und Länge flexibel verstellbar. Auch die ergonomische Stirnauflage dient dem besseren Sitz. Der Abschluss nach oben wirkt gegen störende Lichtreflexe oder Staub und Chemikalien. Nasenschlingen erlauben einen rutschfesten Sitz in jeder Kopfhaltung und vermeiden Druckstellen. Weiche Bügelenden erhöhen ebenfalls den Komfort ohne an den sensiblen Stellen hinter den Ohren zu drücken.

So ist eine Unterstützung des individuellen Bewegungsablaufs möglich: Die aufgesetzte Brille sitzt fest und bleibt dort, hoher Tragekomfort ist gewährleistet. Das Tragen der medizinischen Schutzbrille über lange Zeiten wird problemlos möglich - nicht zuletzt auch durch ihr geringes Gewicht.

Die Medizinische Schutzbrille dient dem Schutz der Augen und der Augenregion durch ein eng anliegendes Gestell.

Manche Gläser weisen eine Antireflexbeschichtung auf. Diese zeichnen sich durch eine hohe Transmission aus: Der sichtbare Bereich des Lichts mit einer Wellenlänge höher als 400 nm wird fast zu 100 Prozent durchgelassen. Alle hoch energetischen Lichtstrahlen bis 400 nm werden wie bei dem 400 nm Kantenfilter vollständig geblockt. Dadurch werden störende Lichtreflexe vermieden. Eine blendfreie, ermüdungsarme Sicht am Arbeitsplatz bei einem Mix aus Kunstlicht und natürlichem Licht wird so ermöglicht. Das Tragen der medizinischen Schutzbrille sorgt für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit und Sicherheit in der auszuführenden Tätigkeit, beispielsweise manuelle Tätigkeiten wie operieren, Zahntechnik, Daten ablesen und Arbeiten im Labor. Manche Gläser für den Laborbereich blocken zusätzlich das andere Ende des Spektrums: den Bereich des infraroten Lichts.

Die Gläser / Scheiben erfüllen die höchste optische Güteklasse nach DIN EN 166. Verzerrungsfreie Abbildungen beugen Ermüdungserscheinungen am Arbeitsplatz vor. Wird nach der Norm hochschlagfestes Polycarbonat verwendet, bietet die Brille auch maximalen Schutz gegen mechanische Gefährdungen. Die Gläser müssen kratzfest, schlagfrei und antistatisch sein.

Manche Schutzbrillen sind als Überbrille mit der normalen Brille des Benutzers kompatibel. In andere medizinische Schutzbrillen lässt sich die optische Korrektur in die Gläser einarbeiten.

Verschiedene Kunststoff-Werkstoffe werden beim Gestell im Spritzgussverfahren verarbeitet. So werden, für Allergiker interessant, metallfreie medizinische Schutzbrillen hergestellt. Einige wenige Modelle sind in Metall oder Metall / Kunststoff-Ausführung erhältlich.

Bestimmte Modelle bieten Panoramascheiben für ein uneingeschränktes Gesichtsfeld mit integrierter seitlicher Abdeckung. Da sie rundherum dicht abschließen, haben sie ein System mit Lüftungsschlitzen, lassen sich gut falten und bei Bedarf im Kittel verstauen.

Für medizinische Dampfdruck-Sterilisationsarbeiten wird eine medizinische Schutzbrille entwickelt, die bei Autoklav-Arbeiten nicht beschlägt. Diese Eigenschaft wird durch eine spezielle Beschichtung gewährleistet.

Manche Gestelle sind in der Glasform, ähnlich einer Sport-Halfrim-Brille, für besonders hohe Wangenknochen angepasst, andere Gestelle für schmale Gesichter optimiert. Bei weiteren Modellen lassen sich - wie bei manchen Sportbrillen auch - die Kunststoff-Scheiben einfach wechseln. Manche Gläser sind mit Nano-Partikeln versehen, so dass sie schnell gereinigt werden können.

Die Gläser weisen unterschiedliches Design auf: Neben herkömmlichen Formen in einer Fassung, die das gesamte Glas umschließt, gibt es auch gecurvte Gläser, die bis in den Seitenbereich des Gesichts hinein reichen. Diese Gläser können, müssen aber nicht, von einem Gestell komplett umschlossen werden. So ist ein sportliches Design, oft noch in unterschiedlichen Farben und Formen von Gestell und Gläsern, möglich.

Aufbau & Funktionsweise

Die medizinische Schutzbrille besteht aus einem Gestell - meistens aus Kunststoff - und Scheiben, die meist auch aus Kunststoff hergestellt sind. Manche Gestelle können als Überbrille über die optische Korrektur des Benutzers getragen werden. Je nach Einsatzbereich werden unterschiedliche Kunststoffe verwendet: schlagfeste Polycarbonate, Celluloseacetat, Glas oder Hartglas für die Sichtscheiben.

Beschichtungen sind möglich, um die Eigenschaften "Kratzfestigkeit", "Beschlagfreiheit", "Beständigkeit gegenüber Chemikalien", "Schutz gegen Verschmutzung" und "Polarisation" zu gewährleisten. Sehr ähnliches Design - aber mit anderen Gläsern - findet sich für den Sport-, Wassersport-, Alpin- und Skibereich und den Bereich der therapeutischen Kantenfilter für Menschen mit einer Sehbehinderung oder Erblindung. Die Fassung bietet einen zuverlässigen Schutz der Augenregion gegen Einflüsse von außen wie zum Beispiel UV- und IR-Licht, Chemikalien, Hitze, Kälte, Staub und Partikel. Verschiedene Tönungen der Sichtscheiben - oder Klarglas – sind je nach Einsatzbereich möglich.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Der Arbeitgeber muss seine Mitarbeiter nach dem Arbeitsschutzgesetz zum Beispiel mit medizinischen Schutzbrillen ausstatten. So kommt er seiner Fürsorgepflicht, die betriebliche Arbeitssicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten, nach. Der Arbeitnehmer selbst profitiert von einem entspannteren Sehen und weniger Stress am Arbeitsplatz. Sicheres, nicht belastetes, blendfreies, ermüdungsfreies Sehen erhöht die Produktivität der geleisteten Arbeit. Das betrifft Tätigkeiten im Labor wie beispielsweise die Versuchsdurchführung oder Versuchsauswertung, Tätigkeiten im Operationssaal oder in der Dentaltechnik.

Von der höheren Sicherheit der Datenqualität und einer effizienteren Leistung profitieren der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. Der Patient im Operationssaal sowie das OP-Team profitieren von einer erhöhten Sicherheit während der Operation.

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