Markstammkohl

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Wie gut Markstammkohl schmecken kann und wie gesund er ist, ist bisher nur wenigen Menschen bekannt. In Deutschland wird Markstammkohl bisher überwiegend als Viehfutter verwendet und kann vor allen Dingen im Herbst, falls das Gras knapp wird, als Ergänzung gefüttert werden.

Auch als Gründünger findet er in der Landwirtschaft hierzulande häufig Verwendung. Dabei eignet sich Markstammkohl durchaus auch für die menschliche Ernährung und enthält gar nicht wenige gesunde Vitamine und Mineralstoffe. Er muss nur richtig zubereitet werden, dann kann daraus ein leckeres Essen werden.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über den Markstammkohl wissen

Markstammkohl verträgt Kälte recht gut. Deshalb wird die Aussaat ins Freiland für gewöhnlich in Deutschland schon im April lange vor den Eisheiligen vorgenommen. Er ist sehr unempfindlich und verträgt sowohl schattige als auch sehr sonnige Standorte genauso gut wie große Hitze oder Kälte, ohne viel Schaden zu nehmen.

Die Pflanzen können bis zu 2 m hoch werden. Weil Markstammkohl frosthart ist, lässt er sich genauso wie Grünkohl auch noch gut nach dem Frost im Garten ernten. In der spanischen Region Galicien, in der Türkei, in Portugal, Italien und Griechenland wird der gesunde Markstammkohl häufiger als bei uns in Deutschland in der regionalen Küche gefunden und gehört zu diversen dort traditionell üblichen Gerichten.

Markstammkohl eignet sich durchaus auch für die menschliche Ernährung und enthält gar nicht wenige gesunde Vitamine und Mineralstoffe.

Weil Markstammkohl im Lebensmittelhandel eher selten zu finden ist, empfiehlt es sich, welchen im Garten selbst anzubauen. Wie die oben angeführten Erläuterungen zeigen, ist das nicht schwer, denn Markstammkohl wächst unter fast allen Bedingungen sehr gut und bringt eine reichliche Ernte.

Wie er zubereitet werden kann, darüber gibt das Internet in der modernen Zeit Auskunft. Es lohnt sich deshalb, derartige Rezepte einmal auszuprobieren und danach vielleicht auch selbst der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen, um diesem gesunden Gemüse auch in Deutschland einen Platz in der Küche zu geben.

Bedeutung für die Gesundheit

Wie alle grünen Blattpflanzen gehört Markstammkohl zu den Gemüsesorten, die besonders viel Vitamin K enthalten. Ähnlich wie Grünkohl ist er gut als Wintergemüse geeignet und passt als gesunde Beilage zu vielem, das sich auch mit dem eher bekannten Grünkohl gut kombinieren lässt.

Da Markstammkohl beim Selbstanbau im Garten auch im Winter noch frisch herein geholt werden kann, entfallen lange Transportwege und Vitaminverluste. Damit hat dieser Kohl die gleichen Vorteile wie der bekanntere Grünkohl aufzuweisen. Außer Vitamin K sind auch die Gehalte an Carotin, Vitamin C, Eisen und Magnesium beim Markstammkohl nicht zu verachten und sorgen bei diesem Wintergemüse dafür, dass die Abwehrkräfte gestärkt werden. Wer öfter eine Portion Markstammkohl isst, kommt so viel besser gesund durch die nasskalte Jahreszeit.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 32 Fettgehalt 0,6 g
Cholesterin 0 mg Natrium 17 mg
Kalium 213 mg Kohlenhydrate 5 g
Ballaststoffe 4 g Eiweiß 3 g

Mit nur 32 Kalorien pro 100 g ist Markstammkohl ausgesprochen kalorienarm und macht nicht dick. 100 g enthalten 0,2 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren, 4 g Ballaststoffe, 213 mg Kalium, 5.019 µg Vitamin A in Form von Carotin (das ist sehr viel und mehr als in vielen anderen Gemüsesorten) 35,3 mg Vitamin C, 232 mg Kalzium, 0,5 mg Eisen, 0,2 mg Vitamin B6 und 27 mg Magnesium. Bei diesen gesunden Inhaltsstoffen ist es doch schade, dass Markstammkohl in der Küche Deutschlands noch recht unbekannt ist.

Unverträglichkeiten & Allergien

Alle Kohlsorten sind gesund und nicht schädlich. Zu viel Kohl kann manchmal Blähungen hervorrufen. Wer es mit dem Kohlgenuss nicht übertreibt und diesen Gerichten ein wenig Kümmel als Gewürz beifügt, wird auch damit keine Probleme haben.

Vielmehr sind alle Kohlgerichte gut für Magen und Darm und beugen auch einem zu hohen Blutzuckerspiegel, einem zu hohen Cholesterinspiegel oder sogar bestimmten Krebsarten wie Darmkrebs vor, weil sie viele gesunde Ballaststoffe und Inhaltsstoffe enthalten. Das gilt auch für Markstammkohl. Wie bei allen Lebensmitteln ist es natürlich auch bei Markstammkohl in seltenen Fällen möglich, dass eine einzelne Person darauf allergisch reagiert. Bekannt geworden ist so etwas aber bisher noch nicht.

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Einkaufs- & Küchentipps

Wenn Markstammkohl im eigenen Garten angebaut wird, kann er so lange wie möglich draußen bleiben und frisch geerntet werden. Gelagert werden sollte er ansonsten kühl, zum Beispiel im Keller oder einem Gartenhaus, am besten mit der Wurzel. Im Lebensmittelhandel ist Markstammkohl heute noch eine Rarität.

Wer ihn bestellen möchte, kann das aber heute sehr gut über das Internet in diversen Futtermittel-Shops, wo er sehr günstig zu bekommen ist. Auch die Saat ist überall leicht zu finden, wenn Markstammkohl im eigenen Garten angebaut werden soll. Wenn in der Küche nicht alles an Markstammkohl verbraucht wird, den Kohl gut eingewickelt in den Kühlschrank legen. Genauso wie alle anderen Kohlsorten hält er sich dort durchaus einige Tage frisch und kann dann für eine weitere Mahlzeit verwendet werden.

Zubereitungstipps

Die Blätter von Markstammkohl lassen sich sehr gut zum Einwickeln von Fleisch oder anderen Lebensmitteln verwenden. Es entstehen so ähnliche Dinge wie die im Weißkohl eingewickelten Kohlrouladen, die sehr schmackhaft sind. Sehr gut schmeckt Markstammkohl auch als Sauerkraut. Er kann in diesem Fall gut mit einigen anderen Kohlsorten gemischt werden und verleiht dem Sauerkraut dann ein ganz besonderes Aroma.

In der südländischen Küche wird Markstammkohl gern in Suppen verwendet. Typische Suppen mit Markstammkohl sind beispielsweise die Caldo verde, die zu den Nationalgerichten in Portugal gehört. Ein altes Gericht mit Markstammkohl ist der Knieperkohl. Knieperkohl besteht aus einer Mischung mit Weißkohl, Markstammkohl, Grünkohl, Weinblättern und Kirschblättern. Dazu gehören als Fleischbeilage Speck, Eisbein, Kassler oder Kohlwurst und als weitere Beilage zum Beispiel Pellkartoffeln oder Bratkartoffeln. Der Knieperkohl hat eine uralte Tradition und stammt ursprünglich aus dem Dreißigjährigen Krieg. Als damals der Weißkohl knapp wurde, griff die hungernde Bevölkerung auf Futterkohl zurück, um auch daraus Sauerkraut zu machen.

Bald stellte sich heraus, wie lecker diese gesäuerten Kohlmischungen schmecken, die heute Knieperkohl genannt werden und immer noch viele Freunde haben. Vor allen Dingen in der Prignitz, einer Region, die heute teilweise zu Brandenburg, teilweise zu Mecklenburg-Vorpommern gehört, entwickelte sich Knieperkohl zu einem dort typischen Nationalgericht, das auch noch heute oft gekocht wird und dort sehr beliebt ist. Nicht nur die Blätter des Markstammkohls lassen sich gut in der Küche verwenden, sondern auch der Stamm. Der ist essbar und sehr lecker. Er wird ähnlich wie Kohlrabi zubereitet und ist Kohlrabigemüse vom Geschmack her dann sehr ähnlich.

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