Mandelentzündung
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Eine Mandelentzündung macht sich in aller Regel an den gut sichtbaren, geschwollenen oder geröteten und entzündeten Gaumenmandeln optisch bemerkbar. Sie stellt damit eine Entzündung der Mandeln im Rachenraum dar. Zumeist tritt eine Mandelentzündung im Rahmen einer Angina tonsillaris oder Tonsillitis acuta auf.
Definition Mandelentzündung
Besonders die markante Schluckbeschwerden und ein geschwollener Hals sind stichhaltige Anzeichen für eine Mandelentzündung. Neben der akuten Mandelentzündung, die rasch mit ihrer begleitenden Krankheit wieder abschwillt, gibt es aber auch eine chronische Mandelentzündung (Tonsillitis chronica). Hierbei sind die Gaumenmandeln ständig entzündet.
Ursachen für eine Mandelentzündung
Treten die Mandelentzündungen häufiger auf, so kann dies zu einer chronischen Mandelentzündung führen. Bakterien lagern dann tote Zellen an den Schleimhäuten der Mandeln ab und die Entzündung kann nicht normal zurück gehen. Eine operative Entfernung der Mandeln kann dann sinnvoll werden, wobei diese Form der Mandelentzündung in der Regel harmlos ist.
Krankheiten mit Mandelentzündung
Behandlung von Mandelentzündung
Zunächst einmal muss der Arzt feststellen, welche Art der Mandelentzündung vorhanden ist. Danach richtet sich dann jede weitere Behandlung.
Behandlung von akuter Mandelentzündung
Hierbei untersucht der Arzt den Mund- bzw. Racheninnenraum. Findet der Arzt geschwollenen und gerötete Gaumenmandeln, die durch Eiterbeläge gut bedeckt sind, so kann zumeist von einer akuten Mandelentzündung ausgegangen werden. Beim weiteren Abtasten des Halses treten an den Lymphknoten meist Schmerzen auf, die ebenso ein eindeutiger Hinweis auf eine akute Mandelentzündung ist. Manchmal ist zusätzlich die Zunge belegt und der Gaumen gerötet.
Ein Rachenabstrich zur genaueren Untersuchung der Erreger kann gegebenenfalls weitere Informationen liefern, falls der Verdacht zu einer chronischen Mandelentzündung besteht.
Zur Heilung wird dann fiebersenkendes und schmerzlindernde Medikamente verabreicht. Ebenso helfen Hausmittel wie Wadenwickel oder warme Halswickel. Gegessen werden sollte nur weiche bzw. flüssige Nahrung. Ausserdem können kalte Getränke oder Eis hilfreich sein und erfreuen ausserdem oft den kleinen Patienten. Vermeiden Sie aber säurehaltige Getränke wie Säfte, da sie den Rachen nur unnötig reizen. Kräutertee und Wasser sind absolut ausreichend.
Gegebenenfalls wird der Arzt auch Gurgelpräparate verschreiben, die desinfizierend wirken. Bewährt haben sich dabei besonders Medikamente mit natürlichen Wirkstoffen des Salbeis und der Kamille.
Behandlung von chronischer Mandelentzündung
Bei einer chronischen Mandelentzündung sind häufig die Mandeln am Gaumen narbig. Dabei sind sie entweder stark vergrössert oder stark verkleinert. Wird auf die Mandeln gedrückt, so kann Eiter oder eiterähnliches Sekret heraustreten. Auf jeden Fall sollte der Arzt einen Abstrich des Eiters machen, um die genauen Erreger und Antikörper zu ermitteln.
Die weitere Behandlung wird meist mit einer operativen Entfernung der Mandeln fortgesetzt.
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Vorbeugung von Mandelentzündung
Ein gesundes Immunsystem ist die beste Vorbeugung vor einer Mandelentzündung. Dieses ist durch viel Bewegung in der Natur, Sport und einer gesunden Ernährung am besten zu bekommen. Vermeiden sie Rauchen und zu viel Alkohol. Saunieren sie öfter.
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Dr. Nonnenmacher zum Thema Halsschmerzen
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