Mairübe

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Die Mairübe zählt zu den alten Gemüsesorten, die lange Zeit kaum in deutschen Küchen präsent waren. Das Comeback der weißen Rübchen hat jedoch längst begonnen. Zurecht, denn die Mairübe kann vor allem mit wertvollen Inhaltsstoffen punkten und sorgt in vielen Gerichten für ein neues Aroma.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Mairübe wissen

Die Mairübe ist auch als Navette oder - aufgrund ihrer geringen Größe von etwa fünf Zentimetern Durchmesser - auch als Mairübchen bekannt. Die Mairübe zählt als Speiserübe zu den Wurzelgemüsen und gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Ein enger Verwandter des Mairübchens ist das Teltower Rübchen.

In der Antike wurde die Mairübe noch sehr häufig angebaut, im Laufe der Zeit wurde sie jedoch nach und nach von der Kartoffel verdrängt. Auch in Kochbüchern ist die Mairübe heute eher selten zu finden. Vor dem Siegeszug der Kartoffel galt die Mairübe in Europa jedoch als Grundnahrungsmittel. Seit dem Trend, alte Gemüsesorten wieder vermehrt in der deutschen Küche zu verwenden, steigt auch die Beliebtheit der Mairübe wieder konstant an.

Wie der Name bereits vermuten lässt, werden Mairüben aus dem Freilandanbau im Mai, manchmal auch bis in den Juni hinein geerntet. Damit ist sie eine der ersten Gemüsesorten im Jahr, die frisch aus dem regionalen Anbau beziehbar ist. Von der Saat bis zur Ernte braucht die Mairübe nur etwa sechs bis acht Wochen Zeit zum Wachsen. Daher werden Mairüben, ebenfalls unter freiem Himmel, gerne ein weiteres Mal im späten Sommer ausgesät und im Herbst geerntet. Am besten können sie auf sandigem Boden gedeihen. Alternativ sind auch Mairüben aus Gewächshäusern oder aus dem ausländischen Freilandanbau erhältlich. Die geringe Größe der Mairübe ist in einigen Fällen bereits durch den Anbau bedingt.

Die Mairübe besteht nicht nur zu 90 Prozent aus Wasser und ist somit sehr kalorienarm, sondern sie enthält auch zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe.

Viele Betriebe pflanzen die Rübchen für einen möglichst großen Ertrag so dicht aneinander, dass diese gar nicht größer als fünf Zentimeter werden können. Zu große Mairübchen können zudem holzig und somit ungenießbar werden. Insbesondere für den rohen Verzehr eignen sich möglichst kleine Mairübchen also ohnehin am besten.

Die Knolle gängiger Sorten der Mairübe ist von der Schale bis zum Innern durchgehend weiß. Der Geschmack der Mairübe lässt sich mit dem von Radieschen durchaus vergleichen, jedoch schmeckt die Mairübe weniger scharf. Auch ihre Verwandtschaft mit dem Rettich lässt sich bei der Mairübe anhand des Geschmacks erkennen, zudem erinnert der Geschmack an Meerrettich und Kohlrabi.

Bedeutung für die Gesundheit

Wurzelgemüse, zu dessen Familie auch die Mairübe zählt, genießt grundsätzlich einen guten Ruf - kalorienarm und voller lebenswichtiger Nährstoffe soll es sein.

Die Mairübe besteht nicht nur zu 90 Prozent aus Wasser und ist somit sehr kalorienarm, sondern sie enthält auch zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe. Sie versorgt den Körper mit reichlich Vitamin B für starke Nerven, Zink für die Abwehrkräfte, Eisen für die Blutbildung und Folsäure. In den ebenfalls essbaren Blättern steckt neben Vitamin C auch Karotin. In der Schale der kleinen Rübe befinden sich zudem Senfölglykoside, die der Mairübe ihren scharfen Geschmack verleihen. Im rohen Zustand ist der Gehalt der jeweiligen Mineralstoffe natürlich höher als im gekochten Zustand. Daher sollte die Mairübe möglichst oft roh genossen werden, damit der Körper von all den gesundheitlichen Vorzügen profitieren kann.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

100 Gramm Mairüben enthalten im Durchschnitt:

Unverträglichkeiten & Allergien

Die Mairübe als Kreuzblütengewächs kann potentiell Allergien auslösen. Wer weiß, dass er bereits auf ein anderes Gemüse aus der Familie der Kreuzblütengewächse allergisch reagiert hat, sollte sich nur vorsichtig an die Mairübe herantasten. Mögliche Symptome bei einer Unverträglichkeit sind Bauchschmerzen oder auch Kopfschmerzen nach dem Verzehr sowie allgemeine Verdauungsprobleme.

Je frischer die Mairübe beim Verzehr ist, desto besser wird sie von potentiellen Allergikern meist vertragen. Auch das Garen kann Abhilfe gegen allergische Reaktionen verschaffen.

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Einkaufs- & Küchentipps

Außerhalb der Hauptsaison im Mai und im Juni sind Mairüben meist nur in wenigen, gut sortierten Gemüseabteilungen erhältlich und stammen dann nicht immer aus der Region.

Beim Kauf sollten die Mairüben stets glatt und fest, gleichmäßig geformt und sauber sein. Meist stammen die Mairüben im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt direkt aus der Region. Zu lange Transportwege würden den Anbau der eher ertragsarmen Mairübe unwirtschaftlich machen.

Nach dem Kauf sind Mairüben noch etwa eine Woche lang haltbar, frisch vom Feld bleibt die Rübe sogar bis zu zwei Wochen lang knackig. Bei der Lagerung sollte auf eine niedrige Temperatur von unter acht Grad Celsius und eine hohe Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Im Kühlschrank halten sich die weißen, kleinen Rüben am besten.

Da das Grün der Rübe am schnellsten welk wird, sollte es vor der Lagerung entfernt und im Optimalfall sofort in der Küche verwertet werden. Entgegen der Intuition sollten die Mairübchen vor der Lagerung zudem nicht gewaschen werden. Dabei wird die äußere Zellschicht verletzt, was die Rübe selbst im Kühlschrank schnell schrumpelig werden lässt.

Zubereitungstipps

Als alte Gemüsesorte hat die Mairübe lange Zeit keine Hauptrolle in den Kochbüchern gespielt. Inzwischen lassen sich jedoch wieder genügend Rezepte für das Kochen mit alten Gemüsesorten wie auch der Mairübe entdecken.

Die Mairübe kann sowohl roh als auch gegart gegessen werden. Zuvor sollte sie jedoch in jedem Fall geschält oder alternativ sehr gründlich gewaschen werden. Da die Schale eine sehr feste Konsistenz hat, bevorzugen die meisten Menschen zumindest beim rohen Verzehr die geschälte Variante. Beim Kochen hingegen wird die Schale weich.

Roh wird die Mairübe besonders gerne in Salaten verwendet. Gedämpft oder gedünstet eignen sie sich hervorragend als Gemüse-Beilage zu herzhaften Gerichten. Am besten entfalten Mairübchen ihr Aroma, wenn sie in etwas Butter geschwenkt oder zusammen mit einer hellen Soße serviert werden. Die Kochzeit der Mairübe beträgt etwa fünf bis zehn Minuten. Wer keine ansprechenden Rezepte mit der Mairübe als Zutat findet, kann auch auf andere Rüben-Rezepte, beispielsweise mit der Steckrübe, zurückgreifen und diese einfach mit der entsprechenden Menge Mairübchen abwandeln.

Auch das Grün der Mairübe kann in der Küche gut verwertet werden. In Rezepten mit Spinat oder Mangold kann das Mairüben-Grün ebendiese Gemüsesorten einfach ersetzen.

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